Thema: Wenn Frauen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung Mütter werden

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#1

Wenn Frauen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung Mütter werden

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Frauen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung haben meistens den sogenannten weiblichen Narzissmus. Wie ich schon in einem anderen Artikel über Narzissmus beschrieben habe, gibt es zwischen weiblichem und männlichem Narzissmus einen Unterschied. Ich habe auch erwähnt, dass sowohl Frau, als auch Mann, an beiden Formen leiden kann. Es sind eben beim männlichen überwiegend Männer und beim weiblichen überwiegend Frauen. Wenn die Störung besonders stark ausgeprägt ist, muss geprüft werden, ob es sich nicht schon um eine Persönlichkeitsstörung handelt.

 

Narzissmus an sich ist ja erstmal nur die Selbstliebe, die jeder von uns bis zu einem gewissen Grad haben sollte. Doch hier geht es um den krankhaften Narzissmus und vor allem die am schwersten ausgeprägteste Form (es gibt mehrere Formen), die Persönlichkeitsstörung.

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In einem anderen Artikel werde ich über narzisstische Väter und deren Narzissmus schreiben, doch hier geht es um Mütter. Vorweg muss ich sagen: Narzisstische Mütter sind nicht wirklich selbstverliebt, sondern selbstbezogen. Denn sie lieben sich nicht unbedingt, sondern haben starke Minderwertigkeitskomplexe.

 

Bei einer starken Ausprägung kann der Narzissmus Frauen, und auch die Menschen in ihrem Umfeld, in ihrer Lebensqualität stark beeinträchtigen und gravierende Auswirkungen haben. Der Grat zwischen Eigenschaft und Störung ist schmal. Sobald eine Frau und/oder ihre Umgebung stark unter der Störung leiden, sollte auf jeden Fall eine therapeutische Abklärung erfolgen.

 

Für Frauen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung sind kritische Bemerkungen nicht nur verletzend, sondern eine echte Bedrohung. Denn das Selbstwertgefühl ist von der Fassade abhängig. Sobald die Maske bröckelt, fühlen sie sich verloren. Älter zu werden oder eine Trennung von Lebenspartnern kann eine echte Katastrophe für sie sein. Depressionen und Angststörungen, aber auch Essstörungen und Suchtprobleme treten nicht selten in Kombination mit weiblichem Narzissmus auf.
 

Nun läuft das aber bei narzisstischen Müttern noch extremer ab. Sie sind nicht dazu in der Lage, ihre eigenen Bedürfnisse zurückzunehmen und Rücksicht auf ihre Kinder und ihren Ehepartner zu nehmen. Die Mutter sieht sich nicht in der Pflicht, sich um ihre Kinder kümmern zu müssen. Sie sieht nur ihre eigenen Bedürfnisse.

 

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Es ist vor allem für die Töchter narzisstischer Mütter eine Tortour, unter einer solchen Mutter aufwachsen zu müssen. Denn die Mutter identifiziert sich mit ihrer Tochter. Alles, was sie an sich nicht leiden kann und hasst, überträgt sie auf die Tochter und behandelt sie dafür auch entsprechend. Eine narzisstische Mutter ist innerlich zerrissen. Sie ist gespalten zwischen Großartigkeitsgefühl und Minderwertigkeitskomplexen. Diese innere gespaltene Welt, überträgt sie auf ihre nächste Umgebung, und das sind in der Regel ihre Kinder und ihr Ehepartner. Weil sie ihre Kind als eine Erweiterung ihrer selbst sieht und weil sie die schwächsten Glieder sind, werden die beiden inneren Seiten auf die Kinder projiziert.

 

Der Sündenbock und das goldene Kind

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Wenn wir jetzt mal davon ausgehen, eine narzisstische Mutter hat 2 Kinder (es können auch mehr sein, dann verteilen sich die Rollen eben auf mehrere Kinder). Dann ist es in der Regel so, dass ein Kind die Rolle des Sündenbocks und des schwarzen Schafes und ein Kind die Rolle des Lieblingskindes, des sogenannten „goldenen Kindes“ zugeteilt bekommt, und das schon sehr früh. Das schwarze Schaf wird gehasst und das goldene Kind bevorzugt und verwöhnt.

 

Ich schreibe aus Absicht nicht „geliebt“, weil es keine Liebe ist. Narzisstische Mütter können nicht wirklich lieben. Sie lieben ihre Kinder nicht, auch nicht die goldenen. Sie übertragen einfach nur ihre eigenen Anteile auf die Kinder. So müssen Sie sich nicht selbst für ihre Fehler und Makel hassen, sondern können das Sündenbock - Kind dafür bestrafen und hassen. Das goldene Kind können sie verwöhnen, um den Teil an sich zu verwöhnen und belohnen, des sie für großartig halten.

