Thema: Das letzte Herbstblatt

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Pa**** (abgemeldet) (20) aus

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#1

Info

 

Guten Morgen/Mittag/Abend (oder auch gute Nacht, falls du Nachtschwärmer bist -) ich heiße Parachute und übernehme hier die Infoseite, also den ersten Beitrag in diesem Forum.

 

Ich.3 und Parachute werden hier eine Teamgeschichte aufstellen, beziehungsweise, wir werden versuchen, eine Geschichte zu schreiben.

Da wir dies noch nie versucht haben bitten wir um nachsehen, falls uns erstmals Fehler unterlaufen sollten.

 

Über die Geschichte selbst haben wir kaum Absprachen getroffen, wir haben uns bisher lediglich auf den Titel geeinigt.

Damit unsere Zusammenarbeit harmonisch wird und ihr beim lesen nicht durcheinander kommt werden wir noch einige Regeln festlegen, so weit sind wir aber noch nicht.

Gegebenenfalls stellt eine von uns die Regeln hier noch hinein, wenn nicht dann nicht -

mit der Geschichte anfangen wird dann Ich.3

 

Da Ich.3 und ich zwar befreundet sind, aber erstens außschließlich über Mails kontakt haben und zweitens in ganz verschiedenen Zeitzonen leben, kann es sein, dass generell immer Pausen von bis zu 3 Wochen entstehen. Ferienbedingt natürlich auch bis zu 6, bitte seht uns das nach.

 

Viel Spaß und wir freuen uns über jeden Leser :)

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Ic**** (abgemeldet) - Avatar
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Ic**** (abgemeldet) (18)

schrieb :

#12

Keine Chance

 

Lara blieb nicht lange in ihrem Zimmer, kaum war sie drinnen, stürmte sie auch schon wider hinaus.

„Mama! Ich bin mal kurz bei Jacky, ja? Ich hab mein Handy mit, sollte aber nicht lange dauern.“

„Lara, es gibt doch jetzt bald Mittagsessen! Du gehtst nirgends hin!“

Mittagessen? War es schon 1Uhr? Egal, sie musste zu Jacky!

„Aber Mama! Bitte! Es ist dringend!“

„So? Was denn? Irgendwelche Schulprojekte?“ Lisa schaute sie verschmitzt an. Eltern lernten eindeutig viel zu schnell!

„Ahm, nein, eigentlich nicht... Ich wollte nur mal rüberschauen und-“

„Gut, dann kann das ja noch bis nach dem Mittagessen warten. Deckst du bitte den Tisch?“

„Mama bitte!“

„Tisch  de - cken!“

Lara stieß einen wütenden Seufzer aus, funkelte ihre Mutter böse an, stapfte in das Esszimmer und deckte den Tisch. Dieser Tag hätte genausogut Freitag der 13. sein können – an dem sie mit dem linken Fuß aufgestanden ist...

 

Hastig schob sich Lara den letzten Löffel Kürbiscreme Suppe in ihren Mund, sprang auf und war schon auf ihren Weg zur Gadarobe.

„Ich bin dann bei Jacky! Hat gut geschmeckt, danke!“

„Lara warte mal, du musst noch Geschirrwaschen!“

Und zum zweiten Mal an diesem Tag, kam Lara nicht einmal bis zur Haustüre. Wiso Geschirr – oh! Der Geschirrspüler! Gestern erst ging er kaputt, ihr Vater war nicht im geringsten ein geborener Handwerker und ihr Nachbar hatte erst übermorgen Zeit um ihn zu reparieren. Bis dahin musste Lara unfreiwilligerweise den Job des Geschirrspülers übernehmen, und dass währe ihr eigentlich auch egal gewesen, würde sie nicht zu Jacky müssen...

„Ach Mama! Kannst du das nicht machen?“ Lara schaute ihre Mutter mit flehenden Augen an, „Bitte! Ich muss wirklich, wirklich los!“

„Du kennst meine Antwort...“

Wie ignorant konnte man eigentlich nur sein?  

„Was ist wenn sie dieses mal anders ist?“ Ein Funken von Hoffnung blitzte in Laras Augen auf...

„Ist sie nicht.“

...und erlischte einen kurzen Moment darauf. Ihre Mutter war einfach unmöglich!

„Ach!!! Ich geh ja schon!“ Lara warf  fustriert ihre Arme in die Luft, und verfluchte den egoistischen Geschirrspüler. Warum mussten Dinge eigentlich immer dann kaputt gehen, wenn man sie am meisten brauchte?

