Thema: Die Schattenläufer

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Na**** (abgemeldet) (23) aus

schrieb :

#1

Die Sonne brannte nicht mehr vom Himmel wie damals, sie war auch nicht mehr ganz so hell.

Es regnete mehr als früher und entgegen der Erwartungen und Vorhersagen von 2015 hatte sich die Klimaerwärmung doch nicht so stark ausgewirkt.

Eigentlich steuerte die momentane Lage auf eine zweite Eiszeit zu, aber da das niemand so wirklich wahr haben wollte nannte man es allgemein einfach "Schattensommer", so als würde die Sonne sich bloß verstecken und die Möglichkeit, im Bikini am Strand zu liegen ohne sich die Haut halb abzufrieren, noch bestehen.

Mouna war ein Sommerkind durch und durch. Sie liebte Blumen und Kleider, Röcke und weite luftige Sachen. Sie hatte langes wunderschönes Haar das sie gerne offen trug oder verziert mit kleinen Schmetterlingsbroschen.

Dass der Sommer seit zwei Jahren nicht mehr erschienen war ging ihr gehörig auf den Geist und noch hatte sie nicht eingesehen, dass er gegangen war.

Immerhin hatten sie gestern im Radio gesagt, dass am Wochenende noch einmal 15 Grad werden sollten und zur Feier dieser denkwürdigen Vorhersage hatte sie sich mit ihren Freunden in einem der letzten noch existierenden Freibäder verabredet.

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Na**** (abgemeldet) (23)

schrieb :

#10

Eigentlich hatte Mike nicht damit gerechnet, so schnell in Sorge zu geraten. Normalerweise war er eher entspannt und hinzu kam, dass er Mouna vertraute; sie konnte gut auf sich selbst aufpassen, er wusste das.

Aber als er ihr Handy auf dem Waldboden direkt neben dem Freibadeingang fand geriet er doch etwas aus der Ruhe.

Erst überlegte er, die anderen anzurufen, aber dann besann er sich eines anderen. Sie wollten Mouna finden, nicht ihr Handy, er hatte zwar eine Spur, aber Mouna konnte trotzdem überall sein.

Stirnrunzelnd nahm Mike das Handy an sich, drückte auf den Startknopf und stellte dabei fest, dass das Display zersprungen war.

Was unmöglich von einem Sturz stammen konnte, der Waldboden war sandig und weich, ein Handy wäre niemals davon kaputt gegangen.

Oder?

Er steckte das Handy in die Hosentasche zu seinen Schlüsseln und beschleunigte seine Schritte.

Es war kühl, aber nicht so kalt wie normalerweise, der Wetterbericht hatte Recht behalten.

"Mouna?" rief er, als er das Freibad zur Hälfte umrundet hatte.

"Mouna, wo bist du?!"

Etwas knackte hinter ihm, blitzschnell drehte er sich um.

Und da stand sie, mit benommenem Blick.

Blut lief seitlich ihren Kopf hinunter und verklebte bereits einen Teil ihrers Pferdeschwanzes, der glänzend auf hrer Schulter lag.

"Mike?" fragte sie in einem Tonfall, als wolle sie ihm sagen, dass hinter ihm ein Mörder stand.

Kurz darauf kippte sie nach vorne um.

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Na**** (abgemeldet) (23)

schrieb :

#9

Als Mike, Anna, Ben und Sascha bei dem Freibad ankamen war Mouna nirgends zu entdecken.

"Hast du nicht gesagt, sie ist hier?" fragte Anna.
"Wäre hier." korrigierte Sascha.

"Auch wenn Wochenende ist, Deutsch musst du als Muttersprachlerin doch beherschen. Kann ja nicht angehen, dass ich das besser kann, obwohl ich blaues Blut in den Adern habe."
Seufzend verdrehte Anna die Augen.

"Bloß weil du aus England kommst heißt das noch lange nicht, dass du adelig bist." Kam Mike ihr zu Hilfe und schubste Sascha in Richtung des Waldes.

"Wir teilen uns auf und suchen nach Mouna." erklärte er.

"Anna und Ben, ihr guckt noch mal bei der Straße, Ben, du suchst den Wald ab. Ich laufe einmal um das Freibad herum, wir treffen uns in 5 Minuten wieder."
Damit war die Sache entschieden und die 4 trennten sich, um Mouna zu suchen.

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Na**** (abgemeldet) (23)

schrieb :

#8

Zitat von: Evanlyn

 Haha, ich weiß jetzt schon dass ich mit den Namen durcheinander kommen werde.. Mouna - Marou- Mike xD

 

Aber mein interesse an der Geschichte ist auf alle Fälle schonmal da :) warum sollten Menschen(?) ihre Träume aufgeben müssen?

...mir fallen schon paar Sachen ein, bin also gespannt wie's weitergeht
 

Übrigens cool mit den Cuts und Szenenwechseln, so weiß man nie was als nächstes kommt ;) 

 

Dann mal eine Personenübersicht für dich und alle, denen es vllt. ähnlich geht/gehen wird...

