Thema: "Unnötiges" rumheulen in Social Networks - kennt ihr das?

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MasterXJanX (26) aus aus dem Ruhrgebiet

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schrieb :

#1

Sagt euch jetzt wahrscheinlich nichts, ich werde es erst einmal erklären:

 

Es fällt mir vor allem auf Facebook ständig und immer wieder auf. Beispielsweise Bilder von total abgemagerten Erwachsenen, die so aussehen, als hätten sie ihr Leben lang im Ofen gesessen und nie was zu sich genommen.

 

Dann kommen auch noch so Sachen wie "Wer nicht liked hat keine Gefühle" oder sonst solch einen Müll. Ständig auf "1 Like = 1 € " oder sowas.

 

In den Kommentaren dann jedes mal nur rumheulerei das arme...

Klar, natürlich ist das auch wahr. Was ich daran jetzt nicht mag, werdet ihr gleich hören.

 

Aber um es mal für alle klar zu machen, das dürfte jeder mitbekommen haben: Der Fall mit der GermanWings.

 

Es waren unter 200 Menschen, die gestorben sind. Aber es waren nicht irgendwelche Menschen, es waren alles Deutsche. Das war natürlich so wichtig, und der Fall wurde viel wichtiger. 

 

Dabei sterben jeden Tag in Afrika mehrere Menschen an Hunger oder irgendwelchen Krankheiten, die nicht geheilt werden können, weil es z.B. zu wenig Krankenhäuser gibt.

 

Ebenso war es dann mit Ebola. In Deutschland war eine Person gefährdet, gleich kamen alle Medien damit. Das ist Afrika ich glaube hundert tausende gestorben sind, war zweitranging und wurde sehr selten erwähnt.

 

Ich verstehe nicht, wieso oft wegen wenigen Menschen so ein Aufstand gemacht wird, aber dann solche Sachen wie in Afrika, die viel drastischer sind, immer so egal sind. Und warum macht das jetzt solch einen Unterschied, ob das Deutsche sind oder nicht?!

 

Kennt ihr sowas? Ist euch das auch schon mal aufgefallen? Könnt ihr mir da zustimmen, oder denkt ihr da anders?

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#11

Zitat von: whatelse

Ja das stimmt.

Es wird viel empört in sozialen Netzwerken, wie schlimm alles ist. Aber selber macht keiner was dagegen.

Damit meine ich eher politische und soziale Angelegenheiten, nicht den Flugzeugasturz.

Aber da wars schon auch so.

Die Medien haben sich so auf den Fall gestürzt, dass die Privatsphäre des Piloten sehr darunter leidete. Ja der ist zwar tot, aber für seine Angehörigen ist das echt unfair.

 

Oh - jaa! Aber,was verstehst du unter "etwas tun"? Was können wir Zivilisten unternehmen?? Zu Letzterem : Uh,nein. Das wollte er mit hoher Wahrscheinlichkeit so.. Selbstmorde gelangen nur in unsere Hände,wenn sie öffentlich begangen worden sind & na ja.. am besten noch welche in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Ach ja,man muss bedenken,dass er psychisch ,,gestört" war. In diesem Sinne kann man es ihm nicht ganz verdenken.

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schrieb :

#10

Zitat von: MasterXJanX

Da hast du absolut Recht, die Privatsphäre war überhaupt nicht mehr vorhanden, das war wirklich ekelhaft.

 

Nicht nur an der Schule wurden die weinenden & trauernden Menschen einfach gefilmt und teilweise nicht einmal zensiert, ebenso an den Kirchen usw.. 

Eindeutiger Spitzenreiter war, na, wer wohl: Die BILD. Das war erbärmlich. Jeden Tag auf's neue. Immer auf dem Titelbland so Sachen wie "AMOK-PILOT ...". Er war schon tot und trotzdem wurde auf ihm rumgehackt als wäre er Osama Bin Laden. 

 

Sein voller Name wurde einfach auf die Titelseite geschrieben, sodass den Namen und das Gesicht heute auch ja jeder kennt.

 

Aber den Namen & das Gesicht haben wirklich erschreckend viele veröffentlicht, auch N-TV oder N24, denen ich sowas eigentlich nicht zugetraut hätte.

 

 

Sogar das Haus von der Familie wurde gefilmt, das ist doch echt nicht mehr im Rahmen.

 

Wochenlang ging das so, jeden Tag irgendein neuer Verdacht, damit noch mehr die Zeitung kaufen. Da hört es echt auf...

 

Genau, das ist doch echt krass.

 

Die BLÖD. Ich kann die Zeitung echt nicht leiden.

