Wie artgerecht leben die Zootiere?

von Kai Hirschmann

Das Tierleben im Zoo war früher nicht angenehm für die Tiere. Sie wurden meist in viel zu engen Käfigen oder Betongehegen gehalten. Ständig waren sie den neugierigen Blicken der Zoobesucher ausgesetzt und konnten sich nie verstecken oder zurückziehen. Viele Tiere wurden krank, rannten nur noch in ihrem Käfig hin und her oder starben sogar vor Kummer. Zootiere werden heute auch nicht immer artgerecht gehalten, vieles hat sich aber gebessert.


Bärengehege im Frankfurter Zoo (heute) (Quelle: Kai Hirschmann)

Seit einigen Jahren haben die Tierparks in Europa umgedacht. Immer mehr Gehege werden naturnah umgebaut. Dschungeltiere leben dann zum Beispiel auch im Zoo in dichtem Urwald statt in einer Betonwüste. Sie fühlen sich viel wohler, leben länger und pflanzen sich auch öfter fort. Der erste Zoo der neuen Generation war der Burgers Zoo in Arnheim (Niederlande). Auch heute noch ist er das große Vorbild für alle Zoos Europas.

Besucher müssen dort die Tiere im Gelände suchen, statt sie präsentiert zu bekommen.
Das macht viel mehr Spaß. Denn der Zoobesuch bekommt einen Hauch von Abenteuer. Du wirst zum Naturforscher und erlebst hautnah, wie es sich anfühlt, im Dschungelklima oder in der Wüste zu leben. Und jeder Zoobesucher versucht, zuerst das versteckte Tier im Gelände zu entdecken. Oft sind die Kinder viel bessere Naturforscher als ihre Eltern.

Hilfe für die Frankfurter Bären

Bärenbusch im Frankfurter Zoo (geplant) (Quelle: Alexander Rebik)

Auch im Frankfurter Zoo wurden in den letzten Jahren viele Gehege umgebaut. So leben etwa die Tiger und Leoparden heute in einem großen Dschungelgelände. Auch die Robben haben ein neues Zuhause gefunden.

Nun sollen auch die Malaienbären und Lippenbären ein schönes neues Gehege bekommen. Die Bären müssen heute noch in einem viel zu engen, hässlichen Betongehege auf 112 Quadratmetern (qm) leben. In drei Jahren soll sich das nun endlich ändern. Die frankfurter Bären sollen dann in einem sechs mal so großen Bärenbusch-Gelände herumtollen können. Das wird ihren natürlichen Lebensbedingungen in der Natur nachempfunden, wie du es auf der Zeichnung sehen kannst. Das Ganze kostet leider sehr viel Geld - 1,5 Millionen Euro, die die Stadt Frankfurt, der der Zoo gehört, nicht aufbringen kann. Daher hat der Zoo eine große Spendenaktion gestartet.

letzte Aktualisierung: 14.11.2009

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