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Forumsthema: Deutsch-Pflicht auf dem Schulhof?

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Eine Berliner Schule hat ihren Schülern verboten, sich in der Pause, auf Ausflügen und auf Klassenfahrten in ausländischen Sprachen zu unterhalten. Denn viele ausländische Kinder sprechen nicht gut Deutsch und haben dadurch Nachteile in der Schule. Was hältst du von der Deutsch-Pflicht? Ist sie sinnvoll oder eine Schikane für alle Schüler, die nicht mit der deutschen Sprache aufgewachsen sind? Was würdest du dazu sagen, wenn in deiner Schule ausländische Sprachen verboten wären? Lies dazu auch den Beitrag "Deutsch-Pflicht auf dem Schulhof", der unten verlinkt ist.

Hintergrundinfos:
Deutsch-Pflicht auf dem Schulhof
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Andreas Fischer
(Redaktion)

schrieb am 20.11.2006 um 20:28 Uhr:

Liebe Leserinnen und Leser,
 
jeder darf im Helles-Köpfchen-Forum mitdiskutieren, solange er/sie die Forumsregeln einhält. Wir bitten euch also darum, egal ob jung oder alt, die anderen nicht zu beleidigen, sondern auf sachliche Art und mit Argumenten eure Meinung wiederzugeben.

Viele Grüße, eure Redaktion

Ramon (24)
Gast

schrieb am 20.11.2006 um 19:59 Uhr:

Hallo,

ich bin vielleicht schon ein bisschen zu alt für dieses Forum, aber sollen halt die Admins entscheiden, ob sie das frei geben:

ich denke, dass die Vergangenheit Deutschlands niemals vergessen werden sollte, damit so etwas nie wieder passiert! Luisa, wenn du meinst, es sei ja jetzt alles schon so lange her - da irrst du dich gewaltig!!! Ich gebe euch allen einen Rat: besucht doch mal das Holocaust-Mahnmal in Berlin. Versucht mal, euch vorzustellen, was damals in Deutschland passiert ist, vor gerade einmal 60 Jahren. Es ist unvorstellbar, aber gerade deshalb darf man nicht den Fehler machen und glauben, dass wir - die Deutschen - jetzt alles hinter uns gelassen haben und keinerlei geschichtliche Verantwortung mehr tragen.

Zu Web und Luisa: eure Haltung ist sehr elitär, was dieses Thema angeht. Zitat: "die Ausländer wollen nur einen besseren Job und unseren hohen Lebensstandard." Das heißt also: Uns steht das alles (aufgrund unserer Herkunft, denn wir sind ja in Deutschland geboren) von Natur aus zu. Andere haben eben Pech gehabt. Steckt in diesem Gedanken nicht schon der Keim des Rassismus: "Wir sind eben besser als die". Und andererseits wollt ihr lieber nichts von der deutschen Vergangenheit wissen, denn sie ist ja schon so weit weg. Dabei ist diese Vergangenheit auch zum großen Teil mit daran schuld, wie es Menschen in anderen Ländern geht!

Ihr macht schon den Fehler, den viele Erwachsene machen: Ihr sorgt euch nur um euren eigenen Wohlstand. Hilfe, der Steuerzahler ist in Gefahr! Weg mit den Ausländern, die uns alles wegnehmen wollen... Habt ihr mal gesehen, wie viele Millionen von Kindern auf der Welt in bitterster Armut leben?

Luisa, bist du die Luisa, die die Kolumne zum Thema Neo-Nazis geschrieben hat? Das kann fast nicht sein, aber ich frag trotzdem mal.

Schalom!

Ramon

Larah (17)
Gast

schrieb am 20.11.2006 um 19:29 Uhr:

Also Luisa, die Argumente ,die wir genannt haben sollen verdeutlichen dass unter anderem auch Deutschland schon daran beteiligt war dass Kriege geführt und Menschen umgebracht wurden. 

1. Natürlich hatten auch die Deutschen Kolonien in Afrika, auch wenn z.B. Frankreich oder Großbritannien mehr hatten. Und du willst behaupten dass das ja schon so lange her ist und keine Rolle mehr spielt? Dann beschäftige dich bitte mal damit. Denn: Die Kluft Armut/ Reichtum also das Nord-Süd-Gefälle wurde dadurch immer größer dass sich manche Nationen auf Kosten anderer (in dem Fall Afrika) bereichert haben, die willkürlich festgelegten Grenzen aus der Kolonialzeit (Kongokongre­ss Berlin mit DEUTSCHER BETEILIGUNG­) sind bis heute Hauptursache vieler Bürgerkriege in Afrika. Die afrikanischen Länder sind zwar auf dem Papier unabhängig geworden aber immer noch wirtschaftlich total abhängig von ihren früheren Kolonialmächten. Die Industrieländer - auch Deutschland - tragen mit Wirtschaft und Handel einen großen Teil dazu bei, dass die Armut in vielen Entwicklungsländer­n groß ist - auch wenn man auf der anderen Seite Entwicklugshilfe betreibt. Deutschland (und andere Länder) importieren zum Beispiel für niedrige Preise viel Getreide aus armen Ländern für ihre Massenproduktion und dort hungern viele Menschen. In Afghanistan zum Beispiel bauen viele Landwirte lieber Drogen an die ihnen die Industrieländer abkaufen, als Lebensmittel für die hungernde Bevölkerung. Durch den Welthandel werden viele Entwicklungsländer benachteiligt oder sogar ausgebeutet.