 

Bei uns hat ein Boulevardblatt mal einfach so den falschen Piloten abgebildet. Ein fremdes Bild von einem Unbeteiligten. Und das sollte der Pilot gewesen sein. Privatsphäre? Hallo?

 

Einfach nur schrecklich.

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schrieb :

#9

Zitat von: whatelse

 Ja das stimmt.

Es wird viel empört in sozialen Netzwerken, wie schlimm alles ist. Aber selber macht keiner was dagegen.

Damit meine ich eher politische und soziale Angelegenheiten, nicht den Flugzeugasturz.

Aber da wars schon auch so.

Die Medien haben sich so auf den Fall gestürzt, dass die Privatsphäre des Piloten sehr darunter leidete. Ja der ist zwar tot, aber für seine Angehörigen ist das echt unfair.

 

Da hast du absolut Recht, die Privatsphäre war überhaupt nicht mehr vorhanden, das war wirklich ekelhaft.

 

Nicht nur an der Schule wurden die weinenden & trauernden Menschen einfach gefilmt und teilweise nicht einmal zensiert, ebenso an den Kirchen usw.. 

Eindeutiger Spitzenreiter war, na, wer wohl: Die BILD. Das war erbärmlich. Jeden Tag auf's neue. Immer auf dem Titelbland so Sachen wie "AMOK-PILOT ...". Er war schon tot und trotzdem wurde auf ihm rumgehackt als wäre er Osama Bin Laden. 

 

Sein voller Name wurde einfach auf die Titelseite geschrieben, sodass den Namen und das Gesicht heute auch ja jeder kennt.

 

Aber den Namen & das Gesicht haben wirklich erschreckend viele veröffentlicht, auch N-TV oder N24, denen ich sowas eigentlich nicht zugetraut hätte.

 

 

Sogar das Haus von der Familie wurde gefilmt, das ist doch echt nicht mehr im Rahmen.

 

Wochenlang ging das so, jeden Tag irgendein neuer Verdacht, damit noch mehr die Zeitung kaufen. Da hört es echt auf...

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whatelse (27)

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schrieb :

#8

Ja das stimmt.

Es wird viel empört in sozialen Netzwerken, wie schlimm alles ist. Aber selber macht keiner was dagegen.

Damit meine ich eher politische und soziale Angelegenheiten, nicht den Flugzeugasturz.

Aber da wars schon auch so.

Die Medien haben sich so auf den Fall gestürzt, dass die Privatsphäre des Piloten sehr darunter leidete. Ja der ist zwar tot, aber für seine Angehörigen ist das echt unfair.

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schrieb :

#7

Zitat von: Yoko_

Ich finde es auch nicht richtig, wenn die Probleme in anderen Ländern (z.B. Afrika) verharmlost werden, was aber nicht stimmt. Nur ist das Hungerproblem halt nicht erst seir Kurzem da & man kann nicht ständig so intensiv darüber reden/schreiben. Vielleicht läuft das nicht andauernd in den Medien, aber man kümmert sich trotzdem darum. Außerdem ist es meiner Meinung nach völlig logisch, dass bei dem Flugzeugabsturz mehr darüber gesprochen wurde als über ein Problem, das sowieso schon jeder kennt. & ja, es berührt einen mehr, wenn es um Menschen geht, mit denen man sich identifizieren kann, mit denen man sich verbunden fühlt.
Aber JEDER Tod ist schlimm!
Ich finde auch, dass du den Flugzeugabsturz da ziemlich verharmlost & so tust, als wäre er gar nicht sooo schlimm.

 

Natürlich war der schlimm, Haltern ist keine 20km von mir entfernt, mein Vater kannte die Schule.. das ging natürlich nahe.

 

Ich habe auch jeden Tag nur noch davon gehört und mich informiert usw.. Trotzdem stelle ich mir dann wieder die Frage, wieso endliche Leute das Foto drin hatten mit der "Flugnummer", und bei anderen Sachen, die mal nicht in Deutschland passieren, niemanden das so wirklich interessiert.

 

Beim Flug MH370 hatte niemand so etwas, da habe ich das nicht einmal geshen... 

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schrieb :

#6

Ich finde es auch nicht richtig, wenn die Probleme in anderen Ländern (z.B. Afrika) verharmlost werden, was aber nicht stimmt. Nur ist das Hungerproblem halt nicht erst seir Kurzem da & man kann nicht ständig so intensiv darüber reden/schreiben. Vielleicht läuft das nicht andauernd in den Medien, aber man kümmert sich trotzdem darum. Außerdem ist es meiner Meinung nach völlig logisch, dass bei dem Flugzeugabsturz mehr darüber gesprochen wurde als über ein Problem, das sowieso schon jeder kennt. & ja, es berührt einen mehr, wenn es um Menschen geht, mit denen man sich identifizieren kann, mit denen man sich verbunden fühlt.
Aber JEDER Tod ist schlimm!
Ich finde auch, dass du den Flugzeugabsturz da ziemlich verharmlost & so tust, als wäre er gar nicht sooo schlimm.

