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Waldsterben in Deutschland 2004 auf neuem Höhepunkt

von Kai Hirschmann - 08.12.2004

In Deutschland gibt es sehr viel Wälder, mehr als in fast jedem Land Europas. Doch leider sind immer mehr Bäume krank. Von vier Bäumen ist mittlerweile nicht mal mehr einer gesund. Genauer gesagt sind nur noch 28 Prozent der Bäume ohne sichtbare Schäden. Vor allem Buchen, Eichen und Fichten verlieren immer häufiger ihre Blätter und Nadeln. Jeder dritte Baum ist schon sehr krank und hat kaum noch Blätter oder Nadeln.

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Das alles hat das Ministerium für Landwirtschaft in dem jährlichen Waldschadensbericht festgestellt. Unsere Landwirtschaftsministerin Renate Künast stellte die Ergebnisse am 8.12.2004 vor.

Gründe für die Waldzerstörung

Es liegt vor allem an zwei Gründen, dass es unserem Wald immer schlechter geht:

  • Der Sommer 2003 war viel zu trocken. Der ausbleibende Regen hat die Bäume geschwächt. Sie wurden so anfällig für Krankheiten und Schädlinge.
  • Fabriken, Autos und Heizungen unserer Häuser blasen immer mehr Schadstoffe in die Luft. Diese Abgase verschwinden nicht einfach im Himmel, sondern sammeln sich im Wasser der Regenwolken und fallen dann als Regen wieder zur Erde. Das ist der so genannte "saure Regen". Dabei wird der Boden vergiftet. Die Bäume werden krank.
  • Auch die Landwirtschaft hat Schuld am Erkranken unserer Bäume. Denn wenn Stickstoffdünger oder Gülle verwendet werden, dann sickern zu viele Stickstoffverbindungen wie Ammoniak in die Erde. Der Boden wird sauer, was viele Bäume nicht vertragen.

Bäume haben wir wir auch Abwehrkräfte gegen häufige Krankheiten. Doch schwache Bäume verlieren ihre Abwehrkräfte und werden dann von Pilzen oder Schädlingen befallen. Förster versuchen den geschwächten Bäumen zu helfen, indem sie Schädlinge und Pilze bekämpfen. Doch das ist oft wie ein Kampf gegen Windmühlen.

Was können wir tun?

Wenn wir uns auch in ein paar Jahren noch durch dichte Wälder wandern wollen, dann müssen wir alle etwas gegen die Luftverschmutzung tun.

  • Es macht Sinn, darauf zu achten, Energie zu sparen. Fernseher, Computer und Stereoanlage müssen zum Beispiel nicht immer im Standby-Modus bleiben. Sie verbrauchen sogar noch Strom, wenn sie ganz ausgeschaltet sind. Daher lohnt es sich, den Stecker zu ziehen. Aber auch das Licht muss nicht immer brennen und dein Zimmer muss nicht warm sein, wenn du gar nicht da bist.
  • Du kannst auch öfter mal mit dem Fahrrad einkaufen fahren, damit das Auto deiner Eltern öfter in der Garage stehen bleibt.
  • Deine Eltern können etwa eure Wohnung / euer Haus besser isolieren. Wenn ihr Doppelglasfenster einsetzt und die Wände besser dämmt, dann braucht ihr weniger heizen, um es gleich warm zu haben. Vielleicht könnt ihr ja auch ein Solardach einbauen und so noch mehr Strom sparen.
  • Es gibt Bio-Lebensmittel, die ohne Stickstoffdüngung erzeugt wurden. Denn beim Herstellen dieser Dünger wird viel Treibhausgas erzeugt.
letzte Aktualisierung: 26.01.2010

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