Thema: Besetzung des Kohlekraftwerks "Schwarze Pumpe"

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Pinta04 (14) aus Berlin

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#1

Yo Leute,

 

vor ein paar Tagen wurde wurde in Südbrandenburg das Kohlekraftwerk "Schwarze Pumpe" von Umweltaktivisten besetzt. Dort wurde der Betrieb und Güterverkehr gestoppt. Ich finde es gut, dass nun immer mehr Leute merken, wie schädlich Kohle ist.

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#10

Zitat von: Dinoca (19)

Ich gehöre selbst zwar nicht zu solchen Gruppen, jedoch stelle ich mir das so vor, dass das erste woran du denkst, wenn du dich für deine politischen Ziele einsetzen willst, dass du versuchst, andere Menschen durch Gespräche zu überzeugen. Du überlegst erst Illegales zu tun, wenn du merkst, dass es nicht klappt. Es ist einfach Tatsache, dass sich die allermeisten Menschen nicht richtig für Umweltschutz interessieren - erst, wenn sie fürchten, dass sie auch aufgrund des Klimawandel Nachteile haben werden und selbst da ist es nicht gewährleistet.

Wenn man mich fragt, ob ich eine bestimmte Aktion gut oder schlecht finde, dann spielt ihre Illegalität dabei keine Rolle - sondern es kommt auf meine Prioritäten an. Umweltschutz ist mir beispielsweise wichtiger als die Toleranz gegenüber den Egoismus der Mehrheit. Gesetze sind erfunden, ich muss mich objektiv (falls man hier überhaupt von Objektivität reden kann) nicht daran halten, wenn ich sie für falsch halte - sollte ich, meiner Ansicht nach, auch gar nicht.

Die zweite Möglichkeit, die du mir vorschlägst, versteh ich in dieser Diskussion nicht, da es nichts mit bestimmten Gesellschaften zu tun hat. Der Klimawandel betrifft den ganzen Planeten, alle müssen sich Gedanken drum machen. Was hast du gemeint, wo ich als umweltbewusster Mensch auswandern soll? Inwiefern werde ich dann zufriedener sein?

"Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!" Das Zitat von Bertolt Brecht passt hierher und ist sicher richtig.

Aber wer beurteilt ab wann etwas Unrecht und falsch ist? Meistens macht das die Gesellschaft mit ihren Gesetzen, diese Methode funktioniert meistens sehr gut aber nicht immer und dann stellt sich die Frage ob man nicht mit dem eigenen Gewissen beurteilen sollte ob etwas recht oder unrecht ist. Das zumindest hat uns das letzte Jahrhundert gezeigt.

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#9

Zitat von: Schweizer (19)

Klar ist die Anzahl Menschen kein Indikator für Richtig und Falsch. Aber Gesetze sind ja einfach Normen an die man sich als Gesellschaft halten möchte. Und die Gesellschaft besteht nun mal aus Menschen. In einer Demokratie machen nun diese Menschen die Gesetze. Daher finde ich sollte man sich nach dem richten, wie die Mehrheit der Gesellschaft leben möchte. Wenn du dich als Individuum nicht an die geltenden Normen halten möchtest bleiben dir ja immernoch zwei Möglichkeiten frei. Einerseits steht es dir frei andere Menschen von deinen Vorstellungen zu überzeugen und so eine Mehrheit der Gesellschaft für dein Gedankengut/deine Normen/deine Gesetze zu begeistern oder du wanderst einfach aus und wechselst damit die Gesellschaft...

Ich gehöre selbst zwar nicht zu solchen Gruppen, jedoch stelle ich mir das so vor, dass das erste woran du denkst, wenn du dich für deine politischen Ziele einsetzen willst, dass du versuchst, andere Menschen durch Gespräche zu überzeugen. Du überlegst erst Illegales zu tun, wenn du merkst, dass es nicht klappt. Es ist einfach Tatsache, dass sich die allermeisten Menschen nicht richtig für Umweltschutz interessieren - erst, wenn sie fürchten, dass sie auch aufgrund des Klimawandel Nachteile haben werden und selbst da ist es nicht gewährleistet.

