Teil 2 - Wusch-Buhhh-Yeaahhh

Das Helle Köpfchen zu Gast in der logo!-Redaktion

Teil 2 von 3

25.05.2005

Im ersten Teil haben wir euch berichtet, wie die logo!-Redaktionssitzung am Morgen verlaufen ist. Erfahrt nun, wie ein Fernsehbeitrag entsteht.

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Designer Peter bei der Arbeit. An diesem Tag muss er 22 Grafiken für einen einzigen Beitrag erstellen. (Quelle: Marlen Schott (Helles Köpfchen))

Siv-Brit hat eine sehr schwere Aufgabe übernommen. Sie muss Kindern ein Thema verständlich machen, das selbst für viele Erwachsene schwer zu verstehen ist. Um zu verdeutlichen, warum die Deutschen ein Jahr zu früh zur nächsten Bundestagswahl aufgefordert werden sollen, will Siv-Brit viele Grafiken einsetzen. Den Text für ihren Beitrag hat die Redakteurin schon am Abend zuvor geschrieben. Nun muss sie noch die passenden Bilder suchen – doch das ist der schwierigste Teil der Arbeit.

Gemeinsam machen wir uns auf den Weg zur Grafik-Abteilung. Dort treffen wir Peter. Siv-Brit erklärt Peter ganz genau, was in ihrem Beitrag vorkommen soll. Sie liest den Text vor und erklärt, welche gezeichneten Bilder an welche Stelle sollen. Grafiken helfen sehr dabei, einen komplizierten Sachverhalt zu erklären. Peter hat einige gute Ideen. Er macht sich auf einem Zettel Skizzen von der Reihenfolge der Grafiken. In der Fernseh-Sprache nennt man so etwas ein „Storyboard“.

Für das heutige Erklärstück erstellt Peter insgesamt 22 Grafiken. Ziemlich viel für einen einzigen Beitrag, finden wir. Wir sind gespannt, was am Ende dabei herauskommt. Gemeinsam mit Peter geht es nun in einen Raum, der „Paintbox“ (englisch für Malkasten) heißt. Dort stehen große, leistungsstarke Computer, mit denen Peter alle seine von Hand gezeichneten Grafiken einlesen – also „digitalisieren“ – kann. Hier wird nicht mit einer Maus gearbeitet, sondern mit einem großen Grafiktablett und einen elektronischen Stift. Damit Peter seine Ruhe hat, verlassen wir ihn an dieser Stelle und schleichen uns in die Musikberatung.

Viel Arbeit für 1:39 Minuten

Siv-Brit spricht in der schalldichten Kabine ihren Beitrag ein. (Quelle: Marlen Schott (Helles Köpfchen))

Die einzelnen Grafiken sind nämlich zunächst stumm. Damit also die Bilder „lebendiger" werden, braucht Siv-Brit die passenden Geräusche. Frank ist hier der Spezialist. Er sucht für die Redakteurin ein „Wusch“, ein „Buhhh“ und ein jubelndes „Yeahhh“ heraus. Diese und noch viele andere Geräusche sind in der Musikberatung auf CDs archiviert.

14:03 Uhr: Die Zeit bis zum Beginn der Aufzeichnung wird langsam knapp – und es gibt noch viel zu tun. Sobald die Grafiken samt Geräuschen fertig sind, geht es zum Tonstudio. Dort muss Siv-Brit ihren vorbereiteten Text über die Bilder sprechen. Die Fernsehleute sagen dazu „synchronisieren“. Am großen Mischpult wartet schon Tontechniker Martin. Zum Glück kennt er sich ganz genau mit den vielen Knöpfen und Reglern aus.

Siv-Brit geht in den schalldichten Nachbar-Raum. Durch eine dicke Glassscheibe kann sie sich mit Zeichen und Blicken mit Martin verständigen. Während nun ihre Grafiken in der richtigen Reihenfolge über einen Monitor laufen, kann sie ihren Text einsprechen. Auf diese Weise finden also Bild und Ton zusammen.

Fertig! Das Bundestagswahl-Erklärstück ist genau eine Minute und 39 Sekunden lang. Unglaublich, wie viel Arbeit dahinter steckt, um später so wenig Zeit auf dem Bildschirm zu füllen. Nun freuen wir uns darauf, die logo!-Moderatorin Anja kennen zu lernen. Bitte auf "Weiter" klicken.

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letzte Aktualisierung: 15.08.2009

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