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Alles, was das Technikherz begehrt

Die CeBIT 2005

von Kai Hirschmann

Auf dem Handy oder auf rieseigen Flachbildschirmen - wir sollen bald überall Fernsehen können. Davon träumen zumindest einige Anbieter der CeBIT. Die größte Computermesse der Welt ließ Anfang März die Herzen der Technikfans höher schlagen.

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(Quelle: Deutsche Messe AG, Krebs, Hannover)

Auf der Computermesse CeBIT gab es die coolsten Neuheiten zu bestaunen. Leider durften Besucher unter 15 Jahren nicht rein. Doch wir berichten von allen wichtigen neuen Trends.

Mit Handys kannst du schon lange nicht mehr nur telefonieren und "smsen". Moderne Handys dienen auch als Digitalkamera und Musicbox. Auf der CeBIT gibt es die allerneusten Modelle zu sehen. Dabei wurden auch die ersten UMTS-Handys vorgestellt, mit denen du auch fernsehen kannst. Fragt sich nur, wer diese teuren Geräte kaufen soll. Denn auf den Mini-Bildschirmen kann man kaum was erkennen - vor allem wenn die Sonne drauf scheint. Und der Ton ist nicht wirklich berauschend.

Eine neue Idee hat T-Mobile vorgestellt: "Push to Talk" - also "Zum Sprechen drücken". Das macht aus dem Handy ein Walkie-Talkie. Du kannst so kostenlos mehreren Freunden gleichzeitig Nachrichten zukommen lassen. Klingt interessant, doch die Technik ist noch nicht ausgereift. Es knackst und quäkt aus dem Handy des Angerufenen.

Luxus- Fernsehen

Den größten Flachbild-Fernseher der Welt (82 Zoll) stellt Samsung vor. (Quelle: Samsung)

Fernseher werden immer flacher und gleichzeitig größer. Manche kann man sogar wie ein Bild an die Wand hängen.

Videorekorder sollen bald ganz der Vergangenheit angehören. Die Zukunft gehört den Festplattenrekordern mit eingebautem DVD-Brenner. Zum Programmieren musst du nur mit dem Gerät eine integrierte Fernsehzeitung aufrufen und die Sendung markieren, die aufgenommen werden soll. Fertig.

Damit das Fernsehen im Wohnzimmer zum Kino wird, gibt es außerdem tolle Verstärker und Lautsprecheranlagen für einen Rundum-Ton (das nennt man "Dolby Surround").

PCs werden schöner und leiser

So ein Computer passt auch ins Wohnzimmer. (Quelle: Fujitsu Siemens Scaleo C)

Computer sollen nicht mehr unter dem Schreibtisch versteckt werden, wenn es nach den Herstellern geht. Sie machen aus den grauen Kästen echte Hingucker. Manche Gehäuse leuchten partytauglich, andere sehen aus wie eine Stereoanlage.

Gemeinsam haben sie, dass Lüfter, Laufwerke und Festplatten kaum noch zu hören sind. Musik oder Filme lassen sich außerdem mit einer Fernbedienung starten. So könnten Computer tatsächlich bald die Wohnzimmer erobern und den Fernseher ersetzen.

Von wegen langweilige Tastaturen

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(Quelle: Celluon Laser Keyboard)

Bei den Computertastaturen gibt es dieses Jahr echte Neuheiten. Bisher waren die grau und langweilig. Doch das ändert sich jetzt.

Spektakulär ist die Tastatur zum Mitnehmen. Ein Laserprojektor, der etwa so groß ist wie ein Handy, kann das Bild einer Tastatur auf jede Fläche werfen. Das Gerät kannst du über eine Bluetooth-Verbindung drahtlos mit dem Handy verbinden und dann komfortabel smsen. Leider ist der Laserprojektor noch sehr teuer.

(Quelle: Hama)

Schon eher als cooles Geburtstagsgeschenk eignet sich die Leuchttastatur von Hama. Das Besondere an ihr: wenn du ein stumm geschaltetes Handy in der Nähe liegen hast und angerufen wirst, dann fängt die Tastatur an zu blinken.

Ein schlaues Haus - in Hannover und Berlin

Auf der CeBIT wird ein Haus vorgestellt, das vollautomatisch funktioniert. Es ist der kleine Bruder des T.Com-Hauses, das seit Anfang März in Berlin steht. Im Haus sind überall kleine Computer eingebaut, die miteinander vernetzt wurden. Sie "denken mit" und nehmen den Bewohnern alle möglichen Kleinigkeiten ab.

Das T.Com-Haus in Berlin denkt mit. (Quelle: T.Com-Haus)

Wenn du ins Haus kommst, kannst du gleich am Eingang auf einem Bildschirm Nachrichten der anderen Familienmitglieder abrufen - als Texte oder Videos. Auch die Rollläden können automatisch hochfahren und die Badewanne kann vollaufen, sobald du nach Hause kommst.

Das Haus verfolgt dann deinen Weg durch die Räume. Du kannst dabei einstellen, dass in dem Raum, in dem du gerade bist, Musik weitergespielt wird, das Licht angeht und sich die Temperatur nach deinen Wünschen ändert. Außerdem kannst du von jedem Zimmer auf eine große Musiksammlung und Videothek zugreifen.

Auch sonst läuft vieles im Haus automatisch ab. So werden etwa die Blumen gegossen und der Kühlschrank bestellt übers Internet selbstständig Butter und Joghurt nach, wenn die knapp werden.

Das vollautomatische Haus zeigt uns nicht, wie unsere Zukunft in zehn Jahren einmal aussehen könnte. Denn alles, was man in dem T.Com-Haus sehen kann, ist bereits auf dem Markt.

Wer von der Idee des vollautomatischen Hauses begeistert ist, der kann sich mit seiner Familie zum Probewohnen anmelden. Von April bis Dezember 2005 darf jede Woche ein anderes Bewohnerteam im T.Com-Haus in Berlin probewohnen. Vielleicht kannst du die Bauer des T.Com-Hauses davon überzeugen, dass auch deine Hausaufgaben künftig vollautomatisch gemacht werden.

letzte Aktualisierung: 15.08.2009

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