2. Du meinst es sind nicht mehr viele Opfer aus dem Dritten Reich? Wie kann man so etwas sagen wo es gerade mal sechzig Jahre her ist dass viele Menschenleben ausgelöscht wurden. Es waren übrigens nicht nur Juden, da du behaupten willst die meisten von ihnen würden jetzt in Israel leben. Abgesehen davon leben auch viele Juden in Amerika oder sonstwo. Aber egal. Es wurden auch andere Menschen wie Homosexuelle, Sinti oder einfach nur Menschen, die gegen die Nazis waren umgebracht. Es ist noch nicht lange her, es leben noch Menschen die die Grausamkeit mitbekommen haben und es leben ihre Kinder, die auch noch darunter leiden. Wie kann man so tun als sei das mal so abgeschlossen?

3. Einerseits sagst du dass die Flüchtlinge unseren Wohlstand wollen und unsere "gute Sozialabsicherung", auf der anderen Seite kann es sich Deutschland also "nicht mehr leisten" mehr Flüchtlinge reinzulassen? Damit wir nicht soviel von unserem Wohlstand abgeben müssen an die Leute, die von Hungersnot, Krieg und Diktatur fliehen? Natürlich flüchten sie in Länder, wo es ihnen besser geht als dort, wo sie verhungern oder umgebracht werden. Und wir wollen dann einfach mal so sagen dass es reicht und wir niemanden mehr reinlassen? Wie du schon richtig sagst, es geht uns ja noch relativ gut, trotz hoher Staatsausgaben, Verschuldung usw.

4. Wir haben ein paar Beispiele aufgezählt wo auch Deutschland (in der Vergangenheit) an Krieg, Völkermord, Leid oder Armut und Ausbeutung beteiligt (oder sogar hauptsächlich verantwortlich) war und Beispiele wo es auch in der Gegenwart noch so ist. Das sollen keine Argumente sein um klar zu machen, dass wir nicht einfach mal so sagen "das Tor ist zu" und "Was haben wir mit den Flüchtlingen zutun"? Und vergiss mal nicht das viele Kriege oder Eroberungen Folgen für die Völker haben, die bis in die Gegenwart reichen. Wenn du das nicht so siehst, beschäftige dich bitte noch mal tiefer mit der Geschichte.  

Noch etwas: Es ging hier eigentlich um Deutschpflicht und es wurde nicht erklärt wie eine PFLICHTREGELUNG (nicht etwas Freiwilliges) anders als durch Bespitzelung durchzusetzen wäre. Ansonsten könnte man es nämlich auch lassen weil sich dann auch nichts ändern würde.

gelöschter Benutzer

schrieb am 20.11.2006 um 18:51 Uhr:

Ich will damit nicht sagen dass ich web recht gebe, aber die Beispiele die ihr hier aufführt finde ich nicht als gerechtfertigt um sie als Gegenargumente zu webs Ansichten vorzubringen. Ja Deutschland war eine Kolonialmacht, aber das ist doch schon Ewigkeiten her. Außerdem hatten sie vorallem Kolonien in Amerika, nicht in Afrika. Die paar Leute die noch da sind und die beim 2. Weltkrieg wirklich Schaden genommen haben, sind 1. nur noch sehr wenige, 2. würden sie sowieso nicht nach Deutschland zurück kommen und 3. die Hinterbliebenen der Opfer leben jetzt in Israel und die kommen bestimmt nicht darauf nach Deutschland zu flüchten, dazu haben sie überhaupt keinen Anlass. Sowieso stört mich die Sache mit den Flüchtlingen. Flüchtlinge dürfen nämlich nach Deutschland kommen, wenn sie in ihrem Land einer direkten Bedrohung ausgesetzt sind und sie dürfen in den meisten Fällen auch so lange bleiben, bis für sie keine Gefahr mehr besteht. Der Flüchtlingsanteil der die Ausländerzahl in Deutschland ausmacht ist aber sowieso vernichtend gering. Große Flüchtlingsströhme kommen nämlich nicht einfach so in ein Land spaziert, sondern leben dann in Flüchtlingslagern, meist im eigenen Land weiter. Die Ausländer die nach Deutschland kommen, wollen in der Regel einen besseren Job haben und in besseren Lebensumständen wohnen. Nicht nur die hohen Sozialabsicherungen, sondern auch der allgemein sehr hohe Lebensstandart, bewegen Leute aus ärmeren Ländern nach Deutschland zu kommen. Und deshalb finde ich es auch durchaus gerechtfertigt Leute wieder abzuschieben, wenn sie kein Wort Deutsch sprechen und sich nicht durch eigene Einnahmen versorgen können. Dann kosten sie den Staat nämlich nur Geld und das kann er sich heutzutage nicht mehr leisten! So wie web es ausdrückt finde ich es aber ein bisschen zu hart vormuliert. Es war nämlich Deutschland der sich die ausländischen Arbeitskräfte geholt hat, weil Deutschland selber nicht genug davon hatte. Und das man nicht bedacht hat, das diese Arbeitskräfte nach 30 Jahren vielleicht nicht wieder zurück wollen, dafür können die Ausländer überhaupt nichts.
Larah (17)
Gast