 

Wenn es einen Jungen und ein Mädchen gibt, dann ist es meistens das Mädchen, das gehasst wird. Einfach, weil die Mutter sich mit der Tochter auch konkurriert. Besonders schlimm wird es ab der Pubertät. Durch ihre eigenen Komplexe bzgl. Altern, die tolle Fassade zu verlieren, etc. wird sie schnell neidisch und wütend auf die Tochter, wenn diese beginnt, sich zu schminken und für Jungs zu interessieren. Die Mutter versucht dann alles, um der Tochter Steine in den Weg zu legen. Doch es kann in manchen Fällen auch anders herum sein, dass Jungs zu den Sündenböcken gehören. Ausnahmen bestätigen die Regel.

 

Eine narzisstische Mutter stellt immer sich selbst in den Mittelpunkt und ist dazu bereit, alles für ihre Selbstdarstellung zu tun. Auch wenn sie dabei über „Leichen“ gehen muss. Den Erfolg des Sündenbocks erkennt sie entweder gar nicht an, oder nur die Erfolge, die ihr selbst auch etwas bringen, wie z.B. eigene Anerkennung, Verbesserung des eigenen Images in der Öffentlichkeit. Ihre ganze Welt dreht sich um sie selbst, und keiner darf ihr dabei in der Umlaufbahn stehen. Es geht in der Öffentlichkeit um nichts als Selbstdarstellung. So besucht sie z.B. irgendwelche Veranstaltungen, die sie überhaupt nicht interessieren, nur um sich selbst als kultiviert darzustellen.

 

Es dreht sich einfach alles nur um sie, in ihrer Welt.

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Kinder und Ehepartner dienen der narzisstischen Mutter nur als Nebendarsteller im skurrilen Schauspiel mit dem Titel „Die perfekte Mutter und Ehefrau, mit der perfekten Familie“. Die perfekte Familie, die nur durch eine so perfekte Mutter entstehen und aufrechterhalten werden kann.
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Sowas wie Anerkennung wird den Kindern nur entgegengebracht, wenn sie auch den Ansprüchen der Mutter entsprechen. Das betrifft aber in erster Linie das goldene Kind. Das schwarze Schaf ist sowieso an allem Schuld und kann nichts richtig machen. Das goldene Kind ist quasi das Kind, das immer den Ansprüchen gerecht werden muss. Es lebt in dem ständigen Druck, es der Mutter recht zu machen. Und was es bedeutet, in der Hierarchie nach unten zu rutschen, sieht es täglich daran, wie der Sündenbock von der Mutter wie Dreck behandelt wird. So will kein Kind enden, weshalb das goldene Kind auch unter hoher emotionaler Belastung steht, und alles daran setzt, seine Stellung des goldenen Kindes zu halten. Oft geschieht das alles aber eher unterbewusst und weniger bewusst, bei dem goldenen Kind. Es lebt ja doch in einem goldenen Käfig mit allen Dingen, die es braucht, um die hohen Ansprüche erfüllen zu können, realitätsfern. Es wird auf alle Fälle immer Probleme haben, emotionale und geistige Reife und Selbstständigkeit zu erlangen.
 

Dagegen ist das gehasste Geschwisterkind bei vollem Bewusstsein auf dem harten Boden der Realität, mit nichts als Wasser und Brot (das ist eine Metapher), in einem Käfig aus Stacheldraht gefangen. Es erlebt die Herabsetzungen und den Missbrauch durch die Mutter mit vollem Bewusstsein und wird somit auch schnell reif und erwachsen. Muss früh lernen, sich um sich selbst zu kümmern.
 

Der Missbrauch des Sündenbocks ist also eher direkt und von offen bösartiger Natur. Auf einer Ebene, auf der das Kind nur als Boxsack mit der Fähigkeit zur Bedürfnisbefriedigung der Mutter dient. Auf den wertlosen Sündenbock kann man alles Negative werfen. Trotzdem wird das gehasste Kind noch als Bedienung und Aschenputtel missbraucht (es ist durchaus ähnlich, wie im Märchen „Aschenputtel“ oder „Aschenbrödel“). Dafür ist es dann doch noch ganz nützlich. Für mehr taugt es aber, aus Sicht der Mutter nicht. Sie zeigt dem Sündenbock deutlich, wie wenig sie von ihm hält.

 

Der Missbrauch des goldenen Kindes ist eher unterschwellig, auf einer Ebene, auf der das Kind einfach nur als Instrument dient, um den Spross der perfekten Mutter nach außen hin in Szene zu setzen. Es wird also für eigene Zwecke missbraucht. Aber wirkliche Liebe bekommt es auch nicht.

