Lego Star Wars: Superhelden aus Lego

von Christian Kohlstruk - 01.03.2006

Dass man mit Lego spielen kann, ist ein uralter Hut. Neu ist, dass man mit Lego-Figuren auf dem Computer das Krieg-der-Sterne-Abenteuer mit vielen bekannten Helden wie Anakin Skywalker, Obi-Wan Kenobi, R2D2 und Yoda nachspielen kann. Ob Lego am Computer auch Spaß macht? Das Helle Köpfchen hat Star Wars für dich getestet.


Die Lichtschwerter haben sehr schöne Effekte. Zwischen dem Schwertgriff und der Hand gibt es allerdings einen Grafikfehler.

Eigentlich wollten der Jedi-Ritter Qui-Gon Jinn und Obi-Wan Kenobi als friedliche Diplomaten eine gierige Handelsmacht besuchen, um mit deren Anführern zu verhandeln. Doch die Außerirdischen mit französischem Akzent haben ganz andere Pläne. Kaum angekommen, müssen Qui-Gon und sein Schüler erkennen, dass sie in eine Falle getappt sind und gefangen genommen werden sollen. Doch verschlossene Türen stellen bekanntlich kein wirkliches Hindernis für in der "Macht" geschulte Jedi-Ritter dar. Auch die Kampfdroiden als Wächter sind eher lästig denn gefährlich. Die mit einfachen Blastern bewaffneten Roboter finden grade noch die Zeit, ein letztes "Oh Oh“ auszustoßen, bevor der erste von ihnen zu Boden geht.

Ein zweiter Wächter wird plötzlich von einer unsichtbaren Kraft erfasst und zerschellt an der nächsten Wand, wo er in seine Einzelteile und freundlicherweise auch in ein paar klimpernde Münzen zerfällt. Die übrig gebliebenen Droiden werden von elegant geschwungenen Laserschwertern gefällt, doch die nächste Welle von Angreifern stürmt schon in den Gang. Jetzt wird es gefährlich, denn hinter ihnen marschieren zwei Droidikas auf, die in blau schimmernde Energieschilder eingehüllt und mit mächtigen Blastern ausgestattet sind.

Ein Film zum Nachspielen

Obi-Wan duelliert sich mit Darth Maul. Wer den Film gesehen hat, weiß wer gewinnt.

So beginnt Star-Wars-Episode 1, und genauso so beginnt auch das Spiel: Lego Star Wars, eine unterhaltsame Mischung aus Grübeln, Hüpfen und Lichtschwertkämpfen. Doch das Spiel beschränkt sich zum Glück nicht auf die erste Episode: nach dem Durchspielen des ersten Kapitels in Episode 1 schaltet ihr die zweite Episode frei. Wer auch hier das erste Kapitel beendet, kann auf Episode 3 zugreifen. Die einzelnen Episoden musst du jedoch in der richtigen Reihenfolge durchspielen, es gib keine Abkürzungen. Wie im Film wird die Geschichte vom Anfang bis zum Ende erzählt.

Meist bist du zu zweit unterwegs, doch während des Spiels begegnen dir immer wieder bekannte Star-Wars-Figuren, die dir tatkräftig zur Seite stehen. Ein Jedi-Ritter kann zwar im Alleingang ganze Droiden-Armeen aufhalten und mit Hilfe seines Geistes und der mysteriösen Macht tonnenschwere Objekte bewegen, aber um Sicherheitssysteme zu knacken braucht es nun mal einen R2-D2, oder zur Not auch den nervigen Protokolldroiden C3-PO.

Sehr schön ist, dass ein zweiter Mitspieler jederzeit ins Geschehen eingreifen und dir helfen kann. Da jedoch viele der zur Verfügung stehenden Charaktere keine Jedis sind und oft noch nicht mal über einfache Blaster verfügen, bleibt die Hauptarbeit an dir hängen. Und so rennst du fast immer mit deinem Superhelden durch die fast komplett aus Lego-Teilen gebauten Levels, wehrst Blasterschüsse ab und lenkst sie mit deinem Jedi-Lichtschwert sogar auf die Angreifer zurück. Du zerlegst mit deiner summenden Klinge ganze Angreiferhorden in ihre Lego-Einzelteile oder baust mit Hilfe der Macht Brücken und Vorsprünge aus herumliegenden Lego-Teilen.

