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Schlaf - bedeutend für Körper und Seele

Schlaf und Träume - Teil 1

Teil 1 von 2

von Marlen Schott und Britta Pawlak

Wir verbringen einen großen Teil unseres Lebens mit schlafen. Ausreichend Schlaf ist sehr wichtig für unser körperliches und seelisches Befinden. Aber warum ist schlafen nicht gleich schlafen? Wann ist der Schlaf am erholsamsten? Was geschieht mit dir, während du schläfst? Wie kommt es, dass du träumst - mal angenehm, mal unangenehm? Träumen alle Menschen, und sind unsere Träume schwarz-weiß oder farbig?

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Im Schlaf erholen wir uns, und unser Gehirn lässt uns den Tag noch mal erleben. (Quelle: cyberluzie/ Photocase.de)

Eine genaue Stundenzahl, wie viel Schlaf ein Mensch braucht, gibt es nicht. Vielmehr zählt die Qualität des Schlafens. Manch einer ist schon nach fünf Stunden topfit, ein anderer benötigt mindestens neun Stunden, um erholt aus dem Bett zu kommen. Außerdem stimmt es nicht, dass man umso weniger Schlaf braucht, je älter man wird. Es erscheint so, da ältere Menschen nachts oft weniger schlafen - das holen sie allerdings tagsüber bei einem Nickerchen auf der Couch nach.

Säuglinge hingegen schlafen tatsächlich besonders viel - bis zu 20 Stunden täglich. Erst nach der Pubertät pendelt sich die Schlafzeit langsam ein, meist zwischen sieben und acht Stunden täglich. Das nimmt dann auch im Alter nicht mehr ab. Für uns alle gilt allerdings: Schlaf ist lebensnotwendig. Leiden wir unter anhaltenden Schlafstörungen, hat das erhebliche Folgen: Wir sind nicht nur körperlich wenig leistungsfähig, wir "bauen" auch geistig "ab", sind reizbar und unausgeglichen. Schlafen ist also nicht nur für unseren Körper wichtig, sondern auch für unser seelisches Befinden.

Schlafen ist nicht gleich schlafen

Im Alter legt man tagsüber gerne mal ein "Nickerchen" ein - dafür braucht man nachts weniger Schlaf. (Quelle: Photocase)

Schlafen ist nicht gleich schlafen - im Schlaf gibt es viele verschiedene Schlafphasen. Die erste Hälfte des Schlafs ist für uns die wichtigste. Wenn wir in dieser Zeit oft gestört werden, sind wir danach nicht richtig ausgeruht. Allgemein ist der Schlaf weniger erholsam, wenn wir durch Licht oder Geräusche gestört werden. Deshalb ist es weniger entspannend, tagsüber zu schlafen. Dabei träumen wir auch deutlich mehr, weil wir uns seltener im Tiefschlaf befinden.

Unser Gehirn arbeitet auf Hochtouren, während unser Körper im Schlaf entspannt. Das Hormon Melatonin wird ausgeschüttet und bewirkt, dass wir ein Müdigkeitsgefühl verspüren. Wenn wir im Bett liegen und langsam einschlafen, fallen wir zuerst in einen leichten Schlaf. Unser Körper entspannt immer mehr, die Körpertemperatur sinkt und alle Funktionen werden auf das Minimum heruntergefahren. Der Körper ist beinahe wie gelähmt, in diesem Zustand wären wir kaum in der Lage, ein Bein, einen Arm oder einen Finger zu bewegen. Wir befinden uns im Tiefschlaf. In dieser Phase des Schlafens erholen wir uns am besten.

Träumen wir in Farbe oder schwarz-weiß?

Manche Menschen träumen ausschließlich schwarz-weiß, andere können sich nur an Farbträume erinnern. (Quelle: Wikimedia Commons)

Die Schlafphasen wechseln sich nachts mehrmals ab. Die meisten Tiefschlafphasen erlebt man allerdings in der ersten Hälfte der Nacht. Hat man es bis zur ersten Tiefschlafphase geschafft, ist auch die Traumphase nicht mehr weit. Der Körper wechselt nun zu einem leichten Schlaf, und wir beginnen zu träumen. Diese Phase wird auch als REM-Phase bezeichnet. "REM" ist eine Abkürzung und steht für die englische Bezeichnung "Rapid Eye Movement", was so viel wie "schnelle Augenbewegung" bedeutet. In dieser Phase bewegen sich die Augen hinter den geschlossenen Lidern sehr stark hin und her, wir träumen.