 

In einem Abschnitt:

 

Mouna -->Mädchen, befreundet mit Mike, Anna, Ben und Sascha

Mike --> Mounas bester Freund. Hat leichte Gefühle für Mouna, ist mit Anna, Ben und sascha ebenfalls befreundet.

Anna --> Mit Mouna, Ben, Sascha und Mike befreundet, schminkt sich viel und gerne

Ben -->Mit Mouna, Mike, Sascha und Anna befreundet, ist eher schweigsam

Sascha --> Mit Mouna, Mike, Anna und Ben befreundet

 

Im zweitem Abschnitt (Cut hast du gesagt, richtig?)

 

Marou (Geburtsname) bzw. Aan --> Junge, Läufer (in anführender Rolle)

Rosa (Geburtsname) --> Mädchen,neue Mitläuferin, kurzes schwarzes Haar, schwarze Augen

Der Sammler --> Junge, weitestgehend dem Leser noch unbekannt

Marous Kumpel --> Junge, ist schon sehr lange Marous bester Freund, weitestgehend dem Leser noch unbekannt

 

 

aus Fr. i. Brg.

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Evanlyn (22) aus Fr. i. Brg.

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Mitglied seit 07.12.2014

schrieb :

#7

Haha, ich weiß jetzt schon dass ich mit den Namen durcheinander kommen werde.. Mouna - Marou- Mike xD

 

Aber mein interesse an der Geschichte ist auf alle Fälle schonmal da :) warum sollten Menschen(?) ihre Träume aufgeben müssen?

...mir fallen schon paar Sachen ein, bin also gespannt wie's weitergeht
 

Übrigens cool mit den Cuts und Szenenwechseln, so weiß man nie was als nächstes kommt ;)

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Na**** (abgemeldet) (23)

schrieb :

#6

Das Lager der Neuen war totenstill. Niemand schnarchte, atmete zu laut oder brabbelte im Traum vor sich hin, was daran lag, dass sie nicht träumten.

All ihre Träume hatte sie abgetreten, als sie sich den Läufern anschlossen.

"Hey, Marou." flüsterte eine leise Stimme.

Er drehte sich um und entdeckte in einiger Entfernung ein recht großes Mädchen mit kurzen schwarzen Haaren und beinah genau so schwarzen Augen.

Warum war sie außerhalb ihres Zeltes?
Er marschierte auf sie zu und wollte sie gerade darauf ansprechen, als sich ihr Blick klärte und sie ihm die Antwort ganz von selbst gab:
"Ich kann nicht schlafen." Ihre Stimme war rau und irgendwie dunkel, sie klang nicht typisch mädchenhaft sondern verschwommen und mehr nach Typ.

"Ohne Träume... ist das, wie zu sterben. Oder tot zu sein."
Sie musterte ihn und legte den Kopf schief.

"Kommst du, um uns zu wecken?" Doch es war keine Frage, die sie da stellte, sie wusste aus irgendeinem Grund ziemlich genau, warum er gekommen war.

"Mach dich bereit." Sagte er bloß.

"Und nenn mich nicht Marou. Bloß weil du ein bisschen rumgeschnüfelt hast heißt das noch lange nicht, dass du mich bei meinem Geburtsnamen ansprechen solltest. Nenn mich Aan. Wie alle hier."

Er musterte sie kurz, dann setzte er noch hinzu:
"Du willst doch auch nicht, dass ich dich Rosa nenne, oder?"
Oh ja.

Er hatte bereits von ihr gehört.

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Na**** (abgemeldet) (23)

schrieb :

#5

Irritiert legte Mike auf, kam dann aber schnell auf die idee, dass das Netz schuld sein musste, in der Bahn gab es ja bekanntlich nicht den besten Empfang.

"Und?" fragte Anna von ihrem Sitzplatz aus. "Ist sie schon da?"
"Klar." Mike lächelte, er hatte es gewusst, hätte Anna nicht darauf bestanden, dass er Mouna anrief, hätte er es gleich sein gelassen.

Sie war immer zu früh, immer immer immer.

Die wenigen Male, die sie zu spät aufgetaucht war zu irgendeiner Gruppenaktion waren ganz einfach zu erklären: Angst.

Auch wenn Mouna selbst das nie gesagt hatte, aber Mike hatte ein Gespür für sowas, er sah es in ihren Augen.

"Und ist das Freibad offen?" fragte Anna und zog sich den kurzen Rock zurecht.

"Keine Ahnung." Mike setzte sich zu Ben, der gegenüber von Anna gedankenverloren aus dem Fenster starrte und vermutlich mit dem Kopf weit oben irgendwo in der Materie schwebte.

"Die Verbindung ist unterbrochen worden. 2032 und das Netz ist immernoch genau so schlecht wie 1999."

"Hm." Anna kannte sich nicht sonderlich aus, auch das hatte Mike auf den ersten Riecher gewusst. Sie hatte viel für Schminke und enge Klamotten übrig, ihre blond gefärbten Haare vielen ihr bis zu den Hüften in kringeligen Wellen, die sie sich wohl jeden morgen selbst hineindrehte. Nicht Mikes Typ von Mädchen, wohingegen Mouna...

