Hallo Lulukas,
ich habe den Eindruck, dass du mich in einigen Punkten missverstanden hast. Ich versuche mal, mich etwas genauer auszudrücken:
-zum Schächten in Deutschland
Nach § 4a Tierschutzgesetz ist das Schächten nur in Ausnahmefällen mit der Erlaubnis einer Behörde zulässig. (einfach mal googeln)
-zur Mitbestimmung der Bevölkerung
Ich finde, eine Gemeinde sollte mitbestimmen dürfen, wie sie ihren Wohnort gestalten will. Alle Einwohner müssen mit großen Bauwerken leben. Deshalb sollte die Entscheidung der Mehrheit akzeptiert werden. Ich finde nur, dass sollte jeder Ort für sich entscheiden und nicht landesweit abgestimmt werden und gesetzlich verankert werden.
- zur Bedeutung von Ritualen bei der Religionsausübung
"Die Gedanken sind frei" heißt es in einem Volkslied und das gilt auch für die Beziehung der Menschen zu einer Gottheit. Wer sich von Türmen, Schlachten von Tieren und Weihnachtsbäumen abhängig macht, schränkt sich womöglich unnötig selbst ein, wenn er es nicht haben kann. Diese Rituale wurden von Menschen in die Welt gebracht, also kann er sie auch wieder abschaffen. Dazu hat, wer daran glaubt, Gott ihn schließlich befähigt.
-zum Einfluss der Lehren
Ich finde, die Menschen sollten genau überlegen, welchen guten und schlechten Einfluss eine Lehre (egal welche) hat. Zweifellos hat sie eine Wirkung. Denn der "Erfinder" hatte ja eine bestimmte Absicht und wollte das Handeln anderer Menschen damit beeinflussen. Man sollte deshalb zum Beispiel überlegen, unter welchen Umständen diese Lehre entstanden ist und ob dies heute auch noch gültig und sinnvoll ist. Ich finde es sehr wichtig, dass Menschen über ihr Leben selbst bestimmen, es selbst gestalten dürfen. Und da sich die Welt im Laufe der Zeit ändert, müssen solche Lehren und Richtlinien, die das Leben der Menschen regeln, auch immer wieder hinterfragt und ggf. angepasst werden. Das Gilt für religiöse Gebote und Rituale, wie auch für die Menschenrechte. Man wird feststellen, dass einiges sinnvoller und deshalb auch beständiger ist, als anderes.
Übrigens wollte man, wenn man sich selbst zutraut zu erkennen, was richtig und falsch ist, es auch anderen zubilligen. Ich finde deine Einstellung, der Bevölkerung das Mitspracherecht vorzuenthalten, bedenklich und arrogant.