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Forumsthema: Deutsch-Pflicht auf dem Schulhof?

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Eine Berliner Schule hat ihren Schülern verboten, sich in der Pause, auf Ausflügen und auf Klassenfahrten in ausländischen Sprachen zu unterhalten. Denn viele ausländische Kinder sprechen nicht gut Deutsch und haben dadurch Nachteile in der Schule. Was hältst du von der Deutsch-Pflicht? Ist sie sinnvoll oder eine Schikane für alle Schüler, die nicht mit der deutschen Sprache aufgewachsen sind? Was würdest du dazu sagen, wenn in deiner Schule ausländische Sprachen verboten wären? Lies dazu auch den Beitrag "Deutsch-Pflicht auf dem Schulhof", der unten verlinkt ist.

Hintergrundinfos:
Deutsch-Pflicht auf dem Schulhof
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web (14)
Gast

schrieb am 18.11.2006 um 16:47 Uhr:

Die Schweiz macht das doch genau so!ich hab eigentlich nichts gegen ausländer,doch ich finde es schlimm wenn sich flüchtlinge aus aller welt hier niederlassen und sich vom deutschen staat bezahlen lassen.irgendwann muss mal schluss sein.
Dana (16)
Gast

schrieb am 17.11.2006 um 19:27 Uhr:

Hallo web, hört man dich so reden braucht man sich über das Klischee mancher Ausländer gar nicht mehr zu wundern über "deutsche Neonazis". Ausländersperre? "Die Ausländer, die dann nicht mehr ihre Sprache in unser Land bringen?" Wie furchtbar! (Das war jetzt natürlich ironisch gemeint). Sie bringen übrigens auch ihre Kultur mit, nur deshalb haben wir so eine vielfältige Kultur bei uns. Und nach dem Zweiten Weltkrieg haben sie viel für die deutsche Wirtschaft getan. Ich finde es super dass es so viele türkische Geschäfte, Pizzerien, indische Läden usw. gibt. Die Ausländer haben unser Land mitaufgebaut und jetzt, weil es uns nicht mehr passt, wollen wir sie nicht mehr? Und wir lassen keine weiteren rein? Zum Beispiel Flüchtlinge, die von schlimmen Zuständen, Kriegen, Arbeitslosigkeit, Armut und Gewalt geflohen sind? Nur weil wir das Glück haben in einem demokratischen Land im Wohlstand geboren zu sein dürfen wir das nur für uns beanspruchen und die anderen müssen sehen wo sie bleiben? Unglaublich so eine Meinung. Beschäftige dich mal mehr mit dem Thema das kann ja nicht dein ernst sein.

Zum Thema Deutschpflicht: Ich bleibe dabei, dass andere Lösungen gefunden werden müssen als Zwang und Persönlichkeitseinschränk­ung. Aber selbst die Leute die meinen, es würde etwas bringen, sollen mir doch bitte mal erklären, wie es anders umzusetzen ist als durch Dauer-Bespitzelung! Wird es nicht überprüft dann machen es die Schüler ja doch nicht. Würden sie es freiwillig tun bräuchte man kein Verbot.

mom von 4 mädchen (50)
Gast

schrieb am 16.11.2006 um 23:35 Uhr:

Ich denke, es ist richtig, wenn auf dem Schulgelände prinzipiell deutsch gesprochen wird! Wer in Deutschland leben möchte, soll auch die Sprache üben! Ich könnte mir nicht vorstellen, in ein fremdes Land zu gehen (egal, welches!) und zu schauen, wo ich deutsche Menschen finden kann, um zu kommunizieren! Das bedeutet Abstand halten! Man sollte schon lernwillig sein und sich anpassen wollen! Auch von der Sprache her! Anders herum würde es nämlich bedeuten, dass die Menschen, die schon immer mit dieser Sprache vertraut sind und hier leben, sämtliche Sprachen, die ins Land kommen, lernen sollten! Oder?