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Viele Menschen können sich nur an Träume in schwarz-weiß erinnern. Andere glauben, ausschließlich bunt zu träumen. Manche Menschen träumen sowohl in Farbe als auch schwarz-weiß. Laut Traumforschern und Psychologen sollen Frauen viel häufiger farbig träumen als Männer. Was die Ursachen dafür sind, weiß man nicht mit Sicherheit. Einige Forscher vermuten, dass farbige Träume mit einem emotionaleren und intensiveren Gefühlsleben zusammenhängen.

Nicht nur Frauen und Männer, sondern auch Kinder und Erwachsene träumen auf unterschiedliche Art. Im Kindesalter kommt es häufiger zu Albträumen, und oft sind die Träume fantastischer und weniger real. Kinder erinnern sich auch öfter an ihre Träume. Manche Menschen glauben, dass sie überhaupt nicht träumen, da sie sich nicht an ihre Träume erinnern können. In den REM-Phasen des Schlafes träumen allerdings alle Menschen mehr oder weniger intensiv. Auch bei Tieren geht man davon aus, dass sie - ähnlich wie wir Menschen - verschiedene Schlafphasen erleben und träumen.

Träume - Abenteuer der unbegrenzten Fantasie

Die Traumphasen lassen deinem Gehirn Freiräume. Es kommt zu ganz merkwürdigen Situationen, die nur in deiner Fantasie möglich sind. (Quelle: Wilhelmine Wulff/ pixelio.de)

Während der REM-Phase erlebst du die unterschiedlichsten Dinge. Beispielsweise wirst du zum Detektiv und klärst bislang ungelöste Fälle auf. Oder du befindest dich im Urlaub und schwimmst mit überdimensional großen Goldfischen um die Wette. Vor allem Kinder träumen auch häufig davon, durch die Lüfte zu fliegen. Die Traumphasen lassen deinem Gehirn Freiräume. Es kommt zu ganz merkwürdigen Situationen, die nur in deiner Fantasie möglich sind. Manchmal kannst du in deinem Traum stundenlang mühelos unter Wasser herumlaufen.

Vielleicht triffst du auch auf einen sprechenden Hund. Oder die Bäume und Blumen um dich herum fangen plötzlich an, lebendig zu werden... Andere Träume hingegen sind wieder sehr wirklichkeitsnah, sodass wir uns später fragen: "Ist das wirklich passiert, oder habe ich es nur geträumt?". Träume lassen uns unbegrenzten Raum, Erlebnisse nachzuahmen und sie als real zu empfinden. Manchmal finden wir im Traum sogar die Lösung für ein Problem, das uns beschäftigt. Einige unserer Träume sind Wunschträume, in denen wir Sehnsüchte ausleben. In anderen verarbeiten wir erlebte Situationen. Oft haben wir auch Albträume, in denen unsere Ängste, Sorgen oder unterdrückten Gefühle zum Vorschein kommen.

Im Schlaf wechseln sich verschiedene Phasen ab. Zuerst fallen wir in Tiefschlaf, in der REM-Phase träumen wir. Bild: Traumdarstellung von Pierre Cécile Puvis de Chavannes (Quelle: Wikipedia )

Ein typischer Traum zum Beispiel ist es, vor etwas fliehen zu wollen, aber nicht vom Fleck zu kommen. Oder wir träumen davon, vor tiefen Abgründen umherzuirren und jeden Moment fallen zu können. Vielleicht verändern sich auch die Perspektiven um uns herum und wir laufen auf schrägen, endlosen Treppen, umgeben von schiefen Wänden. Wiederholungsträume könnten uns mit einem Problem konfrontieren, das wir bisher nicht bearbeiten konnten. Einige unserer Träume sind leicht erklärbar: Du hast zum Beispiel am Vorabend einen Krimi gesehen und träumst von einer ähnlichen Verfolgungsjagd, wie du sie im Film erlebt hast. Oder dir steht eine Prüfung bevor, und du verarbeitest deine Prüfungsangst in deinen Träumen.

Manchmal liefern uns unsere Träume aber auch verschlüsselte Botschaften. Einige Wissenschaftler beschäftigen sich eingehend mit Traumsymbolen und der Traumdeutung. Sie sind überzeugt, dass dies viel über unser Seelenleben aussagt.

Erfahre im zweiten Teil unseres Artikels mehr über dieses spannende Thema. Welche geheime Botschaften finden wir in unseren Träumen? Was könnten sie bedeuten? Warum macht träumen schlau? Weshalb fallen wir im Schlaf nicht ständig aus dem Bett? Wie kommt es zum Schlafwandeln? Und können wir unsere Träume steuern? Klicke auf den Weiter-Pfeil rechts unten, um weiterzulesen.

letzte Aktualisierung: 05.03.2012

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