Thema: Würdet ihr es befürworten, wenn Flüchtlinge in fremde Häuser einquadiert werden würden?

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#1

Huhu,

 

irgendwo war gestern im Fernsehen, dass die Bürger eines Ortes aus ihren Häusern auziehen müssten, damit die Häuser alle abgerissen werden und ein Flüchtlings Heim dorthin gestellt wird.

 

Ich find das nicht gut. Das kann doch nicht der Ernst der Politiker sein, dass fremde gebäude quasie "zwangsenteignet"(ich weiß, hört sich blöd an, aber weiß kein besseres Wort) werden, um Flüchtlinge dort leben zu lassen.

 

Gibt es keine anderen Orte, um Flüchtlingen ein Quartier zu bieten?

Was haltet ihr davon?

Habt ihr davon auch gehört?
 

 

Ich habe nichts gegen Flüchtlinge(!) - die Zahlen geben mir aber trotzdem zu denken. Es wird schwer werden, den großen Zustrom menschenwürdig zu bewältigen.

 

Hier mal die Flüchtlingszahlen von Spiegel online:

 

Zahl der Asylbewerber

Hier liegt Deutschland mit Abstand vorn. Im Jahr 2014 stellte laut der Statistikbehörde Eurostat einer von drei Asylbewerbern, der in die EU-Länder und nach Norwegen, Liechtenstein, Island und die Schweiz kam, seinen Antrag in Deutschland.

 

Insgesamt waren es in der Bundesrepublik 172.945 Erstanträge.

In der EU weit vorne liegt auch Schweden mit seinen rund 9,5 Millionen Einwohnern - hier baten 2014 insgesamt 74.980 Flüchtlinge erstmals um Asyl.

Italien verzeichnete im vergangenen Jahr mehr als 63.000 Asyl-Erstanträge.

In Frankreich waren es rund 57.000 Anträge.

Großbritannien registrierte 31.070 Anträge.

In Ungarn wurden 41.215 Erstanträge gestellt.

Und in Spanien nur 5460.

Nach Griechenland kamen zwar im Jahr 2014 laut Angaben des UNHCR 43.500 Flüchtlinge über das Mittelmeer, in dem Land wurden aber nur etwa 7500 Erstanträge gestellt. Diese Diskrepanz ist damit zu erklären, dass es in Griechenland oft nicht möglich ist, einen Asylantrag zu stellen.

 

http://www.spiegel.de/politik/ausland/europa-wie-sich-die-fluechtlinge-verteilen-a-1030879.html

 

 

Die Pidinger Schleierfahnder haben alleine am vergangenen Wochenende 1.116 regestiert.

[Anmerkung der Moderation: Piding ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land.]

 

Ich weiß nicht ob ihr euch das Vorstellen könnt, aber das ist für solch einen Landkreis extrem viel.

 

http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/inhalt/schleierfahnder-piding-schleuser-100.html

 

Die Autos der Schleuser werden dann wiederum gelagert...

 

 

Eure Meinung würd ich gern wissen!

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schrieb :

#10

Ja, warum denn nicht, sollte es vielleicht verboten werden? Wenn die Besitzer das anbieten, ist das doch voll nett von denen.

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schrieb :

#9

Ich finde wenn die Eigentümer den Wohnraum freiwillig den Behörden zur verfügung stellen so finde ich es ok.Wenn sie jedoch "zwangsenteignet" werden oder gar die Häuser abgerissen werden so finde ich es nicht okay weil sie ja auch noch irgendwo wohnen müssen.

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schrieb :

#7

Zitat von: Yoko_

Ich finde, dass man auf keinen Fall jemandem etwas wegnehmen darf, um dort Flüchtlinge unterzubringen.

 

Wenn jemand mehr Wohnraum besitzt, als er benötigt & den freiwillig zur Verfügung stellt, ist das natürlich sehr nett, aber man darf keinen dazu zwingen.

 

genauso seh ich das auch,

 

wenn Freiwillig- nett, wenn nicht, dann nicht

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schrieb :

#6

Ich finde, dass man auf keinen Fall jemandem etwas wegnehmen darf, um dort Flüchtlinge unterzubringen.

 

Wenn jemand mehr Wohnraum besitzt, als er benötigt & den freiwillig zur Verfügung stellt, ist das natürlich sehr nett, aber man darf keinen dazu zwingen.

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schrieb :

#5

Zitat von: Eisberg

Die ''Enteignung'' ging nicht soweit, dass Bewohner aus ihren Wohnungen geschmissen wurden, sondern, dass schon länger leerstehende Wohnungen genutzt wurden, deren Besitzer entsprechend entschädigt wurden. Langfristig hilft das aber auch nicht.