Ich glaube sogar, dass diese Pflicht, auf deutschen Lehrraum deutsch zu sprechen, dem weit besseren Miteinander dientlich ist und auch dem (Deutsch)unterricht!   

Auch finde ich es traurig, wenn sich Grüppchen bilden in den Pausen und in fremder Sprache wird über die eigenen Kameraden und Lehrer gelacht und gespottet. Dies ist keines Falles zu verallgemeinern, aber leider oft eine Tatsache!

Meine Kinder sind auch mit Anderssprechenden befreundet - diese sprechen gern deutsch und sind stolz, dass sie noch ihre Muttersprache als Zweitsprache beherrschen! Hut ab! Das heißt am Ende also mehrere Sprachen lernen, da ja die Schule auch noch ein oder zwei dazu verlangt! Aber Vorrang sollte immer die haben, wo man lebt und verstanden werden will!  

gelöschter Benutzer

schrieb am 16.11.2006 um 19:15 Uhr:

Zu Luisa: Kein Ausländer würde sich hinstellen und sagen:"Pech gehabt, ich rede jetzt nur z.B. Ägyptisch!" Schließlich verstehen sie sehr wohl das sie dann fast keiner versteht!

Zu Dana: Bin ganz deiner Meinung!

web (14)
Gast

schrieb am 16.11.2006 um 15:30 Uhr:

Gut,das mit der übersozialistischen regierung werde ich NICHT zurücknehmen,aber dass ist jetzt eigentlich nicht von belang.Die Schweiz macht es so das nur ein bestimmter Anteil an Ausländern dort wohnhaft seien darf.So kommen die Ausländer nicht in das Land und bringen ihre Sprache nicht mit.Würde man das in Deutschland machen ,würde es ein riesen Theater geben wegen diesen "Deutschen Nazis die ja ausländer sowieso nicht leiden können"(ironisch, versteht sich).Durch eine Ausländer- sperre würde es nicht noch schlimmer werden und alle würden mit der Zeit schon deutsch lernen,zwangsläufig.

Dana (16)
Gast

schrieb am 16.11.2006 um 12:16 Uhr:

Was ich noch vergessen habe: Hallo web, was ist das denn für eine Aussage? Keiner bestreitet, dass die Amtssprache deutsch ist. Es geht darum, dass es in Deutschland nun einmal viele Ausländer gibt und um ihre Integration. Das ist ein Problem, und einfach mal so zu tun, als wollten die sich alle nicht anpassen, ist ja völlig daneben. Viele ausländische Schüler sprechen zu Hause nur ihre Muttersprache, weil ihre Eltern kaum deutsch können (für manche Nationalitäten ist es auch wahnsinnig schwierig, deutsch zu lernen und Erwachsene lernen es noch viel schwieriger). Da oft in bestimmten Gegenden fast nur Ausländer (oft noch einer bestimmten Nationalität) wohnen und die dortigen Schulen von vielen ausländischen Kindern besucht werden ist es nun einmal sehr schwer für sie, sich überhaupt integrieren zu können und die Sprache zu lernen. Mit strengen Pflicht-Programmen, Regelungen und Abhören ist da aber nicht geholfen. Übersozialistische Regierung? Redest du von Deutschland? Das ist ja der größte Witz. Ich muss dir wohl nicht erklären, was sozialistisch ist. Bestimmt nicht die CDU. Und auch nicht die SPD. Über-sozialistisch schon gar nicht.

Dana (16)
Gast

schrieb am 15.11.2006 um 19:15 Uhr:

Hallo Luisa, ich fand es einfach zu krass, dass du gleich sagst, dass man sein Leben ohne guten Schulabschluss auf den Müll schmeißen kann. Sehr ermutigend für Leute, die vielleicht nicht Abitur gemacht haben oder vielleicht nicht die Chance haben es zu tun. Ich stimme dir auch so nicht zu, aber es stimmt, dass es schon sehr von Bedeutung ist was für einen Abschluss man hat. Ich bin weiterhin nicht überzeugt von der Deutsch-Pflicht. Wenn du selbst sagst, "man muss die Schüler zu ihrem Glück zwingen, wenn sie nicht selbst so vernünftig sind" dann ist es NICHT freiwillig.