Wenn man mich fragt, ob ich eine bestimmte Aktion gut oder schlecht finde, dann spielt ihre Illegalität dabei keine Rolle - sondern es kommt auf meine Prioritäten an. Umweltschutz ist mir beispielsweise wichtiger als die Toleranz gegenüber den Egoismus der Mehrheit. Gesetze sind erfunden, ich muss mich objektiv (falls man hier überhaupt von Objektivität reden kann) nicht daran halten, wenn ich sie für falsch halte - sollte ich, meiner Ansicht nach, auch gar nicht.

Die zweite Möglichkeit, die du mir vorschlägst, versteh ich in dieser Diskussion nicht, da es nichts mit bestimmten Gesellschaften zu tun hat. Der Klimawandel betrifft den ganzen Planeten, alle müssen sich Gedanken drum machen. Was hast du gemeint, wo ich als umweltbewusster Mensch auswandern soll? Inwiefern werde ich dann zufriedener sein?

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#8

Zitat von: Dinoca (19)

Wenn die Mehrheit egoistisch ist, und das ist sie auf jeden Fall, kann es je nachdem, worum es sich handelt, eben genau das Gegenteil bedeuten. Die Mehrheit ebenfalls kein Indikator dafür, was falsch und richtig ist, weshalb es völlig egal ist, dass sie die Gesetze macht. 

Klar ist die Anzahl Menschen kein Indikator für Richtig und Falsch. Aber Gesetze sind ja einfach Normen an die man sich als Gesellschaft halten möchte. Und die Gesellschaft besteht nun mal aus Menschen. In einer Demokratie machen nun diese Menschen die Gesetze. Daher finde ich sollte man sich nach dem richten, wie die Mehrheit der Gesellschaft leben möchte. Wenn du dich als Individuum nicht an die geltenden Normen halten möchtest bleiben dir ja immernoch zwei Möglichkeiten frei. Einerseits steht es dir frei andere Menschen von deinen Vorstellungen zu überzeugen und so eine Mehrheit der Gesellschaft für dein Gedankengut/deine Normen/deine Gesetze zu begeistern oder du wanderst einfach aus und wechselst damit die Gesellschaft...

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schrieb :

#7

Zitat von: Schweizer (19)

Beim Lesen deines Postings könnte man meinen du würdest in einer Diktatur leben. Also ich lebe in der Schweiz und diese verfolgt als Staatsform die direkte Demokratie. Das heisst folglich, dass das Volk/die Mehrheit der Stimmberechtigten die Gesetze macht. Daher finde ich es nötig, dass man sich diesen Normen unterwirft. Gegen diese Gesetze zu verstossen wäre purer Egoismus gegenüber dem, was die Mehrheit gutgeheissen hat.

Wenn die Mehrheit egoistisch ist, und das ist sie auf jeden Fall, kann es je nachdem, worum es sich handelt, eben genau das Gegenteil bedeuten. Die Mehrheit ebenfalls kein Indikator dafür, was falsch und richtig ist, weshalb es völlig egal ist, dass sie die Gesetze macht. 

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#6

Zitat von: Dinoca (19)

Das sehe ich grundlegend anders. Gesetze sind kein Maßstab für richtig und falsch. Sie haben früher Schlimmes rechtfertigt und tun das heute immer noch, sei es in anderen Ländern oder auch in Deutschland bzw. anderen europäischen Ländern. Es ist nicht nur so, dass sie Schlimmes erlauben, sondern auch, dass sie Gutes nicht zulassen.

Jeder Mensch sollte das tun, was er für richtig hält und nicht das, was man ihm befohlen hat. Gesetze lassen mächtige Menschen, die allen schaden, seien es anderen Menschen, allgemein Lebewesen oder der "Natur", an die Macht und sie lassen die anderen wortwörtlich sterben. Unterdrückungen beendet man nicht, indem man ganz lieb darauf wartet, dass sich alles von alleine ändert.

