Mal eine etwas andere Meinung zu Drogen, als die 100 Posts von denen der Großteil nur: "Drogen sind prinzipiell scheiße!", zu sagen hat.
Ich trinke schon wenn es Anlässe gibt, und rauchen und kiffen tue ich sehr selten.
Trinken auch mal wenn es extrem stressig ist, dann hockt man sich eben mit guten Freunden hin und hat Spaß. Solang man sich einigermaßen erinnert und man nicht in die Bude gekotzt hat ists für mich völlig ok. Natürlich ist Alkohol kein Problemlöser. Aber wenn man die letzten 2 Wochen totalen Stress hatte und einfach mal abschalten will find ichs schon praktisch. (Ja, ich kann auch ohne Alkohol Spaß haben, aber jeder der schonmal was getrunken hat weiß, dass es schon Unterschiede gibt.) Ich saufe mir nicht jedes Wochenende die Birne voll, aber Geburtstage u.ä. müssen schon gefeiert werden. Finds bemerkenswert, dass manche Leute auf Partys tatsächlich nein sagen können, wenn ihnen was angeboten wird, aber ich lass mir die Gelegenheit meist nicht entgehen.
Es gibt Zeiten in denen trinke ich ein halbes Jahr nichts weil ich keine Lust auf Feiern habe oder so. Und manchmal ist eben jedes Wochenende irgendwas los. Deswegen bin ich aber lange nicht süchtig.
Ähnlich mit dem Rauchen und Kiffen. Rauchen wenn es sich auf Partys anbietet, allerdings sage ich hier oft Nein. Oder wenn es zur Stimmung passt. Im Winter einsam auf dem Balkon zu stehen und dem Schneetreiben zuzusehen find ich schon extrem stimmungsvoll. (Nicht, dass das eine nicht ohne das andere geht, aber für mich passt eine Zigarette eben so gut ins Bild und entspannt enorm.)
Shisha bringt ein paar Leute zusammen und ist ideal um einfach mal entspannt zu reden.
Und zum Cannabis: Es ist illegal, deswegen kommts absolut selten vor. Ansonsten find ichs nicht schlimmer als Alkohol. Betrunken macht man wesentlich dümmere Sachen als stoned. Bringt einen dazu, mal die Welt aus einem klitzeklein anderen Blickwinkel zu sehen und darüber nüchtern nachzudenken. Natürlich kann man sich auch "nüchtern" nachts in Gras legen, die Sterne anschauen und über Gott und die Welt zu reden oder nachzudenken. Aber mit ein wenig Gras wirds viel entspannter und u.U. auch amüsanter. Vielleicht ist das nicht für alle Leute was.
Und, ganz allgemein: Ich möchte meine Jugend schon ein bisschen ausnutzen. Momentan trage ich keine "große" Verantwortung. Lieber trinke, rauche und kiffe ich jetzt nebenher und hab Spaß dabei, als wenn ich mit 30 absacke und das meine Ehe/Familie bröckeln lassen würde, oder meinen Job gefährdet. Die "Neugier" auf Drogen (welcher Art auch immer) ist schon da, lieber jetzt Erfahrungen machen als später. Inwiefern man seiner Neugier freien Lauf lässt, und was man ausprobiert ist jedem selbst überlassen. Für mich ist ab Gras absolut Schluss, niemals möchte ich etwas spritzen oder dubiose Pillen schlucken! Man muss schon klare Grenzen ziehen.
LG
Ps: Ihr müsst ja nicht mit mir einer Meinung sein, das will ich auch gar nicht. Und ich will auch niemanden zum Drogen nehmen animieren. Ist nur meine Sicht der Dinge, nachdem ich meine Erfahrungen damit gemacht habe.
(Wenn wir übrigens schon beim Thema Sucht sind: Ich war bereits auf dem besten Weg, Computersüchtig, bzw. World of Warcraft (das berümt- berüchtigte Spiel das süchtig macht) süchtig zu werden. Hab aber dafür kein Geld ausgegeben (habe auf einem Privatserver gespielt) und hab als ich merkte dass es zuviel wurde, alle meine Charaktere (darunter 2 Lvl 80er) gelöscht und erst wieder mit dem Spielen angefangen, als ich meinen Abschluss in der Tasche hatte (war ca. ein halbes Jahr vorher). Danach hab ich nie wieder so exzessiv gezockt. Soll euch nur zeigen, dass ich mitlerweile weiß wo man seine Grenzen ziehen muss, und dass ich es "merke" wenn ich süchtig werde und eine Notbremse ziehen kann. Sprich bitte keine Prophezeihungen, dass ich in ein paar Jahren arbeitlos und Drogenabhängig auf der Straße lebe (extrem ausgedrückt) oder so etwas ;) Danke)