Der "Safer Internet Day" findet jährlich am zweiten Dienstag im Februar statt, um auf die Risiken des Internets aufmerksam zu machen. Ziel ist es, die Sicherheit im weltweiten Netz zu fördern. Das Internet stellt für viele eine Plattform dar, um Informationen zu verbreiten, Meinungen kundzutun und neue Leute kennen zu lernen. Singlebörsen sprießen aus allen Ecken, Chatrooms locken die User. Immer wieder nutzen auch Kriminelle die Anonymität des riesigen Netzwerkes für ihre Zwecke. Zum einen sind Abzocker-Geschäfte und Schadprogramme ein großes Problem, zum anderen bietet das Internet auch ein Forum für Gewalt, Pornographie und kriminelle Machenschaften. Was musst du unbedingt beachten, um dich zu schützen?
Der "Safer Internet Day" soll die Sicherheit im Internet verbessern. Wichtig ist, dass die Nutzer aufgeklärt werden. (Quelle: Pixelio (S. Hofschlaeger))In vielen europäischen Städten gibt es jährlich am "Safer Internet Day" Veranstaltungen, um über die Gefahren im Internet aufklären. Ziel ist es, die Nutzer zu informieren, besser zu schützen und die Sicherheit im Internet zu verbessern. Das Internet ist heute nicht mehr wegzudenken und gewinnt an Bedeutung. Immer mehr Menschen nutzen das weltweite Netz, um sich zu informieren, sich mit anderen auszutauschen, Informationen bereitzustellen, kreativ zu werden, Kontakte zu knüpfen oder einfach zu "shoppen".
Doch im Internet lauern auch Risiken, die nicht zu unterschätzen sind. Vor allem Kinder und Jugendliche sind gefährdet. Sie gehen häufig viel zu leichtfertig mit den Risiken des Internets um und müssen unbedingt einige Regeln beachten. Denn das Internet bietet nicht nur viele Möglichkeiten, es birgt auch unzählige Gefahren. Zum einen stellen natürlich lästige Computerviren sowie Abzockereien eine Gefahr dar. Außerdem ist das weltweite Netz auch ein Forum für Gewalt, Pornographie und illegale Machenschaften. Leider müssen wir uns immer wieder klar machen, dass sich im Internet viele fragwürdige Gestalten tummeln, die die Anonymität des riesigen Netzwerkes für ihre Zwecke nutzen und versuchen, unter einem ihrer Tarnmäntel an andere heranzutreten.
Viren, Trojaner, Hacker und Kriminelle im Netz
Computerviren können Daten verändern oder löschen und den Computer beschädigen. Wichtig ist ein guter Virenschutz. (Quelle: Pixelio (Martina Taylor))Mehr als jeder Fünfte Internetnutzer hat sich schon einmal einen Computervirus eingefangen. Viele User bekommen überhaupt nicht mit, dass sich ein solches Programm auf der Festplatte eingenistet hat. Auf verschiedenste Arten werden sie illegal im Internet verbreitet. Solche Viren können Daten verändern oder löschen und den Computer beschädigen. Als Trojaner werden Programme bezeichnet, die als nützliche Anwendung getarnt sind, eigentlich aber einen ganz anderen Zweck erfüllen. Sie können zufällig auf fremde Rechner gelangen oder mit Absicht eingeschleust werden.
Der Computer sollte also zum einen über einen guten, aktuellen Virenschutz verfügen und beim Surfen sollten die Sicherheitsregeln beachtet werden. Computerviren sind zum Beispiel in manchen Texten, Bildern oder Programmen versteckt, die man herunterlädt. Sie werden auch durch Attachments, also Anlagen in E-Mails, verbreitet. Bei Attachments von unbekannten Absendern sollte man also vorsichtig sein. Ebenso Angriffe von Hackern häufen sich. Aus unterschiedlichen Gründen versuchen Kriminelle, in fremde Computersysteme einzudringen. Manchmal geht es nur um ihren "Erfolg", oft nutzen sie den Zugriff aber auch, um zum Beispiel anonym - also unbekannt - über den Computer anderer mit kriminellen Dingen zu handeln oder um an geheime Daten zu gelangen.