Beim Lesen deines Postings könnte man meinen du würdest in einer Diktatur leben. Also ich lebe in der Schweiz und diese verfolgt als Staatsform die direkte Demokratie. Das heisst folglich, dass das Volk/die Mehrheit der Stimmberechtigten die Gesetze macht. Daher finde ich es nötig, dass man sich diesen Normen unterwirft. Gegen diese Gesetze zu verstossen wäre purer Egoismus gegenüber dem, was die Mehrheit gutgeheissen hat.

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schrieb :

#5

Zitat von: Schweizer (19)

Meiner Meinung nach haben sich auch Leute mit den besten und ehrbarsten Motiven an das geltende Recht zu halten.

Das sehe ich grundlegend anders. Gesetze sind kein Maßstab für richtig und falsch. Sie haben früher Schlimmes rechtfertigt und tun das heute immer noch, sei es in anderen Ländern oder auch in Deutschland bzw. anderen europäischen Ländern. Es ist nicht nur so, dass sie Schlimmes erlauben, sondern auch, dass sie Gutes nicht zulassen.

Jeder Mensch sollte das tun, was er für richtig hält und nicht das, was man ihm befohlen hat. Gesetze lassen mächtige Menschen, die allen schaden, seien es anderen Menschen, allgemein Lebewesen oder der "Natur", an die Macht und sie lassen die anderen wortwörtlich sterben. Unterdrückungen beendet man nicht, indem man ganz lieb darauf wartet, dass sich alles von alleine ändert.

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schrieb :

#4

 

Zitat von: Dinoca (19)

Zum Post unter meinem:

Ich denke, dass Aktivisten, die illegale Aktionen durchführen, eh schon das ganze Jahr über versuchen für ihre Ansichten durch legale Mittel zu werben, aber dass sich die wenigsten für diese Themen interessieren, sodass nicht wirklich Großes getan werden kann.

Dazu finde ich, dass Prioritäten gesetzt werden müssen und man nicht gleich Aktionen schlecht finden muss, weil sie illegal sind.

Meiner Meinung nach haben sich auch Leute mit den besten und ehrbarsten Motiven an das geltende Recht zu halten.

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schrieb :

#3

Zum Post unter meinem:

Ich denke, dass Aktivisten, die illegale Aktionen durchführen, eh schon das ganze Jahr über versuchen für ihre Ansichten durch legale Mittel zu werben, aber dass sich die wenigsten für diese Themen interessieren, sodass nicht wirklich Großes getan werden kann.

Dazu finde ich, dass Prioritäten gesetzt werden müssen und man nicht gleich Aktionen schlecht finden muss, weil sie illegal sind.

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schrieb :

#2

Zitat von: Pinta04 (13)

Yo Leute,

vor ein paar Tagen wurde wurde in Südbrandenburg das Kohlekraftwerk "Schwarze Pumpe" von Umweltaktivisten besetzt. Dort wurde der Betrieb und Güterverkehr gestoppt. Ich finde es gut, dass nun immer mehr Leute merken, wie schädlich Kohle ist.

Nun, grundsätzlich bin ich kein Freund davon fossiele Brennstoffe (Öl, Gas aber auch Kohle) zur Energiegewinnung zu verbrennen. Der Umwandlungsgrad ist nicht gerade hoch und die Effizienz ist, naja, dürftig. Besonders wenn man bedenkt, dass man einen endlichen Rohstoff unwiederbringlich verbrennt. Grundsätzlich bin ich auch ein Freund davon seine Meinung frei zu äussern, sich (politisch) für seine Meinung einzusetzen und andere Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass die Umweltzerstörung auf unserer Erde ein Ende haben muss. Trotzdem finde ich es immer wieder schade, dass Umweltaktivisten zu solchen illegalen Mitteln greifen. Man könnte auch auf legalem Wege für seine Ansichten werben und Mitmenschen für eine Thematik sensibilisieren!

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