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Deutschland trauert und spendet

Teil 2 von 2

29.12.2004

Die verheerende Flutkatastrophe, die Südasien und Ostafrika am zweiten Weihnachtsfeiertag heimsuchte, hat über 225.000 Menschen getötet. Der Trauer folgt nun eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft auf der ganzen Welt.

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(Quelle: Bild: Reuters)

Von den 6.000 deutschen Urlaubern, die vor allem in Thailand und Sri Lanka Urlaub machten, werden über 1.000 immer noch vermisst. Bisher hat man nur 60 Deutsche Tote identifiziert: 46 in Thailand, 14 in Sri Lanka. Aber es muss damit gerechnet werden, dass sehr viel mehr Deutsche unter den Opfern sind. Viele Menschen wurden ins Meer gespült und werden wohl für immer verschollen bleiben.

Die meisten Überlebenden sind mittlerweile mit Sonderflügen nach Deutschland zurückgekeht. Die Bundeswehr hat sogar ein großes Flugzeug mit eingebauter Krankenstation bereit gestellt. So konnten auch schwer Verletzte in Kliniken nach Deutschland ausgeflogen werden.

Hilfsorganisationen werden behindert

Leider versuchen hunderte Angehörige aus Europa, ihre Verwandten auf eigene Faust zu finden. Statt die Verletzten und Kranken versorgen zu können, müssen sich nun viele Helfer um die trauernden Verwandten kümmern. Geländetaugliche Wagen werden von den Suchenden angemietet, die dann nicht für den Transport von Hilfsgütern zur Verfügung stehen. Übersetzer werden von den Suchenden gut bezahlt und fehlen dann an anderer Stelle. Und schließlich bekommen die reichen Europäer Nahrungsmittel und Unterkünfte, die dann nicht den Flutopfern zur Verfügung stehen.

Immer neue Gefahren für die Flutopfer

Unter den Opfern waren vor allem Einheimische, die nun vor dem Nichts stehen. Viele Kinder haben ihre Eltern verloren, viele Familien wurden auseinander gerissen. Außerdem haben die armen Menschen auch ihr zu Hause, all ihren Besitz und oft auch ihre Arbeitsstelle verloren. Denn die meisten Menschen an den asiatischen Küsten lebten vom Tourismus. Insgesamt sind wohl 1,5 Millionen Menschen von der Flutkatastrophe betroffen.

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Das Leiden für die Bevölkerung vor Ort hat noch lange kein Ende. In den Touristenhochburgen ist schon viel Hilfe angekommen. In anderen, abgelegeneren Gebieten warten aber viele Menschen bis heute noch auf Hilfe.

  • Viele Menschen sind verletzt worden. Nun fehlen Medikamente und Ärzte, die verhindern, dass aus kleinen Verletzungen schlimme Krankheiten werden. Leider sterben so täglich Menschen an Blutvergiftung und Durchfall.
  • Durch die Flut wurde viel Abfall ins Trinkwasser gespült, außerdem wurden noch nicht alle Toten geborgen. Das Wasser der Brunnen und Wasserleitungen ist dadurch jetzt gesundheitsschädlich.
  • Bei den heißen Temperaturen von über 30°C vermehren sich in dem Schlamm und Brackwasser Krankheitserreger und Überträger wie die Tse-Tse-Fliege und Stechmücken. Die Hilfsorganisationen befürchten, dass gefährliche Seuchen ausbrechen werden, die viele weitere Menschen das Leben kosten werden.

Riesige Hilfsbereitschaft auf der ganzen Welt

Zuerst haben viele Regierungen auf der ganzen Welt Soforthilfe in die Länder geschickt. Spezialisten bereiten Trinkwasser auf, Ärzteteams versorgen Kranke und Soldaten helfen bei den Aufräumarbeiten. Außerdem bekamen die großen Hilfsorganisationen Geld für ihre Arbeit vor Ort.

Auch die Spendenbereitschaft auf der ganzen Welt ist riesengroß. In England haben einige Kinder zum Beispiel ihre ganzen Weihnachtsgeschenke verkauft und das Geld dann gespendet. Viele Schulklassen, Firmen und Kirchen sammeln Spenden. Und auch Sondersendungen im Fernsehen tragen einiges zum Erfolg bei.

Das alles ist auch dringend nötig, um 1,5 Millionen betroffenen Menschen ein Überleben und eine Zukunft zu sichern. Wenn deine Eltern auch helfen wollen können sie das zum Beispiel hier tun:

Unicef
Bank für Sozialwirtschaft
Bankleitzahl: 370 205 00
Kontonummer: 300 000
Stichwortwort 'Erdbeben Asien'

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letzte Aktualisierung: 15.11.2009

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