Einstein: Das Ende der Zeit

Albert Einstein und das Licht, letzter Teil

Teil 4 von 4

von Andreas Fischer und Sandra Müller - 07.06.2005

Albert Einstein hat sich "versehentlich" auch mit "Schwarzen Löchern" beschäftigt. Laut seiner Theorie wird die Schwerkraft in einem Schwarzen Loch so stark, dass alle Materie in weitem Umkreis angezogen wird. Die Raumkrümmung bewirkt, dass selbst Licht nicht mehr entweichen kann. Innerhalb eines Schwarzen Loches brechen unsere Vorstellungen von Raum und Zeit zusammen - die Zeit endet dort.

An schwarzen Löchern im Weltraum wird das Licht abgelenkt.

Die bekannteste Formel Einsteins lautet E=mc². In Worten: Energie ist gleich Masse mal Lichtgeschwindigkeit mal Lichtgeschwindigkeit. Was verbirgt sich hinter dieser berühmten Formel? Wir wollen herausfinden, wie viel Energie (E) in einem Stück Masse (m) steckt. Das "c" steht für die Lichtgeschwindigkeit, also 300.000 Kilometer pro Sekunde (km/s). Entsprechend sind c² = 90.000.000.000 (90 Milliarden) Sekundenkilometer.

Mit dieser gigantischen Zahl muss die Masse (m) multipliziert (mal genommen) werden, um herauszufinden, wie viel Energie in ihr steckt. Mit Hilfe dieser Formel kann man auch ausrechnen, wie viel Masse ein Körper verliert, wenn er Energie abgibt, indem er Licht ausstrahlt. Weil c² eine so riesige Zahl ist, wird deutlich, dass auch in den kleinsten Teilchen eine große Menge Energie steckt.

Was diese Entdeckung aber tatsächlich bedeutete, wurde der Weltöffentlichkeit erst im Jahre 1945 bewusst. Und sie machte diese Erfahrung auf eine sehr schmerzhafte Art und Weise. Denn die USA warfen je eine Atombombe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. Atome sind winzige Teilchen, die man mit bloßem Auge nicht sehen kann. Trotzdem erzeugen sie eine gigantische Menge Energie, wenn man sie teilt. Und genau diese Energie tötete unzählige Menschen.

Verflixt neugierig

Wenn die Sonne explodieren würde, bekämen wir das erst acht Minuten später mit. Denn so lange braucht das Licht, um die Erde zu erreichen.

Nach der Vorlesung waren die Kinder mal wieder begeistert, und sie trommelten so laut auf die Tische, dass der ganze Hörsaal bebte. Thomas Trefzger beendete die Kinderuni, indem er Einsteins Tipp an die jungen Teilnehmer weitergab: „Man braucht keine besondere Begabung, man muss nur verflixt neugierig sein.“

Bis zur nächsten Vorlesung müssen sich die Kinder noch ein wenig gedulden. Dann erwarten sie die beiden Filmwissenschaftlerinnen Susanne Marschall und Fabienne Liptay. Bei ihnen geht es um die Frage, wie die Farbe in den Film kommt. Denn am Anfang der Kino-Geschichte waren noch alle Filme schwarz-weiß. Erst seit etwa 70 Jahren gibt es Farbfilme. Und das Farbfernsehen ist sogar noch viel jünger. Näheres erfahrt ihr am 2. Juli an der Kinderuni Mainz.

Noch mehr Wissenswertes über Albert Einstein, seine Weisheiten, sein Leben und seine Theorien erfährst du in unserer Serie "Albert Einstein - die Zunge des Genies".

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letzte Aktualisierung: 06.09.2009

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