 

Wenn dieser Tag so weiter gehen sollte, dann würde sie entgültig verrückt werden!

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Pa**** (abgemeldet) (20)

schrieb :

#11

Efrail

 

Egal wie gut, wie anschaulich sein Unterricht gewesen war, auf den Lärm der menschlichen Welt war er nicht vorbereitet gewesen.

Da stand er nun an der Kreuzung, sah aufmerksam nach rechts, dann nach links und wollte gerade einen Schritt tun, als ohrenbetäubendes Schrillen ihn zusammenzucken ließ.

Ein rotweißer Wagen raste knapp an ihm vorbei und hinterließ ein unangenehmes, hohes Sirren in seinen Ohren, er fühlte sich wie taub.

Wie betäubt stolperte er zurück.

Sein bester Freund hatte sich dematerialisiert, er durfte sich in der menschlichen Welt nicht blicken lassen, so war das halt.

"Wo muss ich lang?" zischte Efrail möglichst unauffällig über die Schulter, obgleich die Passanten ihn in ihrem hektischem Gewusel sowieso nicht beachteten.

"Über die Straße das Haus am Waldrand." antwortete die Stimme seines Wächters in seinem Kopf.

Zu Anfang hatte es Efrail erschreckt, als das erste Mal ein Engel in seinem Kopf gesprochen hatte. Inzwischen fand er es einfach nur nervig, manchmal. Hier aber war es äußerst nützlich und so hielt er sich die schmerzenden Ohren zu, überquerte die Straße und ging den Weg entlang bis zu dem Haus des Mädchens, das er kennen lernen sollte. "Was soll ich eigentlich machen, wenn ich da bin?" fragte er leise seinen Wächter.

"Garnichts. Du sollst erstmal nicht mit ihr in Kontakt kommen, du sollst sie dir einfach ansehen. Sie muss sich erst noch als würdig erweisen, deine Anweisungen kommen erst in drei Tagen. Allerdings..."
plötzlich erschien sein Wächter neben ihm, breit grinsend.

"Allerdings kannst du ihr trotzdem so nah kommen wie du willst. Du..."
"Spinnst du?" Efrail stieß seinen Wächter an. "Du darfst dich hier nicht sehen lassen!" rief er aus, doch sein Wächter faltete bloß die Flügel unter dem weißen Hemd neu und lächelte dämonisch:
"Ich bin unsichtbar. Und solange du mich sehen kannst bist du es auch - sie können sogar direkt durch uns hindurch gehen. Siehst du?"
Und er tat einen Schritt zurück, mitten in den Weg eines Mannes - der geradewegs durch den Wächter hindurch lief, als wäre er garnicht da.

"Cool." murmelte Efrail - davon hatten ihm seine Lehrer garnichts erzählt!

 

 

aus Fr. i. Brg.

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Evanlyn (20) aus Fr. i. Brg.

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schrieb :

#10

Weiterschreiben!!!!!! Ich will nicht immer warten müssenheulender Smileyheulender Smiley

Nein, Scherz, es ist einfach mega gut geschrieben, da kann ich sogar mal geduldig sein ;)

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Pa**** (abgemeldet) (20)

schrieb :

#9

Efrail

 

Nachdem man ihm die letzten guten Ratschläge erteilt, das U-Bahnsystem nochmal gründlich erklärt und seine Sprachgenauigkeit überprüft hatte verabschiedeten seine Mentoren sich von ihm.

Zusammen mit Magefair gingen sie hinein, während er und sein bester Freund Luzifel sitzen blieben und warteten, bis die gläsernen Türen sich geschlossen hatten.

Luzifel stand als erster auf und reckte sich in den warmen Sonnenstrahlen. Efrail betrachtete seinen Freund und Leibwächter, legte den Kopf schief und fragte:

"Ist das nicht ziemlich eng?" Er meinte die weiße Jacke, die Luzifel trug, um seine Engelsflügel zu verbergen.

"Schon scheiße, dass wir euch zwar überlegen sind, in eurem Reich aber nur in Notfällen fliegen oder sprechen dürfen, oder?"

antwortete Luzifel und lächelte Efrail an.

Efrail stand bloß auf und machte eine wegwerfende Handbewegung.

"Du darfst den Feenprinzen von Avalo beschützen, das sollte dir genügen, um glücklich zu sein."
Er ging voran zum großem goldenem Tor, hinter dem seine Reise zur Menschenwelt endlich beginnen würde.

