ich selbst leide seit fast einem halben jahr an magersucht.befinde mich aber schon drei monate in ärtztlicher behandlung.erst ambulant und als das nichts geholfen hat stationär.heute freue ich mich wahnsinnig mal einen tag zu hause zu sein, raus aus der klinik...wusstet ihr das jedes dritte mädchen an einer essstörung leidet(wenn auch nur im unterbewusstsein und im sehr frühen stadium)!!!das dumme ist das man nicht merkt wie sich die krankheit anschleicht.als ich die diagnose ,,ihre tochter hat typische anorexia nervosa'' gehört habe, dachte ich auch:ach quatsch der labert doch nur müll.ICH doch nicht.ICH die lange zeit immer als kleines moppelchen dastand.ICH hab doch nur in drei monaten 15 kilo abgenommen.
zum glück musste ich jetzt nicht all zu viel zunehmen.doch ich fühle mich wie ein elefant.oder ein nielpferd.richtig verstehen können uns eigentlich nur WIR, wir die selbst krank sind.andere denken, dass sie die qualen kennen, oder verstehen und nachvollziehen können(so empathisch istkeiner).aber das glaube ich nicht.allein die aussage, dass magersüchtige nur hungern um auszusehen wie models auf dem catwalk, spricht dagegen.es steckt viel mehr dahinter.man will anders sein,etwas besonderes.man will zeigen wie ehrgeizig man ist, dass man alles schafft, auch wenn andere nicht an dich glauben.mitlerweile ist mir klar geworden, dass ich nicht anders bin als unsere gesellschaft von heute es will.ich habe mich angepasst.das, was ich eigentlich nicht wollte. und noch etwas zu der aussage:ich könnte mir nicht vorstellen durch hungern abzunehmen, weil mir das einfach viel zu schwer fallen würde. :ich habe früher gern gegessen.nie hätte ich früher ein gedanken an soetwas wie kalorien verschwendet.dohc wenn man willig zu einer sache ist, dann schaft man alles.das ist wie bei terroristen.wenn die selbstmord begehen wollen, können sie am nächsten tag schon im cockpit sitzen und dein flugzeug nach miami fliegen, wo es nie ankommen wird.mitlerweile kann ich als lebende kalorientabelle durchgehen.das sich so viele zahlen mal in meinem kopf ansammeln konnten....aber wie gesagt:das geschieht unbewusst.wie soll man auch darauf nicht draufgucken,wenns überall draufsteht.dann informiert man sich über den tagesbedarf von jugendlichen.dann reduziert man:zuerst:süßes.WEG.dann fleisch.WEG.dann kohlenhydrate.WEG...und das ging bei mir immer weiter, bis ich nur noch salat gegessen habe.natürlich ohne dressing oder solche fettbomben wie käse.gegen den hunger trinkt man enfach literweise wasser.ich selbst habe ungefähr sechs l getrunken.ich kam auf ca. 200-450 kcal am tag.das war die obere grenze.jetzt muss ich 2000 kcal essen, würde es aber, das weiß ich, nicht weitermachen,wenn ich jetzt nicht in der klinik wäre.irgendwann bemerkt man dann gar nicht mehr, dass die haare in massen ausfallen.für mich ist es normal da ich nach dem haarekämmen zwei hände voll haare in den in der faust habe.es wird normal, dass man friert.man will frieren,man will hungern und ein schmerzendes knurren im magen:man will den schmerz und empfindet ihn als angenehm.
sport bis zum umfallen.4 mal je eine stunde joggen mindestens.oder schwimmen.am ende bin ich dabei fast untergegluckert,habe keine luft bekommen.ich war mit meiner mama im schwimmbad.danach stand fest,dass ambulant nicht mehr reicht,dass die krankheit mich schon zu sehr aufgefressen hat.heute bin ich zum zweiten mal nach 2 monaten zuhause.aber auch nur wegen silvester...und ich merke jetzt schon,dass ich reduziere und wege finde meine eltern hinters licht zu führen.ich wills ja eigentlich nicht mehr,ich will wieder normal sein.aber bis ich wieder normal lebe dauert es wohl noch.