Das Internet wird von vielen für zweifelhafte oder verbotene Machenschaften genutzt. Überall lauern Abzocker, fragwürdige Inhalte werden verbreitet oder illegale Geschäfte gemacht. Man tritt an andere heran, um sie zu betrügen oder für seine Ideen zu gewinnen. Oder es wird mit Gewalt verherrlichenden und pornographischen Bildern und Videos gehandelt. Häufig wird versucht, beim Online-Handel mit Musik, Klingeltönen und weiteren Dingen den Usern Geld aus der Tasche zu ziehen. Wirst du dazu aufgefordert, Geld zu bezahlen, Kreditkartennummern, Telefonnummern oder andere Daten anzugeben, verlasse diese Seite. Vor einem Einkauf im Internet solltest du lieber deine Eltern um Rat fragen.
Risiken beim Chatten
Immer mehr Menschen nutzen das Internet, um Leute kennen zu lernen. Das birgt allerdings einige Gefahren. (Quelle: pixelio)
Außerdem kommt es immer wieder vor, dass junge Menschen an eine fremde Person in einem Chatroom vertrauliche Informationen weitergeben oder sich sogar mit ihnen treffen. So kam es schon mehrfach vor, dass Jugendliche, die sich in diese gefährliche Lage begaben, von ihrer Internetbekannschaft schließlich bedrängt und belästigt oder gar Opfer einer Vergewaltigung wurden.
Immer wieder nutzen Straftäter vor allem die Gutgläubigkeit junger Menschen aus, die Kontakte über das Internet knüpfen wollen. In den USA beispielsweise haben Anfang 2007 vier Familien gegen das riesige Netzwerk MySpace geklagt, da ihre Töchter auf dieser Plattform ihre Vergewaltiger kennenlernten. MySpace hat ungefähr 93 Millionen Nutzer, viele von ihnen haben dort gleich mehrere Profile. In einem solchen Profil beschreiben sich die User selbst: Teils so, wie sie wirklich sind, teils so, wie sie gerne wären. So suchen sie den Kontakt zu anderen MySpace-Mitgliedern.
Endlich mal ein anderer sein...
Viele geben sich im Internet als jemand anderes aus. Du weißt also nicht, wer sich hinter deinem Gesprächspartner wirklich verbirgt. (Quelle: stock.xchng)
Angeblich sollen Minderjährige dort sicher sein und sich nur mit anderen Kindern und Jugendlichen ihres Alters unterhalten können. Aber wer sich im Internet auskennt weiß, dass so etwas nur schwer zu garantieren ist. Diese so genannten "sozialen Netzwerke" dienen dazu, neue Leute kennenzulernen. Dagegen wäre auch nichts zu sagen, wenn alle die gleichen Absichten hätten.
Die Anonymität, die einen Dank des Internets umschließt, wird auch gerne von Menschen genutzt, die nicht nur "Gutes" wollen. Viele Pädophile (also Menschen, die sexuelle Neigungen für Kinder empfinden) oder andere Kriminelle tummeln sich in den Weiten des Internets. Das Außergewöhnliche am Internet ist, dass du dich praktisch neu erfinden kannst - aber auch das Gefährliche. Denn das kannst nicht nur du, sondern auch derjenige, der am anderen Ende der Leitung sitzt. Nicht alle sind also das, was sie vorgeben zu sein. Was beweist es schon, sich zwei Stunden als netter, aufgeschlossener Mensch auszugeben, dabei etwas Interesse vorzuheucheln und unglaublich mitfühlend zu erscheinen? Genau so treten viele dieser Menschen auf, die sich dein Vertrauen erschleichen möchten. Deshalb müssen sich die User immer fragen: Wie weit darf ich gehen?
Gib niemals Name oder Adresse an!
