Film: Madagascar

12.07.2005

Im Zoo von New York führen der Löwe Alex, das Zebra Marty, die Giraffe Melman und die Nilpferddame Gloria das Leben von Superstars. Weil sie bei den Besuchern sehr beliebt sind, wird das tierische Quartett rund um die Uhr erster Klasse versorgt. Doch ihr Luxus-Leben langweilt sie. Deshalb beschließen die vier Zootiere, wenigstens einem in ihrem Leben die echte Wildnis zu sehen.

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Auf Tipps der Pinguine sollte man nicht ganz so viel geben. Denn kaum in Freiheit, haben sie ihre eigenen Pläne. (Quelle: UIP / Dreamworks)

Eine gerissene Pinguin-Bande hat den Zootieren diesen Floh ins Ohr gesetzt. Immer wieder haben sie von der spannenden Welt da draußen hinter dem Zaun geschwärmt. Als die Pinguine aus dem Zoo ausbrechen, folgt ihnen das vorlaute Zebra Marty in den "Großstadt-Dschungel" von New York. Seine Freunde beschließen Hals über Kopf, ihren gestreiften Kumpel nicht alleine gehen zu lassen.

Die drei Freunde treffen Marty am Bahnhof wieder, wo der in einem Zug Richtung Connecticut und dann per Schiff nach Afrika reisen will. Während seine Kumpels ihm das noch ausreden wollen, werden sie von Betäubungspfeilen getroffen. Engagierte Tierschützer meinen es (zu) gut mit ihnen. Sie sorgen dafür, dass die Tiere nicht in den Zoo zurück müssen, sondern in ein Naturreservat nach Afrika verschifft werden sollen.

Doch am Bord des Frachters haben sich auch die Pinguine geschlichen. Sie wollen eine schrecklich geheime Verschwörung in der Antarktis aufdecken. Der Frachter ist für die Pinguin-Bande eindeutig auf dem falschen Weg. Also kapern die Pinguine kurzerhand das Schiff. Natürlich haben sie aber keine Ahnung vom Umgang mit großen Frachtern - und so bringen sie den Kahn fast zum kentern (absaufen). Dabei gehen die Kisten mit den vier Freunden über Bord und treiben auf eine einsame Insel zu - Madagaskar.

Im Dschungel gibt es keinen Komfort

Die vier Zootiere erleben in der Wildnis Madagaskars turbulente Abenteuer. (Quelle: UIP / Dreamworks)

Kaum am Strand angelangt, fühlt sich das Zebra Merty gleich wie im Paradies. Doch die anderen Schiffbrüchigen müssen schnell feststellen, dass das Leben in der Natur nicht so traumhaft ist, wie ihnen die Pinguine eingeredet haben. Erst einmal finden sie keine Möglichkeit, sich offiziell anzumelden. Und statt der Menschen, die es doch auch hier geben müsste, treffen sie überall auf Lemuren. Die wilden Halbaffen wollen den ganzen Tag nur Partys feiern. Als der Lemurenkönig Julian der Vierzehnte "I like to move it" anstimmt, geht die Post ab.

Feiern finden die vier Freunde anfangs auch super. Doch nach und nach stellen sich Probleme ein. Keiner bewundert den stolzen Löwen Alex. Die Giraffe Melman ängstigen all die fremden Geräusche im Urwald. Die Nilpferddame vermisst die Pflege der netten Zoowärter. Auf so viel Freiheit und so wenig Luxus waren die Freunde einfach nicht vorbereitet.

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Die Party ist zu Ende, als dem herzensguten Löwen Alex klar wird, dass er ein Problem mit dem Essen bekommt. Während die anderen sich an den Früchten aus dem Dschungel satt essen können, sieht Alex nur "laufende Steaks" um sich. In der freien Wildbahn stehen eigentlich Tiere wie seine besten Freunde auf seinem Speisezettel...

Nachfolger von Shrek

Madagascar entstand in den Studios von Dreamworks, die du bestimmt von Filmen wie Shrek und Shrek 2 kennst. Bei Shrek sollte alles möglichst realistisch wirken. Die Figuren bei Madagascar sind dagegen wie alte Comics angelegt. Sie ziehen Grimassen und verdrehen ihre Körper, werden platt gedrückt und aufgepustet. Dabei kommen bei allen typisch menschliche Schwächen an den Tag.

Die durchtriebenen Pinguine werden im Kino von den Fantastischen Vier gesprochen. (Quelle: UIP / Dreamworks)

Wie es sich für einen echten Dreamworks-Film gehört, werden auch bei "Madagascar" wieder ein paar Filmklassiker herrlich durch den Kakao gezogen - etwa "Planet der Affen". Die Musikeinlage "I like to move it" rockt genauso wie "I'm a believer" bei Shrek.

Das heimliche Highlight des Films ist die urkomische Pinguin-Guerilla (gesprochen: Gerija). Ursprünglich sollten die Frack-Träger sogar die Hauptrollen spielen. Aber dazu könnte es ja im zweiten Teil noch kommen. Denn Madagascar wird bestimmt fortgesetzt.

letzte Aktualisierung: 18.11.2009

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