 

Sehr schön finde ich die von dir rausgesuchte Statistik. Tatsächlich nehmen Deutschland und Schweden über 50% aller euopäischen Flüchtlinge auf, weil viele EU-Staaten nicht in dem Maße unterstützen, wie sie es könnten. Leider auch nicht im Sinne der EU...

 

Gerade Frankreich und Großbritannien verhalten sich hier nicht all zu solidarisch.

 

Aber auch hierzulande läuft zur Zeit etwas gewaltig schief, was am Versagen der Regierung in der Flüchtlingsfrage als auch an der teils daraus resultierenden Angst der  Bevölkerung liegt, die auch immer öfter in Gewalt ausartet, so wie zuletzt in Heidenau. Wo es leider auch kaum Konsequenzen für die Angreifer gab. Über 30 verletzte Polizisten, einer sogar mit schweren Kopfverletzungen, und es gab lediglich zwei Festnahmen. Bedeutend härteres durchgreifen hier könnte helfen, zumindest fremdenfeindliche Angriffe schrittweise einzudämmen, gegen die teilweise Angst in der Bevölkerung wird das aber nicht viel helfen.

 

Warum man eine Erstaufnahmeeinrichtung ausgerechnet in einer Kleinstadt einrichtet, bei deren letzten Stadtratswahlen die NPD über 7,5% der Stimmen geholt hat, die allgemein stark von Ausländerkritik beherrscht ist und es schon davor nichts neues war, dass es Ausschreitungen in Gebieten mit erheblich geringerem Anteil rechter Parteien gab, erschließt sich mir jedoch noch nicht ganz.

 

Ja, in dieser Siedlung standen Häuser die in den 60ger Jahren als Haus für Obdachlose(oder so ähnlich) gebaut wurden. Und die wurden von der Stadt vermietet, somit wohnen da Leute die halt nicht so viel Geld haben, die mussten alle jetzt raus,

weil die Siedlung ja abgerissen wird, um ein neues Flüchtlingsheim hingebaut wird.

 

Die Menschen wohnen jetzt in einer WG zusammen, mit 3 Duschen oder so im Keller.

 

Ich glaub das war in der ARD. Wenn ich diesen Film finde, geb nich euch einen Link.

 

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schrieb :

#4

Zitat von: mir_

wo hast du das mit dem "zwangsenteignen" gehört? 

irgendwie erscheint mir das unrealistisch. 

 

Das hat der eine da im Fernsehen gesagt, wenn es so weiter geht, denn es kommen ja immer mehr, muss man auch dazu überschreiten. Besonders im Winter.

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mi**** (abgemeldet) (22)

schrieb :

#3

wo hast du das mit dem "zwangsenteignen" gehört? 

irgendwie erscheint mir das unrealistisch. 

aus Turku

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schrieb :

#2

Die ''Enteignung'' ging nicht soweit, dass Bewohner aus ihren Wohnungen geschmissen wurden, sondern, dass schon länger leerstehende Wohnungen genutzt wurden, deren Besitzer entsprechend entschädigt wurden. Langfristig hilft das aber auch nicht.

 

Sehr schön finde ich die von dir rausgesuchte Statistik. Tatsächlich nehmen Deutschland und Schweden über 50% aller euopäischen Flüchtlinge auf, weil viele EU-Staaten nicht in dem Maße unterstützen, wie sie es könnten. Leider auch nicht im Sinne der EU...

 

Gerade Frankreich und Großbritannien verhalten sich hier nicht all zu solidarisch.

 

Aber auch hierzulande läuft zur Zeit etwas gewaltig schief, was am Versagen der Regierung in der Flüchtlingsfrage als auch an der teils daraus resultierenden Angst der  Bevölkerung liegt, die auch immer öfter in Gewalt ausartet, so wie zuletzt in Heidenau. Wo es leider auch kaum Konsequenzen für die Angreifer gab. Über 30 verletzte Polizisten, einer sogar mit schweren Kopfverletzungen, und es gab lediglich zwei Festnahmen. Bedeutend härteres durchgreifen hier könnte helfen, zumindest fremdenfeindliche Angriffe schrittweise einzudämmen, gegen die teilweise Angst in der Bevölkerung wird das aber nicht viel helfen.

 

Warum man eine Erstaufnahmeeinrichtung ausgerechnet in einer Kleinstadt einrichtet, bei deren letzten Stadtratswahlen die NPD über 7,5% der Stimmen geholt hat, die allgemein stark von Ausländerkritik beherrscht ist und es schon davor nichts neues war, dass es Ausschreitungen in Gebieten mit erheblich geringerem Anteil rechter Parteien gab, erschließt sich mir jedoch noch nicht ganz.

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