An Weihnachten feiern die Christen die Geburt von ihrem Heiland Jesus Christus.
Da es nicht sicher ist, an welchem Tag Jesus geboren wurde, feierten die Christen in aller Welt anfangs an verschiedenen Tagen seine Geburt. Später beschloss man in Rom, das Fest auf den 25. Dezember zu legen. In den meisten Ländern feiert man noch heute diesen Tag, um dem frohen Anlass zu gedenken: Die Christen glauben, dass Maria in dieser Nacht in einem Stall in Bethlehem den "Sohn Gottes" zur Welt brachte.
Darstellung der Geburt Jesu in einem Stall in Bethlehem. (Quelle: Wikipedia)Als erster einheitlicher Weihnachtsfeiertag wurde der 6. Januar festgelegt. In Russland, Griechenland oder Serbien sind die meisten Christen nicht evangelisch oder katholisch, sondern orthodox. Diese orthodoxen Kirchen in Osteuropa feiern auch heute noch Weihnachten am 6. Januar.
In Rom, dem Sitz des Papstes, wurde dann im Jahr 336 beschlossen, das Fest umzulegen. Am 25. Dezember feierten die Römer nämlich damals ihren Sonnengott Sol Invictus . Da die Christen aber sicher waren, dass Jesus Christus das wahre "Licht der Welt" ist, haben sie das heidnische Fest einfach umgedeutet.
Die Weihnachtsgeschichte
Im Jahr 4 vor Christus hatte der römische Kaiser Augustus angeordnet, dass sein ganzes Volk gezählt werden sollte. Dafür mussten sich alle Männer auf den Weg in die Orte machen, in denen sie geboren worden waren. Unter den vielen Menschen, die sich nun aufmachten, waren auch Maria und Josef. Es war ein ganz schön langer Weg von Nazareth nach Bethlehem. Da sie nicht sehr reich waren, mussten die beiden sich zu Fuß auf den Weg machen, obwohl Maria hoch schwanger war.
In Bethlehem angelangt, suchten Maria und Josef eine Unterkunft - doch alle Betten waren belegt. Sie waren nicht die einzigen, die zur Volkszählung in die große Stadt gezogen waren. Schließlich fanden sie einen Viehstall, in dem sie sich zur Nacht niederließen. Dort bekam Maria ihr Kind.
Der Geschichte nach leuchtete genau zu dieser Zeit über dem Stall ein heller Stern auf. Einige Hirten auf dem Felde, die ihre Schafe hüteten, bemerkten den Stern zuerst. Dann erschienen ihnen Engel, die die Geburt des Heilands verkündeten, der die Welt erlösen und den Frieden bringen solle. Sie folgten dem Weihnachtsstern und fanden das Jesuskind in einer Futterkrippe liegen, wie es die Engel vorhergesagt hatten.
Die Hirten waren sehr bewegt und erzählten das Wunder überall weiter. So kamen noch viele andere Menschen, um das Wunder von Jesu Geburt zu bestaunen. Sogar Könige aus weit entfernten Gegenden hatten den Weihnachtsstern am Himmel leuchten gesehen und machten sich auf, diesem zu folgen. Sie kamen einige Tage später an der Krippe an und opferten dem gesegneten Kind Myrrhe, Weihrauch und Gold.
Jesus, der Heiland der Christen
Gipfelkreuz in den Dolomiten: Darstellung Jesu am Kreuz (Quelle: pixelio marathonman)So begann das Leben von "Gottes Sohn auf Erden". Gott ist im Christentum übrigens drei in eins: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Man nennt ihn daher auch dreieinigen Gott. Das weitere Leben von Jesus Christus ist im Neuen Testament in der Bibel aufgeschrieben.
Er tat viel Gutes, predigte Vergebung und Toleranz, setzte sich für Arme, Kranke, Außenseiter und Verbrecher ein und wurde schließlich vom römischen Stadthalter Pontius Pilatus zum Tode verurteilt, weil er zu viel Unruhe stiftete. Doch mit seinem Tod am Kreuz hat Jesus dem Christentum nach die Sünden aller Menschen auf sich genommen, die an Gott glauben und ist heimgekehrt zu Gott.
Christus soll so die gläubigen Menschen von ihren Sünden befreit haben, damit sie unbelastet Gutes tun können. Da er dem christlichen Glauben nach an Ostern in den Himmel auferstanden ist, ist auch Ostern und nicht Weihnachten das höchste Fest der Christen.