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Forumsthema: Sollten "Killerspiele" verboten werden?

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Zurzeit wird in der Politik heftig darüber diskutiert, ob so genannte "Killerspiele" wie "Counter Strike" (CS) verboten werden sollten. Was denkst du darüber? Von einigen Amokläufern weiß man, dass sie in ihrer Freizeit oft gewaltverherrlichende Computer-Games gespielt haben. Sind Ego-Shooter dafür verantwortlich, dass junge Menschen zu Gewalttätern werden? Oder sind andere Faktoren dabei viel entscheidender, wie Familie, Umfeld und soziale Kontakte? Wie stark beeinflussen solche Spiele die Gewaltbereitschaft von Kindern und Jugendlichen? Kennst auch du solche Spiele? Wie wirksam wäre ein "Killerspiel-Verbot"? Was wäre deiner Meinung nach hilfreich?

Hintergrundinfos:
Wie gefährlich sind so genannte Killerspiele?
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dismami2 (18)
Gast

schrieb am 05.05.2009 um 19:55 Uhr:

@westdeutschland: ich persönlich finde, dass strafen ein schlechter ansatz ist, um mobbing zu verhindern. viel mehr sollte man kinder aufklären, wie sich die mobbingopfer fühlen. wenn sie das wüssten, werden sie sich in zukunft zweimal überlegen, wie sie mit jemanden, den sie nicht mögen umgehen.

zu deinem punkt der herumliegenden waffen:
waffen lässt man nicht herumliegen. sie werden separat von munition und verschluss (ohne ihn kannst du ein sturmgewehr höchstens als keule einsetzen) in einem von aussen nicht einsehbaren, verschliessbaren schrank aufbewahrt. wer das nicht macht, hat ganz einfach seine sorgfaltspflicht verletzt.

und noch etwas. du kannst an einem computer das schiessen nicht trainieren. wie wilst du da lernen, wie du richtig mit einer waffe umgehst, sie pflegst und mit ihr schiesst? all das gehört zum schiessen dazu. es gibt kein spiel in dem man das lernen kann.

westdeutschland (14)
Gast

schrieb am 05.05.2009 um 14:11 Uhr:

@dismami2,

Ja, man sollte das Problem Mobbing an der Wurzel packen. Man sollte sich um härtere Strafen bemühen, um Mobbing weniger schmackhaft zu machen.

Außerdem behaupte ich niemals, dass frei herumstehende Waffen automatisch jemandem zum Amokläufer machen. Doch es gibt einige Härtefälle, die mal einen Tag lang Soldat spielen wollen und ohne Rücksicht auf Verluste jeden Schüler wahllos abknallen. Bei dieser kleinen Gruppe von Schülern laden herumstehende oder herumliegende Waffen gerade zu zu einem Amoklauf ein.

Der Amokläufer von Winnenden hat erst auf dem Computer und dann im Schützenverein trainiert. Eine Runde Schießen im Schützenverein oder ein Killerspiel macht auch nicht jemanden automatisch zum Amokläufer. Ein Freund von mir spielt auch Killerspiele, aber er verschwendet keinen Gedanken daran, in seiner Schule Amok zu laufen.

Erst die Lust auf Rache macht Schüler zu Amokläufern. Denn wer mobbt, der hat sich wie in einigen Fällen sein eigenes Todesurteil gesprochen, denn das Opfer wird sich die Sprüche nicht mehr länger gefallen lassen und dann zur Waffe greifen, so übertrieben das auch klingen sollte.

dismami2 (18)
Gast

schrieb am 04.05.2009 um 19:09 Uhr:

@Robyn: in den schiessvereinen lernst du, wie man verantwortungsvoll mit waffen umgeht. das bezieht sich besonders auf die sicherheit.

ein erfahrener schütze kann ohne probleme mit der pistole eine zielscheibe in menschenform auf bis zu 50 meter treffen. ein unerfahrener pistolenschütze (ich habe bis jetzt 1 mal mit einer pistole geschossen) vermag immer noch auf 25 meter ohne probleme ein ziel zu treffen.

also denke ich, das so ziemlich jeder in einem klassenzimmer einen menschen treffen könnte. doch wer so etwas macht ist ganz einfach nur psychisch krank. das hat rein gar nichts mit der waffenerfahrung zu tun. ich meine, denk doch nur einmal wie viele menschen jeden tag durch messer verletzt werden.

natürlich ist es sehr wichtig die waffenabgabe streng zu kontrollieren! das ist klar! in der schweizer armee (ich bin aus der schweiz) muss man bei der rekrutierung stundenlang fragebögen ausfüllen. wenn du nicht geignet bist (vom psychischen profil) wirst du auch nicht in die armee kommen und ein sturmgewehr bekommen.

solange es solche und ähnliche kontrollen gibt, kann ich voll und ganz hinter dem schiesssport stehen.

