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Lexikon: FDP - Die "Liberalen"

von Britta Pawlak

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Christian Lindner ist Parteivorsitzender der FDP.
Olaf Kosinsky, Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0 DE)

FDP ist die Abkürzung für "Freie Demokratische Partei" - sie werden in den Nachrichten auch oft "die Liberalen" (also Freiheitlichen) genannt. Ihre Parteifarbe ist Gelb. Während vor allem die Grünen, die Linke und auch die SPD die Handlungen in der Wirtschaft zum Schutz der einzelnen Menschen einschränken wollen, strebt die FDP eine möglichst freie Wirtschaft an. Dadurch soll Deutschland einen größeren Aufschwung erfahren und im Weltmarkt vorankommen. Vor allem große Firmen und Spitzenverdiener ziehen daraus ihre Vorteile - nach Ansicht der Partei kommt einer starken Wirtschaft aber schließlich auch den anderen Menschen im Land zugute.

Die FDP ist der Meinung, dass der Staat so wenig wie möglich in die Freiheit der einzelnen Menschen eingreifen soll. Viele komplizierte und strenge Regeln in der deutschen Verwaltung sollen gelockert werden. Das nennt man "Bürokratie-Abbau". Das finden viele Menschen gut, die die zahlreichen Regelungen und Einschränkungen in vielen Bereichen kritisieren. Auch gegen zu viel Überwachung spricht sich die Partei aus. Auf der anderen Seite gibt es durch die von der FDP angestrebte Politik weniger Schutz für die Schwächeren der Gesellschaft. Soziale Absicherungen für Menschen werden eingeschränkt und kleinere Firmen benachteiligt, weil sie weniger konkurrenzfähig sind. Auch viele staatliche Förderungsgelder, zum Beispiel für bestimmte Unternehmen in Not, will die FDP zugunsten der Wirtschaft einschränken.

Die Partei setzt sich insgesamt für mehr "Handlungsfreiheit" der Menschen ein, vor allem geht es dabei auch um die Freiheit in der Wirtschaft. Das hat Vorteile, aber auch Schattenseiten: So gibt es bei einem möglichst freien Handel beispielsweise weniger Auflagen zum Umwelt- und Tierschutz oder zu fairen Arbeitsbedingungen. Handlungsfreiheit sowie wirtschaftlicher Gewinn haben in diesem liberalen System Vorrang vor sozialen Fragen. Der Partei wird von vielen deshalb vorgeworfen, mit ihrer Politik zu wenig gegen Missstände in der Gesellschaft und soziale Ungleichheit zu unternehmen. Andere sind der Meinung, dass es durch die angestrebte Politik der FDP längerfristig mehr Menschen besser gehe und eine stabile Wirtschaft den Wohlstand fördere. Zu den Wählern der FDP gehören traditionell viele "besser Verdienende" und Manager, aber auch nicht wenige politisch Unentschlossene geben der FDP ihre Stimme. Einfache Angestellte sind jedoch seltener unter den FDP-Wählern vertreten, während Arbeitslose oder Sozialhilfeempfänger einen sehr geringen Anteil ausmachen.

letzte Aktualisierung: 03.11.2018

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