Oberstes Gebot ist es, auf keinen Fall seinen Namen, seine Adresse oder seine Telefonnummer anzugeben. (Quelle: pixelio)Auf keinen Fall solltest du deinen richtigen Namen, deine Heimatstadt oder gar deine Adresse und Telefonnummer nennen. Immer häufiger kann man in den Medien verfolgen, dass auf diese Art schlimme Taten vorfallen. Viele denken, dass es sie bestimmt nicht treffen wird und sie die Situation richtig einschätzen können. Es sind aber nicht immer die anderen, die es trifft. Auch man selbst kann zu einem Opfer werden - oder ein Freund, jemand aus der Familie, der Schule, aus deinem näheren Umfeld. Erst in diesem Moment wird vielen klar, wie greifbar nah die Gefahr eigentlich ist.
Deshalb solltest du dich vor solchen Übergriffen schützen, indem du dir einige Richtlinien und Tabus setzt, die du auf alle Fälle einhältst. Du solltest auch deine Freunde und Bekannten vor den Gefahren des Internets warnen. Lass' nicht zu, dass dir andere zu nahe kommen, dich unter Druck setzen oder dir drohen. Du hast Rechte, und eines der wichtigsten ist das Recht auf Privatsphäre und auf Schweigen. Hast du das Gefühl, bedrängt zu werden oder werden dir Fragen gestellt, die du nicht beantworten möchtest, dann nimm dir das Recht und schweige. Du stehst in keiner Pflicht, solchen Aufforderungen nachzukommen. Und mache dir bei Internet-Bekanntschaften immer klar, dass dein Gegenüber nicht unbedingt das ist, was er vorgibt zu sein.
Wer spricht da mit mir? - Schütze dich und andere
Wenn du dich bedrängt fühlst oder dir etwas merkwürdig vorkommt, dann antworte nicht und setze den Gesprächspartner auf die Ignore-Liste. (Quelle: pixelio )In vielen Chats hast du die Möglichkeit, andere Chatter auf eine so genannte "IGNORE-Liste" zu setzen. Sie können dich dann nicht mehr anschreiben. Lass' dir kein schlechtes Gewissen machen, wenn dir die Fragen oder Vertraulichkeiten des anderen zu weit gehen oder du etwas nicht möchtest. Auch wenn angeblich schon so viele andere Chatter auf eine Frage antworteten, ist es noch immer deine Entscheidung, wenn du etwas nicht mitteilen möchtest. Wenn dir ein Gespräch komisch vorkommt, brich es ab, und meide den Kontakt zukünftig. Erzähle deinen Eltern davon. Vielleicht kannst du den entsprechenden Chatter auch bei dem Betreiber der Webseite bekannt machen.
Wichtigste Regel ist immer noch, dass du nie deine persönlichen Daten herausgibst. Mit Informationen über deinen Namen und deine Heimatstadt können viele auch leicht deine Adresse herausfinden. Du könntest so nicht nur dich, sondern auch die Menschen in deinem Umfeld gefährden. Darüber hinaus solltest du dir auf jeden Fall einen Chatroom aussuchen, der überwacht wird. Im Artikel von "chatten-ohne-risiko.net", der unten verlinkt ist, findest du solche Chatrooms. An einem netten Gespräch im Chat ist nicht unbedingt etwas auszusetzen, die Grenzen sind dabei aber wichtig. Am besten und am unbedenklichsten ist es, wenn du die Möglichkeiten des Chattens nutzt, um dich mit deinen Freunden und Bekannten zu unterhalten.
Wie schätzt du die Gefahren des Internets ein? Hast auch du schon einmal Leute im Internet kennen gelernt? Bist du oft am Chatten und hast du regelmäßige Kontakte zu bestimmten Usern? Hältst du dich immer an die Sicherheitsvorschriften? Hast du schon einmal unangenehme Erfahrungen mit anderen Chattern gemacht? Tausche dich mit anderen Lesern im Forum aus.