Mantelpavian

Graue Mähne und roter Popo

von Kai Hirschmann
Teil 30 von 73

Wenn das Futter knapp wird, jagen sie aber auch mal die Schafe und Ziegen von Bauern. Und sogar ihre Hauptfeinde, die Leoparden, werden in Notsituationen schon mal von Pavianhorden angegriffen.

Mantelpavianmännchen (Quelle: Kai Hirschmann (Helles Köpfchen))Paviane sind die größten Nicht-Menschenaffen und gehören zu den Hundsaffen. Männliche Mantelpaviane haben eine lange, silbergraue Haarmähne, die sie wie einen Mantel tragen. Die großen roten Popos der Männchen sind unter Pavianen ebenfalls ein Zeichen von hohem Rang. Bei Weibchen zeigen sie an, dass diese für eine Begattung reif sind.

Pavianhorden wehren Leoparden ab

Mantelpaviane leben in Horden zusammen. Dabei sammelt ein Männchen sieben bis neun Weibchen mit Nachwuchs um sich. Rudel bestehen aus drei bis sechs Familien. Nachts treffen sich zum Schlafen aber bis zu 700 Paviane an vor Leopardenangriffen gut geschützten Felsen.

Mantelpaviane sind Bewohner felsiger Gebiete mit nur spärlichem Pflanzenwuchs. Um genügend Nahrung zu bekommen, sind die Allesfresser die größte Zeit des Tages mit Nahrungssuche beschäftigt. Sie sammeln aber am liebsten - mal tagsüber, aber auch mal nachts - Früchte, Blätter und Beeren.

Mantelpaviane im Zoo (Quelle: Kai Hirschmann (Helles Köpfchen))

Giftige Skorpione schmecken auch

Außerdem drehen Paviane gemeinsam die Steine in ihrer Umgebung um, um darunter Insekten, aber auch Skorpione zu erbeuten. Den giftigen Skorpionen reißen sie vor dem Verzehr den Giftstachel aus.

Mantelpaviane leben in den Hochländern Äthopiens und Somalias. Kleinere Vorkommen gibt es auch in einem Küstenstreifen Südarabiens.

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