schrieb am 20.11.2006 um 18:17 Uhr:

@web: Nicht zu fassen deine Ansichten. Ok, überleg dir mal, was dein lobenswertes Deutschland sowohl im Ersten als auch im Zweiten Weltkrieg für eine Rolle hatte!!! Das Dritte Reich in dem Millionen von Menschen vergast oder anders getötet wurden ist noch nicht lange her. Deutschland war auch eine der Kolonialmächte, die andere Länder wie in Afrika ausgebeutet und versklavt haben. Viele Menschen wurden umgebracht. Manche breiten sich da jetzt noch aus und denken sie wären mehr wert als die dunkelhäutigen Menschen die sie für sich arbeiten lassen. Und zum großen Teil wegen den Grenzen die man während der Kolonialzeit einfach mal so festgelegt hat, gemeinsam mit anderen Ländern in Berlin im 19. Jahrhundert, gibt es jetzt noch blutige Bürgerkriege in vielen Ländern Afrikas und an der bitteren Armut dort sind wir und andere Industrieländer auch nicht unschuldig. Das sind nur mal ein paar weitere Beispiele wenn du meinst das wäre ja alles so harmlos. Belanglos? Fändest du es auch belanglos wenn man dich und deine Familie einfach mal so wegbombt weil du leider am falschen Ort warst? Du bist ein echter Ignorant, hast keine Ahnung von der Geschichte und der jetzigen politischen Situation aber Hauptsache sich was darauf einbilden wollen ein Deutscher zu sein und gegen Ausländerzuwanderung hetzen.  
web (14)
Gast

schrieb am 20.11.2006 um 17:02 Uhr:

Oh,das glaube ich nicht!Ich schrieb von einem Krieg und nicht von sowelchen total belanglosen Dingen.
Laubfrosch (14)
Gast

schrieb am 20.11.2006 um 16:07 Uhr:

@Web: Ich glaube da irrst du dich. Deutschland hat in den letzten Jahren
-Bomben auf jugoslawische Städte abgeworfen.
-beim Irakkrieg den USA Überflugrechte genehmigt
-beim Libanonkrieg tatenlos zugesehen wie Israel den Libanon "um 20-50 Jahre zurückbombte". Es hätte wenigstens seine Waffenlieferungen an Israel einstellen und den Krieg verurteilen können. Nach dem Krieg gab es 1 Mio Flüchtlinge.




web (14)
Gast

schrieb am 19.11.2006 um 19:39 Uhr:

Die Bundesrepublik Deutschland hat keinen krieg zu verantworten.Im gegenteil,sie spendete ja noch Milliarden Euro an Arme Menschen.

Laubfrosch (14)
Gast

schrieb am 19.11.2006 um 12:56 Uhr:

@Web: Ich verstehe nicht was es gegen Flüchtlinge zu sagen gibt... Die meisten wollen ja arbeiten, finden nur keine, da sie nicht richtig deutsch können. Einerseits heißt es "Die Deutschen werden immer weniger" andererseits schiebt man Flüchtlinge ab und stellt sie unter Generalverdacht Terrorismusbefürworter zu sein. Im Übrigen haben wir Mitschuld an den Flüchtlingsströmen: Die Menschen gehen nicht nach Deutschland, weil dort das Wetter schön ist, sondern um Armut und Krieg (für die wir zum Teil Mitschuld tragen) zu entkommen.
gelöschter Benutzer

schrieb am 19.11.2006 um 11:25 Uhr:

Wer hier leben will sollte auch unsere Sprache beherrschen oder sie lernen wollen!Und das ist doch kein leben für Ausländer wenn sie kein Wort verstehen und der Alltag zum Alptraum wird!

zurück zum Thema:Auch Kinder werden sich nicht richtig einleben können wenn sie kein Wort verstehen.Und auf dem Schulhof ist man dann eh Außenseiter!Ich kenn so ein Fall:mein Freund hat mir erzählt das auf seine Schule ein russischer Junge gekommen ist der kein einziges Wort deutsch schpricht!Der hat keinen einzigen Freund das is doch schrecklich oder nich?!
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