So sah er nicht den hasserfüllten Blick, den sein bester Freund und Leibwächter ihm zuwarf, als er ihm auf lautlosen Sohlen folgte.

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Ic**** (abgemeldet) (18)

schrieb :

#8

Das leere Buch

 

Sie betrachtete den dunklen Ledereinband nur kurz, bevor sie aufgeregt die erste Seite aufschlug. Nichts. Die zweite, dritte und vierte Seite war ebenfalls leer.

 

“Was...“, Lara blätterte verwirrt durch das Buch, doch auch alle anderen Seiten wiesen keine Symbole, Schriftzeichen oder Bilder auf. Sie machte verbissen weiter, bis sie sich absolut sicher war, dass sie nicht den winzigsten Hinweis übersehen hatte. Nichtsdesdotrotz, das Buch blieb leer. Genervt seuftzte sie und warf das Buch auf den laubbedeckten Boden.

 

“Na toll! Was soll ich mit einem leeren Buch? Schon verrückt, das alles...“

 

Einige Minuten saß Lara einfach nur im Laub und starrte das Buch vor ihr an, bis sie sich schließlich mit einem Seufzer erhob. Es würde nichts mehr bringen, hier Däumchen zu drehen und auf ein Wunder zu warten, ehrlich gesagt, die heutigen Erlebnisse hatten ihr völlig gereicht!

 

Die Blätterhütte lag schon einige Meter hinter ihr, als Lara innehielt und noch einmal zurückrannte. Das Buch ließ ihr keine Ruhe, sie konnte es nicht einfach dort liegen lassen! Noch einmal bewunderte sie die Blätterhütte, trat durch die Tür, nahm das Buch und ging nach Hause, ohne sich noch ein weiteres Mal umzudrehen. Aber nur, weil sie einerseits nicht zurück schaute, und andererseits das Blätterhäuschen schon ein paar 300 Meter hinter ihr lag, hieß das noch lange nicht, dass ihre Gedanken das akzeptierten. Sie schaffte es einfach nicht länger als eine Minute, wenn überhaupt, an etwas anderes zu denken. Immer wieder spielten sich die heutigen Ereignisse in ihrem Kopf  ab, und geradezu ununterbrochen quälten sie dieselben Fragen:

Was genau ist heute passiert? Der Blättersturm, oder was auch immer das war, war mit Sicherheit kein Zufall; ebensowenig die Blätterhütte. Aber was hatte sie damit zu tun, und wie war so etwas nur möglich? Vielleicht wegen dem Blatt das die gefangen hatte...aber das wäre doch auch verrückt! Und dieses Buch...tja, alles Rätsel über Rätsel...

             

Endlich war sie zu Hause! Vielleicht konnte sie hier etwas finden, um sich etwas abzulenken. Und kaum hatte sie sich die Schuhe ausgezogen, wurde ihr Wunsch erfüllt.

           

“Lara! Da bist du ja endlich! Ich hab mir schon Sorgen gemacht! Warum hast du nicht angerufen?“

           

“Ich war abgelenkt...“

 

Laras Mutter, Lisa, zog die Augenbrauen hoch: “Aha, und was wäre das bitteschön gewesen?“

           

“Ich...ahm...ich bin durch das Laub gegangen und hab...was gefunden.“, Lara hob das Buch ein wenig hoch, “Ein Buch. Äh, es ist leer, aber...nun ja...das nächste Mal werde ich ganz bestimmt anrufen, versprochen!

 

Damit rannte sie in ihr Zimmer, und ließ ihre Mutter allein mit ihren Fragen, Fragen auf die nicht mal sie antworten konnte... Oh ja, wie sehr sie sich Antworten wünschte, doch die würde sie nicht bekommen, noch nicht...

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Ic**** (abgemeldet) (18)

schrieb :

#7

Hey Leute!

 

Das Ende von: "Blattzauber" war nicht wirklich durchgedacht. Ich bin dann erst nacher drauf gekommen, dass es sehr blöd wäre auf einen Schlag das ganze Geheimniss zu enthüllen. Also habe ich das Ende umgeschrieben und dann dort fortgesetzt, viel Spaß beim lesen :)

 

LG. Ich.3

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Pa**** (abgemeldet) (20)

schrieb :

#6

Efrail

 

Als er, gekleidet in sein bestes Hemd, in den Garten hinaus trat, saßen seine Kampfkunstlehrerin, sein Mentor und sein bester Freund und Leibwächter bereits am reichlich gedecktem Tisch und unterhielten sich.

