Teil 1: Krebstier mit behaarten Scheren

Die Yeti-Krabbe lebt 2.000 Meter unter dem Meeresspiegel

von Kai Hirschmann - 25.03.2006
Teil 2 von 6
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Französische Forscher haben im vergangenen Jahr eine bislang unbekanntes Krustentier auf dem Meeresgrund entdeckt. Es ist blind, weiß, hat lange, dicht behaarte Scheren und erinnert an einen Krebs.

Zeichnung der Yeti-Krabbe (Quelle: Wikipedia/ gezeichnet von Dake)

Im März 2005 tauchten Wissenschaftler des französischen Forschungsinstituts Ifremer mit einem U-Boot tief in den Pazfischen Ozean. Südlich der Osterinsel stießen sie in über 2.000 Meter Tiefe auf ein sehr seltsames Tier, das vermutlich noch nie ein menschliches Auge zuvor gesehen hatte: ein weißes, behaartes Geschöpf mit langen Scheren, das an einen Krebs erinnert. Es war ein Zufall, dass das 15 Zentimeter lange Krustentier ins Scheinwerferlicht des U-Bootes gekrabbelt ist.

Die Wissenschaftler erkannten, dass das haarige Krebstier keine Augen hat und deshalb blind ist. Das macht ihm aber gar nichts aus und ist auch nicht ungewöhnlich, da das Sonnenlicht sowieso nicht bis auf den Meeresgrund in einer solchen Tiefe dringen kann. Es ist dort immer stockfinster. Viele Tiere hier unten sind daher blind. Mit den feinen Härchen und den Fühlern kann das Krebstier die kleinsten Bewegungen im Wasser ausmachen. So findet es zielsicher seine Beute und wird vor Fressfeinden gewarnt.

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Die neue Tierart hat den Namen "Kiwa Hirsuta" bekommen. Kiwa ist der Name der polynesischen Göttin der Krebse. "Hirsuta" bedeutet "haarig". Nach langen Untersuchungen haben die Forscher festgestellt, dass Kiwa Hirsuta mit keinem anderen bislang bekannten Schalentier näher verwandt ist - weder mit Krabben, noch mit Krebsen, Garnelen oder Hummern. Er gehört zu einer neuen, eigenen Gattung der Krebstiere.

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