Bereich: Community / Thema: 20 Jahre Mauerfall: "Deutschland einig Vaterland"?
Forumsthema: 20 Jahre Mauerfall: "Deutschland einig Vaterland"?

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Vor 20 Jahren, am 9. November 1989, fiel die Mauer in Berlin. Die Bürger feierten am Brandenburger Tor und im ganzen Land ihre wiedererlangte Freiheit. 28 Jahre hatte die Berliner Mauer West-Berlin vom Ostteil der Stadt und der DDR getrennt, die damals unter sozialistischer Herrschaft stand. Sie wurde scharf bewacht, etliche Familien und Freunde wurden durch sie voneinander getrennt. Hunderte DDR-Bürger, die einen Fluchtversuch unternahmen, wurden erschossen. Was verbindest du mit dem Mauerfall? Was weißt du über die ehemalige DDR und die einstige Teilung? Deutschland ist heute vereint - sind die Menschen dies auch, oder existiert die Mauer in vielen Köpfen noch immer?

Hintergrundinfos:
Berliner Mauer - Teil 1: Teilung Deutschlands und Kalter Krieg
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gelöschter Benutzer

schrieb am 20.11.2009 um 21:28 Uhr:

Hey Lulukas!
Irgendwie hast du ja Recht.Es fällt mir halt etwas schwer den Mauerfall zu verstehen. Aber meine Meinung ist, dass die Schulen eigentlich auch ihren Teil beitragen könnten. Ich weiß nicht, wie andere Schulen das gemacht haben, aber wir haben NICHTS zur DDR gemacht.
In der 5. Klasse haben wir mal das Buch ,,Damals war es Friedrich"von Hans Peter Richter gelesen. Darin geht es um einen deutschen und einen jüdichen Jungen, deren Freundschaft im Laufe Hitlers Regierunszeit immer schwieriger wurde. Im Zusammenhang damit haben wir zwar Adolf Hitler und die NSDAP (Nationalsozialistische deutsche Arbeiterpartei) besprochen,aber nicht die DDR. Das fand ich ziemlich doof, denn jetzt kenne ich mich damit nur sehr wenig aus.

Wenn du Lust hast, schreib doch einen Kommentar hierzu!

Übrigens, das oben genannte Buch ,,Damals war es Friedrich" ist bei dtv pocket
erschienen.

Ein schönes Wochende wünscht euch eure Chaosmieze!
Lulukas (14)
Gast

schrieb am 18.11.2009 um 16:57 Uhr:

Entschuldigung aber frida und Chaosmieze verstehen mich falsch. Mit "wir können nicht verstehen..." (von meinem vorigen Eintrag) meinte ich nicht, wieso machen die Politiker und älteren Menschen so einen Aufstand um den Mauerfall. Nein. Ich meinte damit, dass wir das nicht verstehen können, warum die Politiker und älteren Menschen grad so einen Aufstand darum machen. Ich meine damit, dass dieser Rummel um den Mauerfall angebracht, gerechtfertigt und auch richtig ist! Nur halt, dass wir das nicht (so gut) verstehen können.

Ebenfalls bin ich der Meinung, dass man sich auf jeden Fall aber auch daran erinnern sollte was am 9.11. noch war, nämlich, dass dieses Datum nicht nur ein glückliches Datum ist. Eigentlich gab es am 9.11. drei bedeutende Ereignisse in der (deutschen) Geschichte:
1. (logischerweise) Am 9.11.89 der Mauerfall
2. Am 9.11.38 die Reichsprogromnacht
3. Am 9.11.23 der missglückte Hitler-putsch
(Genauerweise: Eigentlich sogar 4 besondere Ereignisse, nämlich am 9.11.18 Ausrufung der Republik)
gelöschter Benutzer

schrieb am 15.11.2009 um 18:29 Uhr:

