Holocaust-Mahnmal eröffnet

von Kai Hirschmann - 11.05.2005

2711 unterschiedlich hohe Betonpfeiler ragen in der deutschen Hauptstadt Berlin aus dem Boden. Der Wald aus Beton soll an die etwa sechs Millionen unschuldigen Menschen erinnern, die von den Nationalsozialisten (Nazis) ermordet wurden. Seit dem 10. Mai 2005 ist das Holocaust-Mahnmal in der Nähe des Brandenburger Tors für interessierte Besucher geöffnet.

Der Begriff "Holocaust" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "total verbrannt". Das Holocaust-Mahnmal erinnert an etwa 6 Millionen ermordete Juden. (Quelle: Fotomontage: Helles Köpfchen)

60 Jahre nachdem die alliierten Truppen die Nazi-Herrschaft beendeten, gibt es erstmals einen zentralen Ort der Trauer und des Gedenkens. Der Wald aus Betonstelen ist so groß wie zwei Fußballfelder. Stararchitekt Peter Eisenman hat die bedrückende Gedenkstätte geschaffen. Er soll künftig alle Menschen davor waren, noch einmal in blinder Wut zu versuchen, ganze Völker auszurotten.

Wer zwischen den bis zu 4,70 Meter hohen und 16 Tonnen schweren Stelen hindurch läuft, der kommt sich klein und verloren vor. Es scheint keinen Ausweg zu geben. Unter dem Stelenfeld gelangt man zur Ausstellung, in der das Schicksal der Juden und anderer verfolgter Volksgruppen wie Sinti und Roma während der Nazi-Herrschaft zu sehen ist.

Dort kannst du erfahren, was einzelne Familien und auch Kinder damals erleiden mussten. Du siehst einige Gesichter, die hinter der nackten Zahl "6.000.000 Ermordete" stehen. Seit Dienstag ist das Mahnmal für Besucher geöffnet.

Gedenken an das schrecklichste Verbrechen

Adolf Hitler wollte das gesamte jüdische Volk vernichten. Etwa sechs Millionen Juden aus ganz Europa verloren in den zwölf Jahren der Nazi-Herrschaft zwischen 1933 und 1945 ihr Leben. Es ist bis heute das schrecklichste Verbrechen, das Menschen je verübt haben.

Damals schauten die meisten Deutschen einfach weg, wenn Menschen aus ihrer Nachbarschaft in eines der Vernichtungslager abtransportiert wurden. Das soll heute nicht mehr möglich sein. Jedem, der in die deutsche Hauptstadt Berlin kommt, soll das Mahnmal sagen: "So etwas darf nie wieder geschehen!"

letzte Aktualisierung: 15.11.2009

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