Nein, so durfte er nicht denken.

Sie waren Kindergartenfreunde, da waren solche Gedanken quasi tabu, eine so wertvolle Freundschaft wollte er nicht gefährden.

"Die Menschen sagen immer, wenn sie sterben kommen sie in den Himmel." murmelte Ben unvermittelt.

"Aber das ist blödsinn. Sie sterben einfach ganz normal."
Anna, Mike und Sascha waren schon an solche Sätze gewohnt und inzwischen machte es ihnen auch nichts mehr aus, das hin und wieder einige fremde Menschen komische Blicke zu ihnen hinüber warfen, sobald Ben den Mund aufmachte.

"Aprop sterben." sagte Sascha, der, lässig wie immer, an der Glaswand lehnte, die den Sitzbereich vom Eingang trennte.

"War da ein Schild? Wegen dem Selbstmord?"
"Keine Ahnung." Mike drückte auf den Haltewunschknopf am Sitz und stand auf. "Aber wir werden das gleich selbst sehen können. Allemann aussteigen!"

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Na**** (abgemeldet) (23)

schrieb :

#4

Zitat von: Evanlyn

Klingt so als könnte es spannend werden...;-) zwinkernder Smiley

Sehr interessanter Einstieg jedenfalls, ich find man ist sofort drinnen^^

 

lg Evanlyn

Danke für die Rückmeldung, supercool das bereits jemand mitließt!

Also...

 

Pünktlich um 11 Uhr früh stand Mouna mit ihrem Rucksack und dem Fahrrad vor dem Freibad am Waldrand.

Wie immer war sie zu früh dran, die Anderen würden erst in einer Viertelstunde auftauchen.

Gemächlich schloss sie ihr Rad an die Fahrradständer und lehnte sich dann gegen die kühle Steinwand der Umkleideräume, fröstelnd zog sie die Schultern hoch und verfluchte die naive Stimme, die sie beim umkleiden dazu veranlasst hatte, ihre Jacke, aufgrund des wetterberichtes, zuhause zu lassen. 

Da vibrierte Mounas Handy und als sie auf das Display sah blickte ihr das Gesicht ihrers ältesten Freundes entgegen, sie kannten sich noch aus der Krabbelgruppe von vor gefühlten Ewigkeiten und hatten seitdem immer wieder miteinander zu tun gehabt.

"Was denn?" fragte Mouna fröhlich in den Höhrer.

"Du bist schon da, oder?" fragte Mike undeutlich, irgendetwas rauschte im Hintergrund.

"Jup." Mouna stieß sich von der Wand ab und lächelte still in sich hinein, er kannte sie echt gut.

"Kannst du mal gucken, ob am Eingang irgendwo ein Schild steht? Ich glaube ja, die wollen uns verarschen, aber..."
"Was denn?" Mouna umrundete die Fahrradständer und schlenderte zum Eingang des Freibads hin. Das Gittertor war verschlossen, aber die Maschen des Zaunes waren groß genug, um zum Einlass gucken zu können.

"Im Internet steht, dass sich da gestern jemand ermordet hat. Oder so. Naja, auf jeden Fall meinen die auch, dass das Freibad nicht mehr geöffnet werden darf."

"WAS?" bei dem Wort ermordet  war Mouna ordentlich zusammengezuckt.

"Beruhig dich." sagte Mike trocken. "Du wirst keine Leiche finden oder so. Vielleicht ist das auch nur ein schlechter Scherz. Also?"

Etwas zittrig setzte Mouna ihren Weg fort.

"Warte, ich..."

Doch da schlug ihr plötzlich irgendetwas das Handy aus der Hand.

 

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Evanlyn (22) aus Fr. i. Brg.

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schrieb :

#3

Klingt so als könnte es spannend werden...;-) zwinkernder Smiley

Sehr interessanter Einstieg jedenfalls, ich find man ist sofort drinnen^^

 

lg Evanlyn

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Na**** (abgemeldet) (23)

schrieb :

#2

"Alta, schläfst du? Komm schon, auf!" schrie der Sammler ihn an.

"Mach das du hoch kommst." rief sein Kumpel herüber und bewarf ihn mit seinen Kletterschuhen.

Müde rappelte er sich auf und blickte zum Mond.

"Müssen wir wirklich schon..." setzte er an, doch der Sammler stieß ihm bloß die Fackel in die Hand.

"Halt die Klappe, Läufer." sagte er und entfernte sich dann, um die Karabiener aus dem Versteck unter den Steinen zu holen.

Sein Freund kam herüber.

"Wenn du nicht vorne rennst kommen die Neuen nicht mit. Sie brauchen dich, Kumpel."

Einen Moment starrten sie sich bloß an ohne irgendetwas zu sagen, es brauchte keine Worte, sie dachten das gleiche.

"Na gut." Er schulterte seinen Rucksack, schnürte sich die Kletterschuhe an und ging dann mit großen, bestimmten Schritten zu den Schlafstädten der neuen Mitläufer, um sie aus ihrem Schlaf zu wecken und auf einen Albtraum vorzubereiten.

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