Hi ihr!
Ich bin auch der Meinung von lulukas und frida.
Natürlich freut mich der Mauerfall auch, aber warum sollte ich
in Freudengeschrei ausbrechen, nur weil irgendein Politiker sagt
:,,Die Grenzen sind geöffnet" ?.
Ich finde es aber echt schrecklich, dass man Menschen erschossen hat,
nur weil sie weg wollten. Gut, dass diese Zeit vorbei ist.
frida (14)
Gast

schrieb am 15.11.2009 um 17:07 Uhr:

hey...ich bin völlig lulukas meinung! man kann einfach nicht von uns (damit meine ich die jahrgänge 88 bis heute) erwarten, dass wir großen anteil an dem nehmen, was vor 20 jahren da in berlin abging! nun gut, sicher hat das ganze etwas feierliches und glückliches, und ich denke, die meisten wissen soweit bescheid, als dass sie verstehen, worüber sich alle welt so riesig freut. aber müssen wir deshalb auch in freudengeschrei ausbrechen, wenn irgendein politiker in einer aufnahme von vor zwanzig jahren sagt: "die grenzübergänge sind nun geöffnet"??? ich habe mit meinen eltern das mauerfall-spektakel im zdf gesehen, meine mutter hat geheult, mein vater war auch ganz sprachlos...und dann fragten sie mich, warum ich mich nicht freuen würde! aber auf mich hatte das ganze keinerlei einwirkung, ich fand das alles einfach nur ein bisschen kitschig, mit gottschalk und so. naja, diskutiert noch schön weiter, meinen senf hab ich jetzt dazugegeben...;)

Lulukas (14)
Gast

schrieb am 11.11.2009 um 16:26 Uhr:

Ich bin mir sicher, dass wir (also alle unter 30 Jährigen) den Mauerfall nicht als das empfinden können, was er wahrscheinlich war. Können wir wirklich die Bilder vom 9.11.1989 verstehen, wo sich völlig fremde Ost- und Westdeutsche sich, mit Tränen in den Augen, in die Arme fallen? Ebenfalls bin ich mir sicher, dass 90% aller Deutschen über den Mauerfall entzückt waren, weil sie ein geeintes Deutschland wieder wollten. Die Ostdeutschen waren sowieso sicher erfreut, da die DDR ein Unrechtsstaat war, wo man niemanden trauen konnte (---> Stasi, hierbei möchte ich nur einmal kurz Berlin-Hohenschönhausen, ein Stasigefängnis, erwähnen, das ich besichtigt habe, SCHOCKIEREND!!!), benachteiligt war (nicht nur gegenüber anderen Ländern auch gegenüber den Parteihohen--->diese wohnten in Villas, waren ziemlich reich, fuhren keinen Trabi... und das im Kommunismus, wo jeder gleich ist, wo allen alles gehört?) Sicher könnte man jetzt wie westdeutschland sagen, dass die Wiedervereinigung nicht grade einen ökonomischen Boom (für die BRD) brachte^^(eigentlich das Gegenteil, aber egal), (außerdem kommt ja jetzt schon unter Ramsauer der "Aufbau West", kaum 20 Jahre später. NEIN! War ein Spaß! Sicher hat man damals sau viel Geld in den Osten gesteckt, aber dort war das Geld einfach nötig, bei diesen Verhältnissen dort..., das war ja kein Vergleich), jedoch muss man hier den sozialen Aspekt sehen, "dort wuchs zusammen, was zusammen gehörte", durch den Mauerbau wurden nicht "nur" Familien auseinander gerissen, nein, ein ganzes Volk wurde dadurch getrennt. Sicher besteht noch bei vielen Leuten im Kopf die Mauer, aber sind das alles nicht einfach Vorurteile, das gleiche gilt bei den Ausländern, sollten wir sie alle einfach rausschmeißen, nur weil manche Leute ausländerfeindlich sind bzw. (bei der Ost/Westtrennung) immernoch manche eine Mauer im Kopf haben? Sicher kam die Wiedervereinigung überraschend und, ja, fast zu schnell, aber wäre sie wirklich auch gekommen, wenn das dort nicht ein Zufall aus glücklichen Umständen in recht kurzer Zeit gewesen wäre (--->Schabowski)? Ich weiß nicht, denn die DDR entwickelte bereits einen "Demonstrantenrasenmäher", der dort jedoch noch nicht fertiggestellt war, glücklicherweise. So, hiermit beende ich meinen Kommentar mit noch einem Dankeschön an ein paar Personen, die maßgeblich zum Mauerfall beigetragen haben, z.B. Michail Gorbatschow, Helmut Kohl oder David Hasselhoff, nein Spaß , und im Gedenken an die vielen Mauertoten.
lg Lulukas
Leonie aus Berlin (13)
Gast

schrieb am 10.11.2009 um 16:34 Uhr:

Schon unglaublich das vor noch 2 Jahrzehnten das Land geteilt war und man nicht einfach so in den Osten und umgekehrt fahren konnte. Wir wohnen seit 5 Jahren in Berlin/ Prenzlberg (sind von Köln hergezogen) und ich kann mir nicht vorstellen das dass hier damals DDR war und eine Mauer uns vom Stadtteil West getrennt hat. Wir haben in der Schule viel über die Zeit gesprochen und haben auch die Mauerreste, Checkpoint Charlie, das Stasi-Museum und solche Sachen besichtigt was ich sehr intressant fande! Es ist wichtig das wir über unsere Geschichte bescheid wissen und ich finde es toll das wir jetzt wieder ein Land sind! Auch wenn es auch Probleme gibt durch die Wiedervereinigung wie­ die Kosten, die Arbeitslosigkeit und Rassismus im Osten und so. Ausserdem find ich es nicht gut wenn sich die Menschen noch anfeinden und von Ossis und Wessis reden und so. Leider machen das aber immer noch viele Leute!!!
Janina91 (18)
Gast

schrieb am 09.11.2009 um 20:57 Uhr:

Also dass es ein fehler war das überhaupt wieder ein Staat aus DDR und Westdeutschland wurde kann man so nicht sagen. Wer wünscht sich wirklich die Zustände der DDR zurück? Verwandte von mir haben auch dort gelebt und meine Eltern konnten sie nur ganz selten mal besuchen, das war's. Aber es sind schon Fehler gemacht worden so wie die Wiedervereinigung ablief. Quatsch ist dass die DDR einfach nur profitiert haben soll und der Westen das Nachsehen und die Kosten hatte! Die DDR wurde quasi geschluckt und dann kamen z.B. viele Immobilienhaie und raffgierige Geschäftemacher aus dem Westen um sich das Beste unter den Nagel zu reissen. In vielen Ost-Regionen ist ARbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit hoch und es ist kein Wunder dass die Jugend dort auf Abwegen ist oder Ältere denken dass es früher vielleicht doch besser war, weil es ihnen schlecht geht und sie kaum Unterstützung und Sicherheit haben. Klar haben sie dann keine Lust, sich auch noch von den "Wessis" anzuhören dass sie unerwünscht sind und ihnen nur auf der Tasche liegen.

DAs ist jedenfalls meine Meinung dazu! Wichtig finde ich: Wer darüber urteilt sollte sich auch ein wenig mit dem Thema auseinandersetzen! Bei uns kam es in Geschi ganz zum Schluss dran und war jetzt nicht soooo ausführlich Thema, aber immerhin haben wir schon was darüber gelernt.

MFG, Janina

peti (15)
Gast

schrieb am 09.11.2009 um 19:13 Uhr:

westdeutschland (14)
Gast

schrieb am 09.11.2009 um 17:05 Uhr:

Der Fall der Berliner Mauer war ein schlimmer historischer Fehler. Das hätte niemals passieren dürfen. Die Mauer hat die deutsche Wirtschaft in Ost und West aufrechterhalten und vor allen Dingen den westdeutschen Kommunen keine Kosten ("Aufbau Ost") beschert.

Und was die Wiedervereinigung anbetrifft: eine Zwei-Staaten-Lösung in Deutschland wäre sehr sinnvoll. Die Wiedervereinigung kam viel zu schnell. Deswegen gibt es heute "die Mauer in den Köpfen".

Ninja (14)
Gast

schrieb am 09.11.2009 um 16:48 Uhr:

Also ich finds echt schade wieviele heute (v.a. Kinder) gar nix mehr über die deutsche geschichte wissen, dabei ists grad mal 20 Jahre her! Als wir mal in der Schule drüber gesprochen haben konnten die meisten fast nix zur DDR sagen und wussten nicht wo die Mauer überhaupt langging. Eine Tante von mir hat in der DDR gelebt und hat mir schon viel davon erzählt. Sie findet das viele Leute aus dem Westen Vorurteile haben und in vielen Städten im Osten die Arbeitslosigkeit hoch ist und wenig Perspektiven und so. Da sind die Unterschiede zwischen Westen und Osten schon noch gross glaub ich. Wir waren vor 2 Jahren mal in Leipzig und Halle und auch da gab es noch ganz viele leerstehende Häuser die halb zerfallen waren und so.  Es muss sehr krass gewesen sein für die Menshcen damals in der DDR zu leben. Das können wir uns heut gar nicht mehr vorstellen!!!
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