 

Sie sieht ihre Kinder nicht als eigene Menschen mit Bedürfnissen an, sondern als Erweiterung ihrer selbst. Sie hat keine Kinder, sie besitzt Kinder. Genauso wie sie ein Auto besitzt. Sie kann jederzeit darüber verfügen, wie sie es braucht und möchte.
 

Eine der schwersten Formen von Missbrauch

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Es ist seelischer und emotionaler Missbrauch in seiner schlimmsten Form. Auch weil er sehr heimlich und versteckt ist. Narzisstischer Missbrauch gehört zu den heimlichsten Missbrauchsformen überhaupt. Dadurch, dass die Mutter durch ihren Narzissmus nach außen hin umso mehr um eine perfekte Fassade bemüht ist, wird sie sich auch nicht trauen, irgendwelche offensichtlichen Missbrauchsspuren an ihren Kindern zu hinterlassen. Jeder Missbrauchstäter verheimlicht, doch bei einem narzisstischen Täter (hier bei Müttern) ist das um ein Vielfaches extremer.

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Der Missbrauch geschieht überall, doch nur zuhause bzw. hinter verschlossenen Türen offensichtlich. Draußen tarnt sie ihre Herabsetzungen mit lieb und besorgt klingenden Worten. Für andere kaum bis gar nicht merklich bösartig, sondern ganz im Gegenteil. Die narzisstische Mutter ist sehr manipulativ und kann somit auch andere Menschen sehr gut beeinflussen und manipulieren.

 

So bringen narzisstische Mütter ihre Kinder z.B. in Situationen, in denen sie nur verlieren können. Sie dreht immer alles so, dass die Schuld von sich auf andere, in dem Fall auf das Kind, fällt. Konfrontiert das Kind die Mutter z.B. mit ihrem Verhalten, wird sie sich innerlich ertappt fühlen und die Schuld entweder auf das Kind schieben oder sich selbst bemitleiden. Oder beides auf einmal.

 

Hinzu kommt meistens noch ein gewisser Sadismus. Das bedeutet, dass die Mutter es genießt, das Sündenbock – Kind (oder die Kinder, wenn es mehrere sind) zu quälen. Sie empfindet es als befriedigend. Das allein ist ja schon äußerst krank. Doch eines setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Die meisten Opfer narzisstischer Mütter, die über ihre Kindheit erzählen, sprechen von einem unheimlichen Grinsen, das die Mutter drauf hatte, wenn sie ein Kind oder die Kinder bestrafte bzw. bestrafen konnte. Oder auch, wenn sie das gehasste Kind beleidigt hat.

 

Ein Beispiel aus einem Buch, einer Autobiografie, das von einer Frau geschrieben wurde, die als der Sündenbock unter einer narzisstischen Mutter aufgewachsen ist.

 

Darin beschreibt sie an einer Stelle eine Bestrafungs – Situation.

 

Es wurde der Geburtstag des goldenen Kindes, also ihres kleinen Bruders, gefeiert. (Anmerkung: Ihr eigener Geburtstag wurde noch nicht einmal erwähnt … das war sie für ihre Mutter nicht Wert).

 

Natürlich eine riesen Party mit jeder Menge Möglichkeiten für ihre Mutter, sich in Szene zu setzen und in den Mittelpunkt zu stellen. So hat sie z.B. eine riesige Torte gebacken, mit einer gigantischen Dekoration. Dabei ging es natürlich in erster Linie darum, für diese Leistung Lob und Anerkennung zu bekommen, und nicht darum, dem Kind eine Freude zu machen. Es ging also wieder nur um sie.

 

Von dem Kuchen bekam die Tochter (die, die das Buch geschrieben hat) natürlich nichts ab. Um das vor den anderen Gästen plausibel rechtfertigen zu können, erzählte sie allen, dass „das arme Mädchen“ gerade Bauchschmerzen habe. Natürlich hat sie ihrer Tochter vorher befohlen, sich nicht fröhlich zu benehmen, sondern krank.

 

Das große Problem war, dass sie schon 2 Tage lang nichts mehr zu essen bekommen hatte, weil ihre Mutter mal wieder Lust hatte, ihre Tochter zu quälen. Als Anlass erfand sie einfach einen Grund. Jemand hat ihr angeblich erzählt, dass sie gewalttätig gegen ein anderes Kind in der Schule geworden wäre. Das stimmte natürlich nicht.

