Jugendfilm: "Keine Sorge, mir geht's gut"

28.03.2007

Der französische Film von Philippe Lioret läuft derzeit in unseren Kinos. Als die 19-jährige Lili aus den Sommerferien zurück nach Hause kehrt, merkt sie, dass etwas anders ist. Ihre Eltern holen sie vom Bahnhof ab, alles scheint normal zu sein - doch dann erfährt sie, dass ihr Zwillingsbruder Loïc verschwunden ist. Ihre Eltern behaupten, er sei nach einem Streit mit seinem Vater einfach gegangen. Damit bricht Lilis heile Welt zusammen und sie beginnt, sich zu verändern. Sie ist fest entschlossen, ihren Bruder zu finden...

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Die 19-jährige Lili glaubt nicht, dass ihr Bruder einfach so abgehauen ist. (Quelle: Keine Sorge, mir geht's gut)

Lili ist sehr verwirrt. Sie kann nicht begreifen, dass ihr Bruder einfach so fort gegangen ist. Einzig ein Lied hat er ihr hinterlassen. Erfolglos versucht sie ihren Bruder auf dem Handy zu erreichen. Selbst ihre Nachricht auf seiner Mailbox bleibt unbeantwortet. Das Mädchen macht sich heftige Sorgen und beginnt mehr und mehr, seinen Vater zu verachten, der sich scheinbar kaum darum schert, wie es Loïc geht und wo er gerade ist.

Lilis Eltern gehen weiter ihrem Alltag nach und lassen sie trotz ihrer Fragen im Unklaren darüber, was wirklich vorgefallen ist. Das Mädchen scheint allmählich daran zu zerbrechen. Es hört auf zu essen und nimmt nur noch passiv am Leben teil. Lilis einst so heile Welt zerbricht - und sie kommt schließlich in die geschlossene Abteilung einer Klinik für Magersüchtige.

Nachdem sie die Hoffnung auf ein Lebenszeichen ihres Bruders schon aufgegeben hat, besucht ihr Vater sie in der Klinik und bringt eine Postkarte mit. Diese ist von Loïc an sie adressiert und er schreibt: "Keine Sorge, mir geht's gut!". Lili schöpft Hoffnung und beginnt wieder zu essen. Nach einiger Zeit hat sich ihr Zustand soweit gebessert, dass sie aus der Klinik entlassen wird. Sie ist jedoch nicht mehr die Lili, die sie früher war. Zu sehr hat sie die Zeit der Ungewissheit geprägt. Ihre kindliche und positive Art hat sie abgelegt und sie geht an die Dinge nun eher skeptisch heran. Das Mädchen ändert sein Leben komplett. Lili bricht die Schule endgültig ab und arbeitet als Verkäuferin in einem Supermarkt.

Lili macht sich auf die Suche nach ihrem Bruder

Lili bricht die Schule ab und beginnt ein neues Leben. Sie beschließt, sich auf die Suche nach ihrem Bruder zu machen. (Quelle: Prokino)

Sie lebt abgeschottet und niemand kommt an sie heran. Nur Thomas, der sich in sie verliebt hat, findet bis zu einem gewissen Grad emotionalen Zugang zu ihr. Noch immer ist sie fest entschlossen, ihren Bruder zu finden. Zu dieser Zeit schreibt Loïc ihr bereits regelmäßig - und jedes Mal befindet er sich an einem anderen Ort. Seine Karten bringen den Hass zum Ausdruck, den er für seinen Vater empfindet.

Lili hat längst geahnt, dass es nicht nur ein einfacher Streit war, der Loïc veranlasste, zu gehen. Sie entschließt, alles abzubrechen und sich auf die Suche nach ihrem Bruder zu begeben. Indem sie die Orte bereist , aus denen die Karten abgeschickt wurden, kommt sie ihrem Ziel Schritt für Schritt näher. Oder auch nicht? Was steckt wirklich hinter dem geheimnisvollen Verschwinden des Bruders?

Mélanie Laurent spielt in diesem Film die Rolle der Hauptdarstellerin Lili. In Frankreich wurde der Film zu einem großen Erfolg, Mélanie Laurent dadurch zum Star. Sie wurde mit dem Romy-Schneider-Preis 2006 als beste Nachwuchsschauspielerin ausgezeichnet. Ebenso bekam sie den César als beste Newcomerin verliehen. Auch Kad Merad, der Lilis Vater spielt, bekam den César als bester Nebendarsteller. Der Film wurde von vielen Zuschauern und Kritikern aus Frankreich hoch gelobt und mit Begeisterung aufgenommen. Der Titelsong "Lili" ist zudem in den französischen Musikcharts auf dem ersten Platz gelandet.

Titel: " Keine Sorge, mir geht´s gut!"
Originaltitel: "Je vais bien, ne t’en fais pas"
Darsteller: Mélanie Laurent, Kad Merad, Isabelle Renauld
Start: 22. März 2007
Regie: Philippe Lioret
Länge: ca. 96 Minuten
FSK: ab 6 Jahren

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letzte Aktualisierung: 15.08.2009

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