Geschichte der Olympischen Winterspiele

10.02.2006

Die Olympischen Winterspiele wurden zum ersten Mal 1924 im französischen Chamonix ausgetragen. Damals nahmen nur 13 Frauen und 281 Männer aus 16 Ländern an 14 Wettbewerben teil. Bei den Olympischen Spielen in Turin sind 2.500 Sportler aus 84 Nationen Nationen dabei, die 84 Wettbewerbe austragen.

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Für die Athleten geht es von Freitag an wieder um Gold, Silber und Bronze. (Quelle: La Presse)

Von Anfang an sind die Sportarten Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Eishockey, Bobfahren, Skispringen, die Nordische Kombination und der Ski-Langlauf olympische Disziplinen. Die 13 teilnehmenden Frauen durften 1924 aber nur einen einzigen Wettbewerb - Eiskunstlauf - bestreiten. Alle Athleten waren reine Amateure, die einem ganz normalen Beruf nachgingen und ihrem Sport nur in der Freizeit nachgingen. Ihnen ging es vor allem um die Ehre, denn bei Olympia gab es kein Geld zu verdienen.

Das hat sich heute geändert. Längst kämpfen bei den Olympischen Spielen vor allem hoch bezahlte Profisportler um die Medaillen. In Turin ist alles viel größer und professioneller als vor 80 Jahren. Allein die gigantische Eröffnungsfeier auf der größten Bühne, die je in Italien aufgebaut wurde, kostet 28 Millionen Euro. Außerdem entstand in Turin ein ganz neuer Stadtteil für die Sportler, das so genannte Olympische Dorf.

Bei den vergangenen Olympischen Winterspielen in Salt Lake City (USA) erragen die deutschen Sportler zwölf, die österreichischen sowie die Schweizer Athleten je drei Goldmedaillen. Damals gab es einige unschöne Skandale, die die Freude an dem Ereignis trübten. So ist bekannt geworden, dass einige Mitglieder des Olympischen Komitees Geld dafür angenommen hatten, dass sie Salt Lake City als Austragungsort gewählt hatten. Und während der Spiele sorgte der deutsch-spanische Langläufer Johann Mühlegg zunächst für sehr gute, später für sehr schlechte Schlagzeilen. Nachdem der für Spanien startende Athlet zwei Goldmedaillen gewonnen hatte, kam später heraus, dass er gedopt war. Er seine beiden Medaillen wieder abgeben.

Eistänzerin trifft Buckelpisten-Skifahrer

Bunte Architektur des Olympischen Dorfes in Turin. Dort werden die Sportler wohnen. (Quelle: La Presse)

So etwas soll sich dieses Mal natürlich nicht wiederholen. Im Mittelpunkt der 20. Olympischen Winterspiele stehen die 2.500 Sportler aus der ganzen Welt. Sogar einige "Exoten" wie die Bobfahrer von der heißen Karibikinsel Jamaika sind am Start. Auch bei den beiden Sportlern der beiden Neulingen dieser Spiele, Äthiopien und Madagaskar, steht wohl eher das ursprüngliche und schöne Motto "Dabeisein ist alles" im Vordergrund. Andere Profi-Sportler wollen sich unbedingt den Traum von der olympischen Goldmedaille erfüllen.

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Einige Sportarten sind sehr populär und ihre Spitzensportler dementsprechend berühmt. Andere Sportarten fristen eher ein "Mauerblümchen-Dasein". So treffen die gut bezahlten Eishockeystars aus den USA im olympischen Dorf schon Mal auf das bei den meisten Menschen völlig unbekannte Curling-Team aus Neuseeland. Und die bekannten Skispringer aus Österreich können sich mit den Snowboardern austauschen, die auf der Halfpipe spektakuläre Tricks vollführen.

Folgende Sportarten kannst du bei den Olympischen Winterspielen bewundern:

  • Ski alpin: Abfahrt, Slalom, Riesenslalom, Super G, Kombination
  • Freestyle-Ski: Buckelpiste, Halfpipe
  • Ski-Langlauf: fünf Einzelstrecken und Staffel
  • Biathlon: vier Einzelstrecken und Staffel
  • Skispringen: Normalschanze, Großschanze, Mannschaftsspringen
  • Nordische Kombination: Einzel, Sprint und Team
  • Snowboard: Halfpipe, Cross, Parallelriesenslalom
  • Eishockey
  • Eisschnelllauf: fünf Einzelstrecken und Mannschaftsverfolgung
  • Short Track: drei Einzelstrecken und Staffel
  • Eiskunstlauf / Eistanz
  • Curling
  • Rodeln: Einzel und Doppelsitzer
  • Skeleton
  • Bobfahren: Zweierbob und Viererbob

Die große Auswahl im Fernsehen

Schnellball Neve und Eiswürfel Gliz waren die Maskottchen der Winterspiele. (Quelle: Olympische Winterspiele 2006 in Turin)

Wer allerdings versucht, bis zur Abschlussfeier am 26. Februar alle 900 Wettkampf-Stunden im Fernsehen zu verfolgen, wird am Ende rote und brennende Augen haben. Am besten, du suchst dir nur die Wettkämpfe aus, die dich wirklich interessieren. Bei einem der vielen Olympia-Sender kannst du die Entscheidung bestimmt live verfolgen. Im Fernsehen übertragen ARD, ZDF, ORF und Eurosport die Wettbewerbe. Außerdem fungiert der digitale Sender "ZDF info" vorübergehend als reiner Olympiakanal.

Immer mit dabei sind die beiden Maskottchen der Olympischen Spiele: "Neve", der weibliche Schneeball und "Gliz", der männliche Eiswürfel. Bei unseren Linktipps kannst dir die beiden in einem Trickfilm ansehen und sie dir als Bildschirmhintergrund herunterladen. Dann ist Olympia auch auf deinem Computer angekommen. Viel Spaß!

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letzte Aktualisierung: 27.12.2009

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