 

Vor Hunger und Verzweiflung schlich sie sich in der Nacht nach der Party also zum Kühlschrank und nahm sich nur ein klitzekleines Stück vom Kuchen. Doch die Mutter erwischte sie dabei. Es wäre nicht verwunderlich, wenn sie extra deshalb aufgeblieben wäre, um die Tochter bei etwas erwischen zu können. Das würde zu einer narzisstischen Mutter passen.

 

Als Strafe musste sie die komplette restliche Torte aufessen (etwa die Hälfte war noch da). Was sie erbrochen hatte, musste sie wieder essen, bis alles weg war und auch drin blieb.

 

Später erzählte es der Schwester, dass die Mutter die ganze Zeit ein bösartiges Grinsen im Gesicht hatte. Wie immer.

 

Aber auch körperliche Gewalt kann vorkommen. Doch das ist eher seltener, da da die Gefahr der Entstehung offensichtlicher Spuren zu groß ist. Wenn dies aber vorkommt, ist es oft so, dass akribisch auf die genauen Stellen der Spuren geachtet wird. Also gezielt nur da, wo es im Alltag niemand sehen kann. Oder auch innerliche körperliche Verletzungen, wie z.B. durch den Mund im Hals. Ein Beispiel erspare ich euch. Das habe ich in einem anderen Buch von einer Betroffenen mit Entsetzen gelesen. Eine extreme Form der körperlichen Gewalt an den eigenen Kindern.

 

Oft ist es auch so, dass sich die Mutter nicht selbst die „Finger schmutzig“ macht, sondern ein Geschwisterkind vorschickt, um das andere Kind zu schlagen. Dazu muss sie oft nicht einmal mehr genau sagen, was sie möchte. Da sie genau weiß, welchen Gesichtsausdruck oder welche Gestik sie benutzen muss, um ihren Kindern etwas Bestimmtes zu vermitteln. Sie hat ihre Kinder trainiert, sodass sie ihnen mit nur einem einzigen Blick die schlimmsten Strafen androhen kann. Sie wissen, was dieser Blick bedeutet. Das kommt nicht zuletzt von lebenslanger Manipulation durch die Mutter, der sie schon immer ausgesetzt waren.

 

Die narzisstische Mutter kann ihre eigenen Fehler nicht erkennen. Sie ist nicht in der Lage dazu. Zumindest ist sie nicht in der Lage, sich diese einzugestehen. Denn das würde bedeuten, dass sie ihre eigene Großartigkeit infrage stellen müsste. Und das würde wiederum ihr narzisstisches Selbstbild bedrohen.
 

Gerade weil die narzisstische Mutter eine so perfekte Fassade hat, fällt es Außenstehenden sehr schwer, zu glauben, dass gerade „diese nette liebevolle Mutter“ eigentlich ein solches „Monster“ sein soll.

 

Deshalb wird den Opfern oft nicht geglaubt. So etwas will man doch auch nicht wirklich glauben. Eine Mutter sollte bzw. kann doch so nicht sein. Das stört unser Idealbild einer Mutter. Das übersteigt doch eigentlich unser Vorstellungsvermögen. Doch es gibt sie. Wahrscheinlich sind sie auch gar nicht so selten.

 

Sicher gibt es auch hier Extrembeispiele, wie das, was ich hier geschildert habe, und leichtere bis mittlere Ausprägungen der Störung bei Müttern. Aber leiden tun die Kinder immer.

 

Der Vater wird zumeist unterdrückt. Ihre Männer sucht sich die narzisstische Mutter nach bestimmten Kriterien aus:

- er muss schwächer als sie und leicht zu unterdrücken sein

- er muss zu einem guten Image in der Öffentlichkeit beitragen können

- er muss ihr jeden Wunsch von den Augen ablesen

- er muss eine Familie gründen wollen ( nicht weil sie Kinder zum Lieben, sondern weil sie Kinder zum Angeben, zur Selbstdarstellung, haben will)

 

Oft beschreiben Opfer ihren Vater als unterwürfig und eigentlich nett, aber eben auch als Opfer und als tatenlos. Dass er ihnen nie wirklich geholfen hat, weil er wahrscheinlich selbst Angst vor den Reaktionen seiner Frau hatte.
 

Eine narzisstische Mutter ist eigentlich zu bemitleiden, weil sie psychisch schwer gestört ist. Ihre emotionale Entwicklung ist im Kleinkindalter hängen geblieben und hat sich seitdem nicht weiter entwickelt. Egoismus ist in diesem Alter eine normale Entwicklungsstufe. Und wächst bei Narzissten langsam zu krankhafter Egomanie heran. Die Gefühlswelt eines Kleinkindes im Körper eines Erwachsenen ist eine sehr gefährliche Kombination. Denn ein Erwachsener hat ganz andere Möglichkeiten, seine egoistischen Bedürfnisse ohne Rücksicht auf Verluste durchzusetzen.
 

