Thema: Palästinenserkind

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Abuja1 (Gast) (15) aus

schrieb :

#1


Er zerrt sie durch die Straße,
ihr Vater
verfolgt vom Geräusch der Flugzeuge
sie ist doch erst zwei Jahre alt
sie ist doch nicht so schnell
sie stolpert über die Trümmer
und dann ist er weg

Sie schläft zwischen Schutt und Asche,
sie weint
sie ist doch erst drei
sie hat doch niemanden
mehr
der sie hält
der sie liebt
der ihte Tränen trocknet.

Sie darf nicht schreien
wenn sie Schüsse hört
sie muss still sein
in der Nacht
zwischen Schutt und Asche
sie ist doch erst vier
sie hat doch nichts
getan

Sie wird verfolgt
von der Angst
das ist das Geräusch der Flugzeuge
das Knallen der Schüsse
das Splittern.
Sie versteckt sich im Schutt
sie ist doch erst fünf
sie weiß doch nicht,
wohin.

Sie rennt durch den Schutt
allein
Die Scherben zerschneiden ihre Füße
über ihr stürzt der Himmel ein
das sind die Häuser
das ist das Splittern.
Sie ist doch erst sechs
sie kann doch nicht flüchten
vor der Angst

Sie wird sieben
sie schläft auf der Straße
sie hört die Flugzeuge
der Himmel stürzt ein.
Sie wird acht, sie wird neun
versteckt unter Trümmern
der Hunger tut weh
die Angst noch mehr

Sie hört die anderen schreien
sie ist doch erst zehn
sie hört das Splittern
sie rennt um ihr Leben
das Knallen der Schüsse
sie tut, als wäre sie tot.
Sie wird elf, sie wird zwölf.
sie hat gelernt, sich zu verstecken
im Schutt
Auf ein Trümmerfeld fallen keine Bomben
mehr.
Der Hunger tut weh,
ihre Tränen versickern im Staub

Sie wird dreizehn,
versteckt unter Trümmern
grau vor Staub
schwach vor Hunger
tot vor Angst.

Sie weiß nicht, wohin
sie ist doch erst vierzehn
sie trägt ein Kind im Bauch
sie schläft zwischen Schutt und Asche
sie weint in der Nacht

Sie liegt im Kindbett
im Krankenhaus
sie hört das Geräusch der Flugzeuge,
dann das Krachen
das Splittern
Sie rennt um ihr Leben
hinaus
über ihr stürzt der Himmel ein.
Sie gebärt ihr Kind zwischen Schutt und Asche
verfolgt von der Angst.

Sie rennt um ihr Leben,
da ist keine Straße mehr.
Sie versteckt sich im Schutt,
sie überlebt
Hunger, Hitze, Durst
ihr Baby nicht.

Sie vergräbt es im Schutt,
ihr Kind
sie wird heute fünfzehn
sie hungert, sie weint,
sie rennt um ihr Leben

eine Woche lang
ihr fehlt eine Hand
sie rennt, sie rennt
verfolgt vom Splittern
der Himmel stürzt über ihr ein
begräbt sie unter sich
sie stirbt unter Trümmern
als eine von tausenden.
 

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XDdanielXD (19) aus Langenlonsheim

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schrieb :

#3

Zitat von: Abuja1

Er zerrt sie durch die Straße,
ihr Vater
verfolgt vom Geräusch der Flugzeuge
sie ist doch erst zwei Jahre alt
sie ist doch nicht so schnell
sie stolpert über die Trümmer
und dann ist er weg

Sie schläft zwischen Schutt und Asche,
sie weint
sie ist doch erst drei
sie hat doch niemanden
mehr
der sie hält
der sie liebt
der ihte Tränen trocknet.

Sie darf nicht schreien
wenn sie Schüsse hört
sie muss still sein
in der Nacht
zwischen Schutt und Asche
sie ist doch erst vier
sie hat doch nichts
getan

Sie wird verfolgt
von der Angst
das ist das Geräusch der Flugzeuge
das Knallen der Schüsse
das Splittern.
Sie versteckt sich im Schutt
sie ist doch erst fünf
sie weiß doch nicht,
wohin.

Sie rennt durch den Schutt
allein
Die Scherben zerschneiden ihre Füße
über ihr stürzt der Himmel ein
das sind die Häuser
das ist das Splittern.
Sie ist doch erst sechs
sie kann doch nicht flüchten
vor der Angst

Sie wird sieben
sie schläft auf der Straße
sie hört die Flugzeuge
der Himmel stürzt ein.
Sie wird acht, sie wird neun
versteckt unter Trümmern
der Hunger tut weh
die Angst noch mehr

Sie hört die anderen schreien
sie ist doch erst zehn
sie hört das Splittern
sie rennt um ihr Leben
das Knallen der Schüsse
sie tut, als wäre sie tot.
Sie wird elf, sie wird zwölf.
sie hat gelernt, sich zu verstecken
im Schutt
Auf ein Trümmerfeld fallen keine Bomben
mehr.
Der Hunger tut weh,
ihre Tränen versickern im Staub

Sie wird dreizehn,
versteckt unter Trümmern
grau vor Staub
schwach vor Hunger
tot vor Angst.

Sie weiß nicht, wohin
sie ist doch erst vierzehn
sie trägt ein Kind im Bauch
sie schläft zwischen Schutt und Asche
sie weint in der Nacht

Sie liegt im Kindbett
im Krankenhaus
sie hört das Geräusch der Flugzeuge,
dann das Krachen
das Splittern
Sie rennt um ihr Leben
hinaus
über ihr stürzt der Himmel ein.
Sie gebärt ihr Kind zwischen Schutt und Asche
verfolgt von der Angst.

Sie rennt um ihr Leben,
da ist keine Straße mehr.
Sie versteckt sich im Schutt,
sie überlebt
Hunger, Hitze, Durst
ihr Baby nicht.

Sie vergräbt es im Schutt,
ihr Kind
sie wird heute fünfzehn
sie hungert, sie weint,
sie rennt um ihr Leben

eine Woche lang
ihr fehlt eine Hand
sie rennt, sie rennt
verfolgt vom Splittern
der Himmel stürzt über ihr ein
begräbt sie unter sich
sie stirbt unter Trümmern
als eine von tausenden.

 

Warum sind deine Texte bloß so guuuuuuut?!😭😭😭😭😭😭😭😭😭😭😭😭😭😭😭😭😭😭😭😭😭😭

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Le**** (abgemeldet) (20)

schrieb :

#2

Warum machst du Abuja nach ?

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