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schrieb :

#5

Hey ja ich stimme dir hier voll und ganz zu Was mir auch aufgefallen ist das es viele Leute gibt diejeden "mitleidstrend " damit meine ich solche Sachen wie germanwibgs oder Charlie Hebdo. Mitmachen. Denn natürlich sind die Sachen schlimm dir passiert sind aber meistens kennt man die Leute nicht mal.oder man interessiert sich nicht für diese sacjen. Für mich ist das dann Heuchelei

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schrieb :

#4

Zitat von: Svna.

 Ja,das ist mir bekannt.

 

Ich denke,wenn die Opfer Landesmänner sind,dass man sich mehr dafür interessiert,weil man eine Verbindung erkennt.

Die Opfer sind/waren einem so nah,im Gegensatz zu den afrikanischen Leuten,die weit weg wohnen.

Die meisten Menschen haben mit hungernden,afrikansichen/.. Kindern nichts am Hut. Hier kennzeichnet lässt sich mal wieder die weit verbreitete Egozenrizität. 

Man sollte sich dann fragen: ,,Was wäre wenn,ich in der Lage dieser Leute wäre?" 

 

Ja, da hast du Recht...

 

Bei der GermanWings wohnten die sogar 20km von mir weg, mein Vater kannte noch Lehrer der Schule usw., klar, das hat mich auch schon mehr interessiert, als vielleicht das mit dem Flug MH370, was verschollen war.

 

Trotzdem finde ich es oft komisch, wenn wegen einem Menschen alle Medien sofort kommen, aber anderes links liegen gelassen wird.

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schrieb :

#3

Zitat von: MasterXJanX

Sagt euch jetzt wahrscheinlich nichts, ich werde es erst einmal erklären:

 

Es fällt mir vor allem auf Facebook ständig und immer wieder auf. Beispielsweise Bilder von total abgemagerten Erwachsenen, die so aussehen, als hätten sie ihr Leben lang im Ofen gesessen und nie was zu sich genommen.

 

Dann kommen auch noch so Sachen wie "Wer nicht liked hat keine Gefühle" oder sonst solch einen Müll. Ständig auf "1 Like = 1 € " oder sowas.

 

In den Kommentaren dann jedes mal nur rumheulerei das arme...

Klar, natürlich ist das auch wahr. Was ich daran jetzt nicht mag, werdet ihr gleich hören.

 

Aber um es mal für alle klar zu machen, das dürfte jeder mitbekommen haben: Der Fall mit der GermanWings.

 

Es waren unter 200 Menschen, die gestorben sind. Aber es waren nicht irgendwelche Menschen, es waren alles Deutsche. Das war natürlich so wichtig, und der Fall wurde viel wichtiger. 

 

Dabei sterben jeden Tag in Afrika mehrere Menschen an Hunger oder irgendwelchen Krankheiten, die nicht geheilt werden können, weil es z.B. zu wenig Krankenhäuser gibt.

 

Ebenso war es dann mit Ebola. In Deutschland war eine Person gefährdet, gleich kamen alle Medien damit. Das ist Afrika ich glaube hundert tausende gestorben sind, war zweitranging und wurde sehr selten erwähnt.

 

Ich verstehe nicht, wieso oft wegen wenigen Menschen so ein Aufstand gemacht wird, aber dann solche Sachen wie in Afrika, die viel drastischer sind, immer so egal sind. Und warum macht das jetzt solch einen Unterschied, ob das Deutsche sind oder nicht?!

 

Kennt ihr sowas? Ist euch das auch schon mal aufgefallen? Könnt ihr mir da zustimmen, oder denkt ihr da anders?

Ja,das ist mir bekannt.

 

Ich denke,wenn die Opfer Landesmänner sind,dass man sich mehr dafür interessiert,weil man eine Verbindung erkennt.

Die Opfer sind/waren einem so nah,im Gegensatz zu den afrikanischen Leuten,die weit weg wohnen.

Die meisten Menschen haben mit hungernden,afrikansichen/.. Kindern nichts am Hut. Hier kennzeichnet lässt sich mal wieder die weit verbreitete Egozenrizität. 

Man sollte sich dann fragen: ,,Was wäre wenn,ich in der Lage dieser Leute wäre?"

 

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schrieb :

#2

Wieso bei Deutschen mehr "Aufstand" gemacht wird:

1. Wir leben in Deutschland.

2. Es wird nicht erwartet, dass es passiert.

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