Thema: Mein verrücktes Leben

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@soleil!:D*juicey@ (22) aus NRW

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schrieb :

#1

Mein Leben                                                                                     

Ohh Schule. Ich sitze hier und frage mich wie bin ich eigentlich hier hingekommen? Ich erinnere mich noch an meinen ersten Tag in der Grundschule. Meine ganze Familie war gekommen. Von Cousine bis Uroma war alles vertreten. Diesen Tag werde ich nie vergessen. Ich kam in die Turnhalle und wollte sofort wieder raus. Obwohl ich mich auf die Schule gefreut hatte, war mir jetzt alles egal. Dieses Bild in der Turnhalle Grund genug gleich wieder rückwärts raus zu gehen. Viele kreischende, kleine Kinder so ungefähr fünf oder sechs Jahre alt also so alt wie ich damals, liefen überall quer durch den Raum. Die Eltern hatten ihnen ordentliche Frisuren gemacht und ordentliche Kleidung angezogen, aber davon sah man jetzt nichts mehr. Die Haare zerzaust und die Klamotten zerrissen. Die Mädchen weinten, während die Jungs lachend ihre Puppen auf den Boden warfen. Ich glaubte wirklich, ich wäre die einzige normale Person in diesem Raum. Meine Haare waren zu zwei Zöpfen geflochten und ich hatte ein Kleid an. Ich wollte sofort wieder weg, aber meine Mutter ermutigte mich mit meiner niedlichen, selbstgebastelten Schultüte hineinzugehen. Trotzdem ging das Gefühl, dass ich irgendwie in einer anderen Welt lebte nicht fort. So ging es mir die ganze Grundschulzeit und da war niemand der mich verstand. Als ich dann im vierten Schuljahr eines Tages nach Hause kam, erzählte mir meine Mutter etwas, wovon ich dachte, dass es mein Leben verändern sollte. Sie erzählte mir von einer Schule, die noch nicht länger als ein Jahr eröffnet war. Schon nach einer halben Minute stand für mich fest, dass ich alles daran setzen würde um an diese Schule zu kommen, denn es war eine besondere Schule. Sie war ziemlich weit weg und hatte nicht viele Schüler. Ich hatte gehört, dass auf den normalen Schulen die Jugendlichen nicht mehr so aussahen wie Jugendliche. Piercings und Zigaretten, Kappen, die schief getragen werden, Alkohol und noch viel mehr… Das sollte hier anders werden (so hatte ich es mir jedenfalls vorgenommen). Jungen, die höflich und nett sind. Mädchen, die sich nicht gegenseitig auslachen und das wichtigste, das alle normal miteinander umgehen. Doch als ich auf die Schule kam, war alles anders. Am Anfang war ich noch in dem Glauben, hier wäre alles so wie ich es wollte. Meine Klasse gefiel mir sofort. Lustige Jungs, nette, nicht rum zickende Mädchen und sehr coole Lehrer. Doch hinterher entpuppte sich alles anders. Heute sitze ich hier. Voll gelangweilt in der Hausaufgabenstunde und schaue mir meine Klasse an. In der rechten Ecke vorne sitzen ein paar Jungs und Mädchen oder wie ich sie nenne, die Flirter, die mal wieder Unsinn machen. In der anderen Ecke die restlichen Jungs, die das Wort Schule für eine Krankheit halten. An meiner linken Seite sitzen die etwas anderen Mädchen, die etwas feinfühligeren, die von allen anderen nichts wissen wollen. Übrig waren ein paar Wenige, die ihre Hausaufgaben erledigen. Und wozu gehöre ich? Ich weiß es nicht! Bis heute bin ich immer noch der Meinung, dass ich in einer komplett anderen Welt lebe. Ich mag meine Klassenkameraden, aber auch wenn sie immer sagen, sie würden mich mögen und mit mir nicht nur reden, um an Hausaufgaben zu kommen, glaube ich ihnen meistens kein Wort. Auf einmal reißt mich ein Junge neben mir aus den Gedanken. „Was ist denn Markus“, frage ich ihn genervt. „Ähm kannst du mir in Mathe etwas erklären?“, fragt er ängstlich. Ich sehe ihn mit genervtem Blick an, helfe ihm dann aber trotzdem. Nach Schulschluss greife ich nach meiner Tasche und gehe an den anderen vorbei. Im Vorbeigehen höre ich wie sie über ihr Treffen am Samstag sprechen. Ich sah zu ihnen hin, mit einem kleinen Funken Hoffnung, sie würden mich auch einladen, aber das einzige, was kam, war „tschüss Melissa“. Am Montag läuft mein Tag fast genauso ab. Da muntert mich noch nicht mal die Eins in Deutsch auf. Beim Mittagessen, als die anderen mich mal wieder nicht beachten, sage ich ihnen mal gehörig die Meinung: „Hört mal, wisst ihr eigentlich wie sich das anfühlt, nicht beachtet zu werden? Ich frage mich, warum ich euch immer noch helfe, weil von euch nie etwas zurückkommt!“ Ich setze mich weit weg von allen, und als ich fertig mit Essen bin renne ich wutentbrannt und mit tränenüberfluteten  Augen auf die Toilette. Ist das Leben denn wirklich so unfair? Die, mit denen du befreundet sein willst, interessieren sich nicht für dich! Mir kamen die Sätze in den Sinn, den mein Bruder vor einigen Tagen meiner Mutter an den Kopf warf: „Du schenkst Melissa viel mehr Aufmerksamkeit als mir. Melissa hat eine Eins geschrieben, und noch eine und noch eine. Ich will auch Aufmerksamkeit!“ Tja, diese Art von Aufmerksamkeit nützt mir nichts! Aufmerksamkeit von Freunden, die nicht über die Schule geht, da würde ich tausend Einsen für geben. Während alle anderen es genau umgekehrt sehen. Mir wird langsam klar, dass die Schule vielleicht anders ist, aber Jungs und Mädchen sind im Grunde immer gleich. Später, als ich den anderen begegne, sehen sie schnell mit schuldbewussten Mienen weg. Zu Hause erzählt mir meine Mutter, dass die Mutter von Robin (einer der Flirter) ihr erzählt hätte, dass Robin über mich zu Hause erzählt. Ich würde immer allen helfen und nie etwas zurück verlangen, und, dass ich anders wäre. Aber positiv anders. Als sie mir das erzählt, kommen in mir wieder letzte Hoffnungsfunken auf. Am nächsten Tag in der Schule kommen die Flirter zu mir. Sie entschuldigen sich für ihr Verhalten. Seit diesem Tag geht es immer ein Stück bergauf. Heraus aus der Schlucht. Wenn auch nur wenig. Ich bin zwar noch nicht beliebter geworden, aber immerhin habe ich eins, zwei Freunde, die mich mögen und die über meine Witze lachen. Trotzdem sind sie immer noch halb auf der Ignorierseite und der Rest der Leute hat sich immer noch nicht gebessert, aber ich habe gelernt, dass man den Mund aufmachen soll und etwas sagen muss wenn es einem schlecht geht. Auch wenn man sich Freunde erarbeiten muss, müssen sie mithelfen. Hinblickend auf die Zukunft, bin ich auch bei dem Rest meiner Klassenkameraden zuversichtlich.

 

Also drückt mir die Daumen. :)

Ende

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Ka**** (abgemeldet) (20)

schrieb :

#2

die Geschichte ist nicht schlecht! Schön wäre es aber, wenn du so Storys schreiben würdest, die immer weiter gehen, dann ist

man immer gespannt ist wie es weiter geht, weil du gut schreibst!

stolzer Smileyaber die Geschichte ist toll

 

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