Das Stehenbleiben im Kleinkindalter erklärt auch, warum sie immer wieder heftige Wutausbrüche bekommt, wenn es nicht nach ihrem Kopf geht. Wobei oft auch Sachen durch die Gegend fliegen, denen man lieber nicht im Weg stehen möchte (unter Umständen auch Messer, wenn sie in dem Moment eines in die Hände bekommt). Diese Wutausbrüche sind geprägt von kindischen , bockigen Verhaltensweisen und Äußerungen. Nur leider sind diese Ausbrüche um ein Vielfaches gefährlicher für Umstehende, als wenn ein Kind sich so verhält.

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Wenn es nicht so schlimm und beängstigend wäre, könnte man es als lächerlich bezeichnen.
 

Aber verwechselt das jetzt nicht mit Soziopathie. Denn unter anderem sind Soziopathen nicht dazu in der Lage, sich in andere Menschen hinein zu versetzen. Emotional. Also es fehlt ihnen neben Gewissen auch Empathievermögen.
 

Aber narzisstische Mütter sind sehr wohl in der Lage, Mitgefühl zu empfinden und empathisch zu handeln. Aber sie können diese Fähigkeit an – und ausschalten. Wenn sie es brauchen, weil sie durch empathisches Verhalten erwarten, in einer bestimmten Situation selbst zu profitieren. Also es geschieht nicht aus Selbstlosigkeit, sondern versprechen sie sich dann auch was davon. Aber das Erstaunliche ist, dass die Empathie dann nicht gespielt, sondern echt ist. In anderen Situationen, wie z.B. im Umgang mit dem Sündenbock – Kind, kann sie Empathie, Gewissen, etc. einfach abstellen, als wäre es nie dagewesen.

 

Zum Schluss eine Liste mit den Merkmalen von den Eigenschaften narzisstischer Mütter gegenüber dem Sündenbock:

Sie streitet alles ab

Sie überschreitet Grenzen

Sie bevorzugt, das goldene Kind

Sie sabotiert

Sie erniedrigt, kritisiert und macht das gehasste Kind schlecht

Sie lässt den Sündenbock verrückt wirken, um seine Glaubwürdigkeit zu untergraben

Sie ist neidisch und eifersüchtig

Sie lügt auf unzähliche Arten und Weisen

Sie muss immer im Mittelpunkt stehen

Sie manipuliert

Sie ist selbstsüchtig und stur

Sie ist egozentrisch

Sie ist angriffslustig und reagiert extrem auf Kritik

Sie tyrannisiert

Sie benimmt sich wie ein bockiges Kind

Sie zwingt den Sündenbock, früh Erwachsen zu werden

Sie ist ausbeuterisch

Sie überträgt kranke ihre innere Welt auf ihre Kinder

Sie liegt niemals falsch und macht nie Fehler

Sie weigert sich, einfühlsam zu handeln

Sie erschafft absichtlich Situationen, in denen das gehasste Kind nur verlieren kann

Sie ist scham - und skrupellos

Sie schiebt die Schuld immer auf den Sündenbock

Sie will alles zerstören, was dem Sündenbock irgendwie etwas Schönes bieten kann

Sie benimmt sich oft bemitleidenswert lächerlich

 

Sich aus den Fängen einer narzisstischen Mutter, aus ihrem Spinnennetz zu befreien, ist extrem schwer. Aber viele haben es irgendwann geschafft, sich Hilfe zu holen und so langsam verstanden, dass es nie an ihnen, sondern immer an der Persönlichkeitsstörung der Mutter lag. Ein harter, aber möglicher Weg. Hart nicht zuletzt, weil die Mutter auch noch, wenn die Kinder erwachsen, aus dem Haus sind und selbst Familie haben darauf aus sind, die Kontrolle nicht zu verlieren und die Fäden in der Hand zu behalten. Sie ist wie eine Spinne im Netz. Es geht weiter mit den Enkelkindern. Sie mischt sich dauern in die Erziehung ein, hetzt womöglich die Enkel gegen ihre Mutter auf, usw..

Bildergebnis für Narzisstische mutter

Wie das konkret bei narzisstischen Vätern aussieht, werde ich demnächst in einem anderen Artikel beschreiben.

 

 

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Marion62 (Gast) (55)

schrieb :

#2

Ganz herzlichen Dank, Keep On! Dein Artikel beschreibt meine SItuation so praezise, dass mir die Haare zu Berge stehen!

Marion

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