Hallo,
ich bin zufällig auf diese Seite gestoßen und kenne Euer Problem aus zwei Blickrichtungen. 1. Ich habe einen Sohn, der seit ca. 8 Jahren immer wieder Mobbing aushalten muss (obwohl wir immer dagegen angehen)2. Ich bin selbst Lehrerin und kämpfe auch in unserer Schule dagegen an.
Ich möchte Euch ein bisschen erzählen, weil es Euch vielleicht hilft.
Leherin bin ich noch nicht so lange, weil ich vorher einen künstlerischen Beruf ausgeübt habe und vor 2 Jahren erst in den Schuldienst eingetreten bin. Deshalb sehe ich manches vielleicht mit anderen Augen.
Zuerst will ich von meinem Sohn erzählen. Er ist starker Legastheniker, aber sehr intelligent und besucht ein Gymnasium. Aufgrund seiner starken Behinderung (als solches zählt eine Legasthenie nämlich) darf er länger schreiben und auch einen Laptop benutzen.
Dieses macht ihn zu einem Schüler mit Sonderrolle und somit zum perfekten Angriffsziel für gefrustete Schüler.
Er hat von Anfang an glücklicherweise zu Hause immer alles erzählt.
Und das ist mein erster wichtigster Rat erzählt es bitte!!!!!
Wenn die Eltern sich einschalten kann das je nach Schule weiter helfen, manchmal aber auch nicht!
Der zweite Schritt wäre dann erst einmal, dass Ihr Euch irgendeinen Lehrer Eures Vertrauens nehmt und ihn um Hilfe bittet.
Sinnvoll ist es auch mehrere Lehrer anzusprechen, denn dann habt ihr mehr Unterstützung.
Macht im Unterricht, Mobbingsituationen deutlich (Gruppenarbeiten - ihr dürft nirgendwo mitmachen, Sport - Umkleide, ...)
Sprecht das Thema beim Elternsprechtag an (die Schule muss etwas unternehmen!!!).
Es gibt viele Lehrer, die erst einmal wegsehen, weil
1. es Arbeit macht
2. es schwierig ist, wenn man keine Idee hat, was man machen soll
3. sie es wirklich nicht sehen.
Schämt Euch bitte nicht und macht deutlich, wie sehr Euch die Situation quält. Körperliche Übergriffe dürft ihr überhaupt nicht dulden!
Bei meinem Sohn bleibt es immer auf der Stufe der Ausgrenzung, abe auch ist schwer über lange Zeit zu ertragen.
Wir versuchen ihn so gut es geht zu unterstützen und immer wieder auf das Problem aufmerksam zu machen.
Ganz beenden konnten wir das Prblem leider bisher auch nicht, weil zu viele Lehrer in den entscheidenden Momenten nicht reagieren.
Dennoch wird ihm von einem Vertrauenslehrer zur Zeit wieder Unterstützung angeboten - Ende noch offen!
Problematisch ist es immer, wenn der oder die Klassenlehrer Euer Problem nicht sehen wollen, oder den Fehler nur an Eurem Verhalten festmachen wollen. Dennoch lässt sich auch dann, aber nur vorsichtig etwas machen, wenn ihr möglichst viele anderer Leher auf euer Problem hinweist.
Und denkt immer daran - es ist NICHT Eure Schuld!
Ich wünsche Euch starke Nerven!