Thema: Bloodstained Love

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L Lawliet (14) aus

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#1

 

Meine Sicht

 

Ich war allein. Allein in den dunklen Straßen, die nur von dem dumpfen Licht einer dünnen Mondsichel erleuchtet wurden. Kein einziges Auto, das die Straße entlang ratterte. Kein einziger Mensch, der einen Nachtspaziergang wagte. Nicht einmal eine Katze. Ich war vollkommen alleine. Doch trotz allem hatte ich das seltsame Gefühl, beobachtet zu werden. Ich versuchte, den Gedanken zu verwerfen und setzte meinen Weg fort. Auf einmal vernahm ich Schritte hinter mir. Ich blieb schlagartig stehen. Mein Verfolger ebenfalls. Ich blickte mich um. Niemand in Sicht. Ich verfiel in Panik und rannte um mein Leben. Die Person rannte mir hinterher. Ich stürmte unbeirrt weiter und merkte nicht einmal, dass ich diese Gegend der Stadt nicht kannte. Allmählich holte mein Verfolger auf. Nun hatte er mich schon so weit eingeholt, dass ich seinen Atem im Nacken spürte. Er war eiskalt und ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. Ich rannte noch schneller. Das Herz schlug mir bis zum Hals und ich geriet langsam aus der Puste. Ich trotzte dem und rannte weiter. Ich hätte noch stundenlang um mein Leben rennen können, doch schon nach der Hälfte der Strecke blieb ich vor einer Mauer stehen. Ich saß in der Falle. Verzweifelt tastete ich die Mauer ab, in der Hoffnung, einen Geheimschalter zu finden. Doch es passierte nichts dergleichen. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Mein Herz blieb stehen. Die Schritte näherten sich. Dann erklang eine spöttische Stimme:„Du armes Ding! So ganz allein hier draußen im Dunkeln!“ Ich fuhr herum, sah allerdings niemanden. „W-wo bist du?!“,rief ich. Augenblicklich sprang etwas von der Mauer über mir. Es war ein blasser Junge mit rabenschwarzem Haar. Er hatte sich seinen Hut tief ins Gesicht gezogen und ich erkannte nur sein breites Grinsen. „Was willst du von mir?!“,schrie ich. Sein Grinsen wurde noch breiter. „Rate mal!“ Er hob seinen Kopf, sodass ich seine giftgrünen Augen sehen konnte. Zuerst versuchte ich wegzusehen, doch ich konnte meinen Blick nicht von diesen Augen reißen. Er trat näher an mich heran und stützte seinen rechten Arm neben mir an der Mauer ab. Ich versuchte zu fliehen, doch er stützte auch seinen linken Arm neben mir ab. „Lass mich gehen!“,rief ich zornig. „Wieso sollte ich?“,fragte der Junge. „Ich...Bin durstig!“ „Hilfe!“,schrie ich aus vollem Hals. „Hört mich denn niemand?!“ „Niemand kann dich hören!“,raunte der Junge mir ins Ohr. „Menschen sich arrogante Geschöpfe. Sie denken bloß an sich selbst.“ „Das stimmt nicht!“,rief ich. „Lass mich in Ruhe!“ „Das werde ich sicher nicht!“,flüsterte er. „Ich halte es nicht länger aus!“ Kurz darauf legten sich seine Lippen um meinen Hals. Langsam kam ein Paar spitzer Eckzähne zum Vorschein. Ein Vampir! Ich schrie auf, wehrte mich mit aller Kraft...Es half nichts. Er drückte mich an die Mauer und seine Eckzähne bohrten sich in meinen Hals. Ich fing an, unter ihm zu zappeln. Ich spürte, wie meine Kraft langsam schwand. Und ich wusste genau, dass mich nichts mehr retten konnte. „Das...Kannst du nicht tun!“,schrie ich aus letzter Kraft. Doch er hörte nicht auf mich. Gierig saugte er mir das Blut aus den Adern. Er schlang seine langen Arme um meinen Rücken und drückte mich fest an sich, ohne seine Eckzähne aus meinem Hals herauszuziehen. Ich versuchte, mich loszureißen, doch es war hoffnungslos.

 

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Fa**** (abgemeldet) (14)

schrieb :

#2

Sehr gut geschrieben!

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