Karneval in Venedig

Welt der Magie und Träume

von Sandra Müller - 05.02.2008

Seit dem 13. Jahrhundert feiert man in Venedig den berühmten "Carnevale" - den Abschied vom Fleisch, bevor die Fastenzeit allem Übermut ein Ende setzt. Überall in der Stadt sieht man Menschen mit aufwendigen Kostümen und geheimnisvollen Masken. Dahinter bleiben auch die "sozialen Rangordnungen" verborgen - denn an diesen Tagen darf jeder in eine beliebige Rolle schlüpfen.

Im Mittelalter dauerte die Karnevalszeit etwa sechs Monate. Heute feiern die Venezianer noch zwölf Tage - dafür gibt es aber an jedem dieser Tage ein richtiges Spektakel. Der Karneval übt seit jeher einen großen Reiz auf die Einwohner Venedigs aus. Denn es steht jedem frei, sich eine beliebige Rolle auszusuchen.

Es ist ganz egal, ob der Maskierte ein Bürger oder ein vornehmer Edelmann ist. Auf diese Weise setzen die Venezianer die gesellschaftliche Rangordnung für einige Zeit außer Kraft. Hinter den Masken bleiben soziale Unterschiede verborgen.

Essen und Trinken mit Maske

Die berühmteste Maske ist die Bauta. Sie kann viele Stunden getragen werden.

Die berühmteste Maske ist die "Bauta". Sie besteht traditionell aus einem Schleier- oder einem Spitzentuch aus schwarzer Seide, dazu einem Dreispitz-Hut und einer weißen Maske, die "Larva" oder "Volto" heißt. Der untere Teil der Maske steht so weit vom Mund ab, dass sie auch über Stunden getragen werden kann.

Es ist problemlos möglich, mit ihr zu essen und zu sprechen. Den Hut muss man dabei allerdings aufbehalten, weil die Maske an ihm befestigt ist.

Nachdem der französische Eroberer Napoleon Anfang des 19. Jahrhunderts Venedig besetzt hatte, blieben die Kostüme fast 200 Jahre lang in der Mottenkiste. Erst 1980 lebte der alte Brauch wieder auf – in erster Linie dem Tourismus zuliebe. Und tatsächlich kommen jedes Jahr tausende Menschen aus aller Welt nach Venedig, um dort Karneval zu feiern.

letzte Aktualisierung: 16.11.2012

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