Robyn (16)
Gast

schrieb am 04.05.2009 um 14:52 Uhr:

@dismami: Dann sind wohl nur die negativen Ausgaben von Schießvereinen an die Öffentlichkeit gedrungen (man kennt das ja). Trotzdem - und da bleibe ich dabei - würde ich nicht darum trauern, wenn ein Schießvereins-Verbot eingeführt werden würde.
Wie ich schon schrieb, der "Amok-Baum" setzt sich aus meiner Sicht heraus aus zwei Hauptwurzeln zusammen: Mobbing und Waffen/-erfahrung. Mobbing ist kaum abzuschaffen, mit den Waffen steht es anders.



dismami2 (18)
Gast

schrieb am 03.05.2009 um 16:12 Uhr:

@westdeutschland: deinem text entnehme ich, dass der auslöser nicht die spiele sind, sondern das mobbing. sollte man das problem nicht bei der wurzel packen und etwas gegen mobbing unternehmen?

ich sehe ausserdem nicht ein, wie solche spiele hassgefühle verstärken sollen. dass man in ihnen "versinken" kann ist mir schon bewusst.

freier zugang zu waffen macht einen menschen noch lange nicht zum amokläufer! auch wenn jemand waffen besitzt, macht es ihn nicht gefährlicher als wenn er keine besitzen würde. das gefährliche ist, das sein ohnehin gleichgültiges umfeld nicht bemerkt, welche gefühle in ihm (zukünftiger amokläufer) sind. wenn man in einem normalen familiären umfeld aufwächst kann man davon ausgehen, dass die familie mitbekommt, dass etwas nicht stimmt.

@Robyn: danke :D

ich denke nicht, dass schiessvereine ein problem sind. in ihnen lernt man den korrekten umgang mit waffen. ich rede aus erfahrung. wenn der verein ordentlich geführt wird, werden auch die jungschützen  gut ausgebildet. ich hatte zum beispiel 2 theorie-abende bevor ich irgendein gewehr bekommen habe.

falls du dir in einem verein irgendeinen ausrutscher leistest, kannst du nicht mal "ups" sagen, schon haben sie dich rausgeworfen.

Robyn (16)
Gast

schrieb am 03.05.2009 um 12:16 Uhr:

@dismami: Alles Gute zum 18.!
Ich bin mit dir einer Meinung, dass es lächerlich ist, zu behaupten, es gäbe keine Amokläufe mehr, wenn man Ego-Shooter verbieten würde.
Bisher hatten alle Amokläufer eins gemein: Sie waren weder glücklich noch zufrieden. Die Schulamokläufer waren Außenseiter. Nehmen wir Tim: Er bekam von seinen Mitschülern den Namen "Mensch ohne Freunde" (MoF), seine Kleidung wurde niedergemacht...; kurz = er wurde gemobbt. Ich war selbst jahrelang "Mobbingopfer" und kann Tims Hass in gewisserweise nachvollziehen (auch wenn ich selbst nie einen Amoklauf gemacht hätte!).
Der zweite Punkt sind die Waffen: Schüler kommen an Waffen. Ohne Waffe und ohne Waffenerfahrung, kein Amoklauf. Tim war in einem Schießverein, worin ich ebenfalls ein Unding sehe. Dort lernte er mit Waffen umzugehen und das nicht nur mit Pistolen, die nach jedem Schuss nachgeladen werden müssen.
Ehrlich gesagt finde ich Waffenbesitz hier in Deutschland gerade zu lächerlich. Ein sinnloses Hobby mit Risiken und Nebenwirkungen bis hin zur Todesfolge. Das es Schießvereine gibt, die händeringend jungen Nachwuchs suchen ist schon schlimm genug.
westdeutschland (13)
Gast

schrieb am 03.05.2009 um 10:41 Uhr:

@dismami2,

Erstens: Ich schrieb von fast allen Amokläufern.

Zweitens: Die Amokläufer, die gemobbt wurden, versanken immer mehr in der Welt der Killerspiele. Das Mobbing kann im Lauf der Zeit leichte Rachegefühle auslösen, doch Killerspiele verstärken das in großem Ausmaß. Und wenn man wie im Fall Winnenden auch noch freien Zugang zu Waffen hat und sogar im Schützenvereinsheim einige Male geschossen hat, dann brechen alle Dämme.

dismami2 (18)
Gast

schrieb am 02.05.2009 um 19:47 Uhr:

@westdeutschland: zuerst mal ein kleiner witz: 80% der amokläufer spielen killerspiele. 100% essen brot. lasst die killerspiele und verbitet brot!

was denkst du, wie viele der amokläufer von ihren mitschülern ausgeschlossen und/oder gemobbt wurden? wie viele haben wohl ein schlechtes elternhaus (eltern mit alkohol-/drogenprobleme)?­

ausserdem gibt es millionen von menschen (weltweit) die gewaltspiele spielen.

glaube den medien nicht, die dir weissmachen wollen, dass es keine amokläufe mehr geben wird, wenn man solche spiele verbietet!

lg dismami2

westdeutschland (13)
Gast

schrieb am 01.05.2009 um 20:50 Uhr:

@Don Vito,

es mag zwar vielleicht noch nicht bewiesen sein, dass Killerspiele für Amokläufe verantwortlich sind, aber fast alle Amokläufer, die in diesem Jahrtausend Blutbäder anrichteten, hatten zuvor täglich mehrere Stunden vor dem Computer gesessen und Killerspiele gespielt.

gelöschter Benutzer

schrieb am 30.04.2009 um 07:36 Uhr:

Ja, ich habe auch ein Killerspiel!

Und nochmal: Solange nicht bewiesen ist, dass Killerspiele für Amokläufe verantwortlich sind, sollten sie nicht in Frage gestellt oder gar verboten werden!

Mobber sollen endlich mal zur Vernunft kommen! Jetzt sind schon wieder 17 Menschne gestorben, aufgrund gesellschaftlicher Ausgeschlossenheit. Was muss den noch passieren?

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