"Ah, guten Morgen Junge." Grüßte sein Mentor und lächelte. "Heute ist der Tag aller Tage." Er erhob sich und die anderen taten es ihm gleich.

Magefair kam und zog einen Stuhl für Efrail zurück.

Efrail setzte sich, nickte Magefair zu und wartete, bis seine Freunde sich auch wieder gesetzt hatten.

"Der Tag der Tage also." murmelte er. "Was beschert mir dieser Tag?" fragte er dann seinen Leibwächter.

"Nun." Sein bester Freund faltete die Flügel sorgfältig auf dem Rücken, rückte sein Besteck zurecht und sah dem Prinzen genau in die Augen. "Ich weiß nicht, was er ihnen beschehren wird, aber mir wird er einige Wochen herzzerreißender Langeweile beschehren. Drüben in der Menschenwelt wird meine einzige Aufgabe sein, für Rat und Tat zur Seite zu stehen, eine... mit verlaub, aber eine langweiligere Aufgabe könnte ich mir kaum vorstellen, mein Freund."

Efrail lächelte. "Nun, wir werden sehen. Lasst uns beginnen, der Tag wird nicht jünger."

Alle vier begannen zu essen, und während sie speisten erklärten seine Lehrer ihm noch einmal alles, was er gelernt hatte Stück für Stück...

luka13 (Gast) (13)

schrieb :

#5

Ich find's bisher voll cool, aber über Lara weiß man so wenig und bisher hat sie nur in n Buch gestarrt oder so... irgendwie hat sie keinen Hintergrund!

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Ic**** (abgemeldet) (18)

schrieb :

#4

Blattzauber

 

Wie einzelne Puzzelteile fügten sich die Herbstblätter zusammen. Der Wind trug die Blätter in Position, und als der Wind sein Werk beendet hatte, stand nicht einmal fünf Meter von Lara entfernt eine Hütte aus Blättern.

 

“Wa- wie...aber...“ Laras Gedanken überschlugen sich.

 

Zugegeben, die fliegenden Blätter waren schon alles andere als normal, aber das hier, das war verrückt! So etwas konnte nicht real sein! In Geschichten ja, aber nicht hier, nicht vor ihren Füßen. Normalerweise würde die Blättermauer sofort in sich zusammenfallen, außer...es wäre Magie im Spiel. Aber so etwas gab es doch nicht, oder?

 

Lara bemerkte plötzlich, das alles still geworden ist. Es flogen keine Bläter mehr durch die Luft, der Wind hatte sich gelegt, und selbst sie Vögel waren verstummt. Es schien, als würde der ganze Wald die Luft anhalten und auf Laras nächste Aktion warten. Auf einmal spürte Lara, wie sich Unruhe in ihr ausbreitete. Das alles war ihr zu unheimlich, sie konnte hier nicht länger bleiben, sie musste weg! Doch sie hielt inne. Wenn sie jetzt davon rennen würde, wenn sie sich jetzt verstecken würde, würde sie es dann für immer bereuen? Es gab nur dieses eine Mal, nur diesen einen Moment und kein Zurück, egal welche Entscheidug sie treffen würde.

 

Lara schloss die Augen, atmete tief ein, und bevor sie es sich anders überlegen konnte, setzte sie einen Fuß vor den anderen und stand kurz daruf vor der orange-braunen Tür. Sie zögerte: Was war hinter dieser Tür? Würde sie ein unheilvolles Etwas erwarten, oder Magie und Schönheit, wie in Laras Geschichten? Es gab nur eine Mögichkeit um das heraus zu finden, und so drückte Lara die Türklinke mit zittrigen Händen, und hoffte auf das Beste. Hinter der Tür verborgen lag – nichts. Lara stieß einen enttäuschten Seufzer aus, das konnte doch nicht alles gewesen sein, oder? Wenn eine Blätterhütte genau vor ihren Augen auftauchte, dann bestimmt nicht grundlos!

 

Neugierig erkundete Lara das kleine Gebäude. Sie strich an den Wänden entlang und wunderte sich noch einmal darüber, wie so etwas nur möglich war. Sie wurde unterbrochen, als ihr Fuß gegen etwas Festes stieß. Sofort fiel sie auf ihre Knie und machte sich dran das Laub weg zu fegen. Ein Buch. Triumphierend hielt sie es in der Hand und war sichtlich mit sich selbst zufrieden. Da hatte sie doch noch etwas gefunden!

