Alpinier Skilauf

von Kai Hirschmann - 10.02.2006
Teil 2 von 16

Wenn die Skirennläufer mit über 120 Stundenkilometern Geschwindigkeit die berühmte Kandahar-Abfahrt herunter sausen, dann bleibt dem Zuschauer schon mal der Atem stehen. Die spektakulären alpinen Skirennläufe gehören einfach zu Olympia dazu - allerdings erst seit 1932.

Der alpine Skirennsport entstand in den 1920er Jahren in den österreichischen und Schweizer Alpen. (Quelle: Olympische Winterspiele 2006 in Turin)

Zu den alpinen (das heißt "im Steilen ausgetragenen") Skirennen gehören neben der Abfahrt auch der "Super G", bei dem etwas mehr Kurven gefahren werden müssen, der Riesenslalom und der Slalom.

Bei den Olympischen Spielen 2006 werden die meisten dieser Rennen in Sestriere ausgetragen - etwa 100 Kilometer westlich von Turin. Auf der anspruchsvollen Kandahar-Piste finden die Abfahrt, der Super-G und die Kombination der Männer statt. Die Frauen messen sich dagegen auf der leichteren Piste von Cesana Torinese. Einige waghalsige Skirennläuferinnen haben sich darüber schon beschwert. Doch bei Olympia gehen auch Läuferinnen aus "exotischen" Skinationen an den Start. Auch sie sollten eine Chance bekommen, die Piste ohne Stürze und Knochenbrüche zu bewältigen.

Wettbewerbe Männer Frauen Abfahrtslauf Gold: Antoine Deneriaz (FRA)
Silber: Michael Walchhofer (ÖST)
Bronze: Bruno Kernen (CH) Gold: Michaela Dorfmeister (ÖST)
Silber: Martina Schild (CH)
Bronze: Anja Paerson (SWE) Kombination Gold: Ted Ligerty (USA)
Silber: Ivica Kostelic (KRO)
Bronze: Rainer Schönfelder (ÖST) Gold: Janica Kostelic (KRO)
Silber: Marlies Schild (ÖST)
Bronze: Anja Paerson (SWE) Super G Gold: Kjetil Andre Aamodt (NOR)
Silber: Hermann Maier (ÖST)
Bronze: Ambrosi Hoffmann (SUI) Gold: Michaela Dorfmeister (ÖST)
Silber: Janica Kostelic (KRO)
Bronze: Alexandra Meissnitzer (ÖST) Riesenslalom Gold: Benjamin Raich (ÖST)
Silber: Joel Chenal (FRA)
Bronze: Hermann Maier (ÖST) Gold: Julia Mancuso (USA)
Silber: Tanja Poutiainen (FIN)
Bronze: Anna Ottosson (SWE) Slalom Gold: Benjamin Raich (ÖST)
Silber: Rainfried Herbst (ÖST)
Bronze: Rainer Schönfelder (ÖST) Gold: Anja Paerson (SWE)
Silber: Nicole Hosp (ÖST)
Bronze: Marlies Schild (ÖST)


Olympiahoffnungen

Mit messerscharf geschliffenen Ski-Kanten erwischen die Skirennläufer auch auf Eisplatten jede Kurve. (Quelle: La Presse)Die österreichischen Skirennläufer und Skiläuferinnen haben bislang die Saison beherrscht und gehören bei den Männern und den Frauen zu den absoluten Top-Favoriten. In der Abfahrt werden Michael Walchhofer, Fritz Strobl und Hermann Maier um den Sieg mitkämpfen. Im Super G wird außerdem auch Hannes Reichelt zu beachten sein. Auch im Riesenslalom und Slalom kommt der Top-Favorit mit Benjamin Raich aus Österreich.

Marlies Schild, Kathrin Zettel und Nicole Hosp wetteifern bei den Frauen mit der Kroatin Janica Kostelic um die Slalom- und Riesenslalom-Krone, sowie Kombinations-Gold. In den schnellen Disziplinen sind Michaela Dorfmeister und Alexandra Meissnitzer die großen Favoritinnen.

Die Schweiz schickt mit Bruno Kernen, Abrosi Hoffmann und Didier Defago hoffnungsvolle Außenseiter in die Abfahrts- und Super G-Rennen. Didier Cuche ist im Riesenslalom und Daniel Albrecht im Slalom zu beachten. Die größte Schweizer Medaillenhoffnung ist aber Nadia Styger in den Speed-Disziplinen Abfahrt und Super G bei den Frauen.

Deutsche Skirennläufer gehen ohne große Medaillenchancen in die olympischen Rennen. Lediglich Alois Vogl im Slalom kann sich Außenseiterchancen ausrechnen. Die deutschen Damen können vor allem im Slalom, Riesenslalom und in der Kombination auf Annemarie Gerg, Martina Ertl-Renz und Monika Bergmann-Schmuderer hoffen.

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