Wäre es freiwillig, müsste man es auch nicht als Pflicht einführen. Stimmen die Schüler zu, ist es ja etwas anderes. Eine pauschale Deutsch-Pflicht auf Schulhöfen wäre allerdings eine Zwangsmaßnahme mit der sicherlich viele Schüler nicht einverstanden sind. Ja, die mangelnde Integration von ausländischen Schülern ist ein Problem, aber wie gesagt, die Deutsch-Pflicht auf dem Schulhof ist keine Lösung, man muss das Problem woanders lösen. Es müsste mehr Gelegenheiten geben, dass die Schüler sehr verschiedener Nationen gemeinsam die Schule besuchen und Freizeitmöglichkeiten nutzen. Aber das Problem mit dem Deutsch-Sprechen gibt es ja gerade auf den Schulen, wo der Ausländeranteil extrem hoch ist. Noch einmal: Eine Pflichtverordnung ist keine Lösung und wie wollte man es überhaupt umsetzen? Durch Aufsichten die Gespräche belauschen? Machen die Schüler es freiwillig ist es ja etwas anderes. Aber es geht ja auch darum, ob allgemein Deutsch-Pflicht­ auf Schulhöfen eingeführt werden sollte. Den Kindern das Sprechen ihrer Muttersprache zu verbieten, ist völlig daneben und ich fände es auch nicht gut, wenn ich in einem anderen Land aufwachsen würde, und es mir verboten wäre, auf dem gesamten Schulgelände meine Muttersprache zu sprechen.

Noch etwas: So dumm war der Einwand gar nicht, dass man dann ja aufpassen muss, für eine Fremdsprache zu lernen, wenn nur deutsch in den Schulen gesprochen werden darf. Da fragt man sich doch: Wo soll man da die Grenze ziehen. Gegenseitig abhören und üben darf man dann vor einer Arbeit nicht, oder was, weil es dann ja schon miteinander unterhalten wäre?! Übrigens: Wenn die Definition von "Unterhalten" die wäre, sinnvoll aneinander gereite Sätze zu bilden, dann müsste man sich ja fast fragen, welche Gespräche überhaupt noch Unterhaltungen genannt werden dürfen. Deutsch-Pflicht auf Schulhöfen ist Quatsch!

web (14)
Gast

schrieb am 15.11.2006 um 16:27 Uhr:

Die Sache ist die das wir hier in Deutschland sind,deshalb dürfte es eigentlich keine disskusion über die Sprache in deutschland geben.Deutsch ist die Sprache in Deutschland,doch wegen der inkompetenten übersozialistischen Regierung deutschlands wird die Deutsche Sprache immer mehr verändert und verdrängt.
gelöschter Benutzer

schrieb am 15.11.2006 um 14:44 Uhr:

 @Dana: Mein Zitat hieß 'in den meisten Fällen  in den Müll schmeißen'. Und das stimmt! Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind mit einem Hauptschulabschluss extrem schlecht. Wenn man keine Beziehungen hat , oder sich hinsetzt und Fortbildungen macht bzw. einen Realschulabschluss nachholt, hat man so gut wie keine Möglichkeiten an einen Arbeitsplatz zu gelangen. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber die sind sehr selten. Außerdem ist es nicht so, dass jemand den Schülern die Deutschpflicht augezwungen hat. Die Schüler wollten selber etwas tun um sich zu helfen und haben, natürlich mit den Lehrern etc., beschlossen die 'Deutschpflicht' einzuführen. Deshalb ist es auch kein Problem das alle Deutsch reden, die Schüler selbst wollten dieses Projekt angehen. Außerdem habe ich eine Frage an dich. Du sagst das Problem, dass die Kinder kaum Deutsch sprechen können, liegt daran, dass sie Zuhause und in Nachbarschaft nur mit ausländischen Kindern in ihrer Muttersprache reden. Ist das nicht genau das Problem, welches die 'Deutsch-Pflicht' zu beheben versucht? Kinder sollen dazu gebracht werden, wenigstens 1mal am Tag für ein paar Stunden Deutsch zu reden und sich so besser an die neue Sprache zu gewöhnen, die sie jetzt nun einmal sprechen müssen. In Amerika kann man sich ja auch nicht hinstellen und sagen:" Pech gehabt, ich rede jetzt nur Deutsch!" Die gucken dich dann nur blöd an und verstehen kein Wort. Du würdest wahrscheinlich sogar verhungern. Überall ist es ganz normal das Immigranten die Sprache ihres neuen Heimatlandes lernen müssen. Nur in Deutschland ist das ein Problem. Nur in Deutschland sind die Leute in ihrer Persöhlichkeitsentfaltung­ gebremst!
@Kassandra: Noch einmal. Es verbietet ihnen niemand ihre Muttersprache zu sprechen. Nur an einer deutschen Schule sollen sie bitte auch Deutsch reden. Was sie außerhalb davon tun, ist ihnen überlassen. Und du gehst noch nicht mal die Hälfte des Tages zur Schule. Es ist also genug Zeit da die Kenntnisse über seine Muttersprache aufzubessern. Deshalb finde ich das Argument auch schwachsinnig, das Kinder ihre Muttersprache verlernen! Wenn sie diese sonst den ganzen Tag sprechen, haben sie entweder Alzheimer (was bei Kindern, sehr unwahrscheinlich ist), oder sie waren einfach noch viel zu klein, als sie umgezogen sind und haben so und so keine Erinnerungen mehr an das Land, in dem sie geboren wurden.
Dana (16)
Gast

schrieb am 14.11.2006 um 18:19 Uhr:

Hallo Luisa, also nee, so ganz recht gebe ich dir da nicht. Es ist richtig, dass man es deshalb einführen will, damit die ausländischen Kinder besser deutsch lernen. Aber die Methode ist totaler Quatsch. Es wird wohl eher kontraproduktiv sein, mit Zwang die Menschen dazu zu bringen, deutsch zu sprechen. Die mangelnde Integration vieler Ausländer ist ein großes Problem in Deutschland, bestimmt muss man auch dem Bildungssystem einen Vorwurf machen. Aber das Problem auf die Art anzugehen, ist nun wirklich völlig daneben. Sinnvoller währen andere Förderungen und Einrichtungen, in denen sich deutsche und ausländlische Schüler treffen und vielleicht mehr Gesamtschulen. Ein Problem ist auch, dass gerade die Schulen der Gebiete mit einer hohen Ausländerzahl natürlich fast nur ausländische Kinder besuchen, die dann mit ihren Freunden aus der Nachbarschaft, die gleicher Nation angehören, auch auf dieser Sprache sprechen. Ihre Eltern können oft so gut wie kein deutsch, und in diesen Regionen wird dann auch fast nur überwiegend zum Beispiel türkisch gesprochen. Man muss ganz woanders ansetzen, um das Problem zu lösen. Abgesehen davon:

Wie will man eine Deutsch-Pflicht überhaupt umsetzen? Sollen jetzt vielleicht in der Pause, die zur Entspannung da ist (manchmal vielleicht auch zum Lernen) irgendwelche Aufsichten herumlaufen und alle Gespräche der Schüler abhören, oder was? Das ist ja Bespitzelung. Da kann man doch nicht davon sprechen, dass sie zu ihrem Glück gezwungen werden müssen. Nein, dass ist ein tatsächlich zu krasser Eingriff in Persönlichkeit und Privatsphäre und das ist keine Lösung (und würde auch nicht viel bewirken, eher das Gegenteil). Noch etwas: "In Deutschland kann man sein Leben ohne guten Schulabschluss auf den Müll schmeißen". Findest du das nicht etwas überzogen? Es geht also nur um Lebenslauf und Karriere im Leben oder was? Natürlich ist das relevant, aber es gibt auch noch andere wichtige Dinge.  

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