 

Während sie den dunkelbraunen Ledereinband betrachtete, fragte sie sich, wie das Buch hier her gekommen war. Oder lag es dort schon seit einiger Zeit und von Laub begraben? Doch das war jetzt erst einmal unwichtig, sie interessierte sich viel mehr für den Inhalt. Sie klappte das Buch auf  und fing an zu lesen. Längst vergangene Geschichten wurden wieder lebendig, und mit jedem Wort, mit jedem Satz, drang Lara tiefer in das einst verlorene Land ein...

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Pa**** (abgemeldet) (20)

schrieb :

#3

Efrail

 

Man weckte ihn in tiefster Hektik. "Wo ist dein weißes Hemd?" fragte seine Hausfee, kaum dass er die Augen müde aufgeklappt hatte.

"Mhpf..." stöhnte er und vergrub sein Kopf wieder in den Kissen.

Prompt pikste seine Hausfee ihn mit spitzem Zeigefinger und warf ihm sein Hemd um die Ohren. "Sie dürfen nicht wieder einschlafen, ich soll sie wecken, Gott was für ein Durcheinander, müssen sie denn wirklich immer..." Sie stürzte sich in seinen Klamottenhaufen, durchwühlte die Sockenkiste und schüttelte ratlos den Kopf. "Was wollen sie essen?" fragte sie beiläufig, während sie sich bückte um unter sein großes Himmelbett zu gucken. "Essen? Es ist gerade..." Er sah auf die Wanduhr - "Es ist 3 Uhr früh. Was soll das, Magefair?"

Als er ihren Namen nannte hielt sie inne, richtete sich auf und strich sich das lange blaue Haar aus der Stirn.

"Ihr Vater schickte mich, sie sofort startklar zu machen. Ihr... Training ist abgeschlossen."
DAS hatte Wirkung.

"Mein Training? Jetzt?" schockiert sprang er aus dem Bett. Nie hätte er damit gerechnet, je seinen Auftrag beginnen zu können, seine Lehrer hatten sogar immer gesagt...

"Was wollen sie also essen?" fragte Magefair und unterbrach damit seinen Gedankenstrom.

"Äh..." Hilflos zuckte er mit den Schultern. Es konnte nicht sein, sein Vater musste sich irren. Ein Fehler, es konnte nicht... so oft hatte er gefragt, warum er all das Menschenzeugs lernen muss, warum er Benimmregeln lernte statt feeisch, warum er nicht wie die anderen Elfenkinder Blütensäfte herstellen oder Träume weben durfte. Die Antwort war immer gewesen: Tu es für deine Mutter. Für dich. Deine Zukunft hängt davon ab, wie gut du bist.

Seine Zukunft... und jetzt sollte sein Training plötzlich vorbei sein? Jetzt sollte er...

"Oh Gott..." murmelte er lautlos. Was sollte er bloß tun, er...

"Was ist, mein Prinz?" fragte Margefair, die wohl seine Lippenbewegung gesehen hatte. "Ich kann nicht..." Er versuchte noch kurz, seine Position aufrecht zu erhalten, immerhin war er der Prinz. Dann aber überwältigte ihn seine Aufgabe, und er sah Margefair geradewegs an, sah ihr mitten in die violetten Augen und sagte: "Ich kann das nicht. Ich kann nicht. Jemand... jemand anderes muss gehen." Sie lächelte nur, kam zu ihm und strich ih, nach kurzem Zögern, über die Stirn. Er wusste genau, sie linderte seine Sorgen, kühlte seine Stirn.

"Wissen sie was?" fragte die Hausfee; "Noch ist es garnicht so weit. Denken sie immer an das Gegenwärtige, mein Prinz." Er starrte sie an und schloss die Augen. "Wie immer haben sie einen guten Rat für mich, Margefair." Er nickte.

"Was also ist das nächstliegende?"

Seine Hausfee schwirrte davon, kam aber gleich darauf wieder. sie drückte ihm ein Bündel gefalteter Klamotten in den Arm und deutete auf den Garten vor dem Fenster.
"Dort draußen wartet ihr Essen auf sie. Wenn sie gegessen haben sagen sie mir Bescheid und wir begleiten sie zu den Räumen, wo ihre Lehrer und Tutoren sie erwarten. Und vergessen sie nicht..."
Magifair flog bereits zur offenen Tür hinaus -

"Vergessen sie nicht: Es geht um die Zukunft des ganzen verwunschenen Landes!!"

 

 

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