Thema: Neustart

(4 Postings)

xxx (Gast) (16) aus

schrieb :

#1

Guten Morgen/Mittag/Abend,

einmal zur Erklärung.

Ich habe hier auf HK lange nichts mehr geschrieben, meine Geschichtspartnerin hat sich umbenannt und an sich wäre das kein Problem gewesen, wenn sie nicht, genau wie ich, an einer Schreibblockade zu knabbern hätte.

Da wir da aber beide wieder raus wollen haben wir beschlossen, noch einmal Anlauf zu nehmen und es erneut zu versuchen.

Vielleicht kennt der ein oder andere unsere alten Foren noch und

für die, die es nicht wissen: Wir werden versuchen, gemeinsam eine Geschichte zu schreiben, Stück für Stück.

Wir sprechen uns nicht ab, was die Geschichte angeht, Noctilucent allerdings wird anfangen, da ich hier die Vorstellung übernommen habe.

 

Vielen dank für das Lesen dieser Infobox, wir freuen uns auf Unterstützung, Kommentare, Kritiken und altbekannte Leser ;)

 

 

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No**** (abgemeldet) - Avatar
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No**** (abgemeldet) (20)

schrieb :

#4

Als sie das zweite Mal wach wurde fühlte sich alles gleich ganz anders an.

Ihr Freund lag eng neben ihr im Bett, hatte die Arme um sie geschlungen und lächelte sie an, als sie die Augen aufschlug.

Durch den Spalt in den Vorhängen schien die Sonne herein und draußen sangen einige Vögel.

"Jetzt bist du wach." stellte ihr Freund zufrieden fest und küsste sie auf die Stirn. "Hab ich... dich sehr erschreckt?" fragte sie und kuschelte sich an ihn. "Ach nein, ich wusste es bevor du aus dem Zimmer warst, du hast im Schlaf geweint, Kleine. Alles gut." Sie nickte und seufzte tief.

"Kafee?" fragte sie dann und stand auf. Ihr Freund nickte, streckte sich auf ihrem Bett und gähnte.

"Lange gearbeitet gestern?" sie ging durch den Flur in die Küche und holte die Kafeefilter aus dem Schrank. "Recht lange, mein Stammkunde wollte mir ein wenig bei der Arbeit zusehen und dann hat er von seiner frisch gestorbenen Frau erzählt und..."
Bei dem Wort `gestorben´ war sie leicht zusammengezuckt, und ihr Freund hatte es bemerkt.

"Entschuldige." Er trat von hinten an sie heran, umschlang ihren Oberkörper und strich ihre Haare auf eine Seite.

"Auf jeden Fall..." er küsste ihren Nacken - "Hat er mich etwas aufgehalten, weil ich nicht einfach so gehen konnte. Machst du Zimt rein?" Er griff nach den Gewürzen und gemeinsam machten sie frühstück.

L. (Gast) (16)

schrieb :

#3

Efrail

 

Als die Feuerwehrautos an ihm vorbeifuhren lächelte er still in sich hinein. Niemals würden sie ihn verdächtigen, den kleinen stillen Burschen, kaum älter als neun, mit der Baseballkappi und den ausgelatschten Turnschuhen. Sie würden denken, sie könnten es schaffen, und sie würden es schaffen.

Das Haus, das er angezündet hatte, würde bald schon unversehrt dastehen, als wäre nichts gewesen. Niemandem würde auffallen, dass ein Mann fehlt.

Niemand würde nach ihm fragen, der da im Keller gelebt hat, ohne Miete zu bezahlen, ohne je entdeckt zu werden.

Und doch, so hatte ihm die Stimme gesagt, musste er verschwinden, sich einen neuen Menschen suchen, dessen Albträume er verstehen lernt.

Beinahe tat es ihm leid um den alten Hernn im vierten Stock.

er hatte geglaubt, seine Albträume inzwischen so gut zu kennen, dass er helfen könnte, aber vor Ablauf der Zeit hatte man sein Versteck in Flammen aufgehen lassen.

"Versteck dich wo anders." hatte die Stimme gesagt.

"Nimm für den nächsten Menschen dein wahres alter an. wenn du dich wirklich bemühst, dann wirst du länger bleiben als du denkst."
Und so war er gegangen und folgte nun dem seichten blauen Schimmer, der in der Luft lag, hin zu seinem neuem Mensch.

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No**** (abgemeldet) (20)

schrieb :

#2

1

 

Es roch nach roter Farbe und Waschmittel, Pfefferminzkaugummi und Putzmittel. "Papa?" rief Suznà noch im Halbschlaf; "Papa, bist du da?"

Er war nicht da.

"Papa, wo bist du?" sie stolperte über einen Farbeimer und grüne Farbe ergoss sich über die Holzdielen, sickerte in die Rillen und färbte ihre nackten Füße. "Papa..." Suznà hinterließ feuchte Fußspuren als sie auf den Wohnzimmerflur trat, aber das war nicht das erste Mal. Auf dem weißen Teppich sah sie noch andere Spuren, lilane, bereits getrocknete Fußabdrücke, größer und breiter als ihre eigenen, und gleich daneben blaue, kleine Fußabdrücke, wie von einem kleinem Kind.

"Papa..." sie schluchzte leise und ging zur Wohnungstür, drückte die Klinke hinunter und fand nicht genug Kraft, sie aufzudrücken. "Komm zurück, Papa. Komm zurück..." murmelte sie und sank auf den Teppich.

"Kleine?" eine tiefe, weiche Stimme drang an ihre Ohren. "Kleine, komm her." Warme Arme umschlangen sie, hoben sie hoch und trugen sie ins Bad. Sanfte Hände wuschen ihr die Farbe von den Füßen. "Hast du schon wieder geträumt?" fragte die Stimme leise, doch die Antwort war klar, Suznà antwortete nicht.

"Papa..." murmelte sie im eindämmern noch - dann schmiegte sie sich an den Brustkorb des Menschens und schlief wieder ein.

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