Dexters Einkaufsparadies

Die so genannten Droidikas halten Dank ihres Schutzschildes eine Menge Treffer aus.

Vergiss nicht, ordentlich Lego-Münzen einzusammeln, um in Dexters Kantine massenweise Extra-Charaktere, neue Levels und Riesenköpfe als Bonus einzukaufen. Vor allem die freischaltbaren Spezial-Charaktere haben es in sich: neben Darth Maul mit seinem Doppellichtschwert, Count Dooku und dem Imperator beeindruckt vor allem General Grievous, dessen vierhändiger Lichtschwertkampfstil wunderschön in Szene gesetzt ist.

Die Animationen der Charaktere überzeugen trotz der unproportionalen Lego-Figuren auf ganzer Linie, jeder Jedi hat andere, ganz spezielle Animationen, die den Bewegungen aus den Filmen sehr nahe kommen. Nach erfolgreichem Durchspielen der Geschichte ist dank der vielen freispielbaren Extras und der stetig wachsenden Zahl neuer Figuren die Luft noch lange nicht raus. Einmal durchgespielt, könnt ihr ein Kapitel mit anderen Charakteren nochmals betreten und so neue Wege erschließen, die vorher versperrt waren.

Lego spielen im 21. Jahrhundert

So nett vereint sind Freund und Feind nur für das offizelle Werbefoto. Gleich werden sie wieder aufeinander losgehen. (Quelle: Lego)

Wer jetzt noch denkt, Lego und Star Wars würden nicht zusammenpassen, der wird hier sicher eines Besseren belehrt. Lego-Steine fügen sich mit Hilfe der Macht zu Objekten zusammen und Gegner zerfallen klimpernd in ihre Lego-Einzelteile. Brutal ist das nicht, es wirkt trotz der genauen Animationen der Charaktere und der Lichtschwert-Kämpfe eher belustigend.

Auch in den Filmsequenzen, in die man nicht eingreifen kann, kommt der Humor nicht zu kurz. Schon weil die bekannten Hauptfiguren ganz ungewohnt aus Lego-Teilen bestehen, wird man sich das eine oder andere Grinsen nicht verkneifen können. Die einfach zu verstehende Steuerung, die liebevolle Gestaltung und der Umfang der freispielbaren Extras und Charaktere machen Lego Star Wars zu einem für Krieg-der-Sterne- und Lego-Fans unverzichtbaren und äußerst unterhaltsamen Erlebnis. Oben rechts kannst du dir in der Bildergalerie noch viele Lego-Star-Wars-Fotos ansehen.

Grafik

Sound

Steuerung

Umfang

Spielspaß

Das Spiel für deinen PC kostet 29,99 Euro in Deutschland und Österreich, 49,00 Franken in der Schweiz.

letzte Aktualisierung: 11.03.2010

Hat dir der Artikel gefallen? Unten kannst du eine Bewertung abgeben. Wir freuen uns auf dein Feedback!

300 Bewertungen für diesen Artikel

Hinweis zum Copyright für Schüler und Lehrer: Die Texte von Helles-Koepfchen.de dürfen für den Schulunterricht (z.B. zur Unterrichtsvorbereitung, als Unterrichtsmaterialien, für Hausaufgaben oder Referate) auch für die ganze Schulklasse kostenlos ausgedruckt und vervielfältigt werden. Einzige Voraussetzung ist eine korrekte Quellenangabe, die wie folgt aussieht: Quelle: Helles-Koepfchen.de, [Link zum Artikel]. Die Druckversionen aller unserer Artikel beinhalten in der Fußzeile bereits die passende Quellenangabe - diese muss auf den Ausdrucken sichtbar sein.