@dismami2: Mit der Behauptung, der Mensch sei ein Fleischfresser hast Du nicht ganz unrecht. Allerdings ist die Bezeichnung "Allesfresser" zutreffend, was man an Darmlänge, Darmstruktur und Darmflora erkennt, die für die Verdauung von Pflanzen angelegt sind. Das ist aber nichts weiter als eine "Ausrede", wenn man bedenkt, dass der Mensch von heute nicht mehr auf Fleisch oder Fisch angewiesen ist. Wir haben die Möglichkeit die Kost aus allen Teilen der Erde zu essen und nicht mehr nur das, was wir anbauen und was im nächsten Dorf 50km weiter zum Verkauf steht. Es wurde sogar wissenschaftlich bewiesen, dass das Krebsrisiko beim Verzicht auf Fleisch erheblich geringer ist. Wenn aber unser Körper das Fleisch nicht benötigt und es ihm mehr Schaden als Nutzen zufügt, warum essen wir dann in einer Kultur, die so viel auf Gesunheit achtet, wie noch nie, überhaupt noch Fleisch? Die Antwort ist: Wegen des Geschmacks. Soll das bedeuten, nur Fleischgerichte schmecken? Ich bin jetzt seit 7 Jahren Vegetarier und habe dem Geschmack von Fleisch noch nie eine Trähne nachgeweint und auch während meiner Reisen musste ich nie hungern, weil es immer die Möglichkeit gab, etwas Fleischloses zu essen.
Wenn es dir nichts ausmacht, stelle ich den Mensch mit dem Löwen, als Vertreter der Fleischfresser gegenüber.
>Der Löwe ist durch und durch auf Fleisch angewiesen. Als Vegetarier hätte er keine Überlebenschance.
>>Wir (Du und ich) sind nicht auf Fleisch angewiesen und es fügt uns mehr Schaden als zu.
>Der Löwe jagt, wenn er hungrig ist und weil er ohne Beute verhungern müsste.
>>Der Mensch isst Fleisch, oft sogar ohne richtig hungrig zu sein, sondern aus Lust. Wir haben mehr als genug pflanzliche Alternativen und Angst zu verhungern, müssen wir nicht haben*.
>Die Beute des Löwen muss, wenn überhaupt (durch den plötzlichen Schock, den sie in dem Moment bekommen, wenn der Löwe sie umklammert, um den schnellen Genickbiss zu vollführen, oder die Beute zu ersticken), kaum und nur sehr kurz leiden. Die Beute hat die Mölichkeit ihrem Schicksal zu entgehen.
>>Der Mensch züchtet systematisch die "Beute", meist ohne auf die Bedürfnisse des Tieres zu achten, unter meist unwürdigen Verhältnissen. Schon während dieser Zeit, und das bezieht sich vorallem auf die Massentierhaltung, leiden diese Tiere, erblinden, weil es in der Dunkelheit des Stalls nichts zu sehen gibt, verletzen sich, was eigentlich zu vermeiden währe und siechen in ihrer Monotonen Umgebung dahin. Wohlgemerkt nur um des Geschmacks wegen.
>Der Löwe beobachtet sein Ziel und trifft die Entscheidung nach der Gesundheit und Kraft des Tieres. Dieses Tier jagt er. Das ist schonend für ihn und außerdem eine Auslese der Schwächsten. So haben Jäger und Gejagte etwas davon.
>>Der Mensch züchtet nur das Beste vom Besten. Nur der "Jäger" hat etwas davon. Jedoch stellt es auch eine Belastung für die Umwelt dar (Gülle, die entsorgt werden muss, Pestizide, die Schädlinge vom Futter vernhalten sollen etc.).
Noch einmal zusammenfassend: Fleisch schadet dem Menschen mehr das das es ihm nutzt. Er ist nicht auf Fleisch angewiesen. Die Fleischindustrie stellt eine Belastung für die Umwelt dar. Die Tiere, die er hält haben Gefühle und es enspricht nicht ihrer Natur in Gefangenschft zu leben.
*All meine genannten Punkte beziehen sich auf die "Normalsituation" und schließen Armut und fahrlässige Tötung, wie sie gerade öfter in der Zeitung stehen (siehe Kevin) aus.