Thema: Unsere Zeit

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No**** (abgemeldet) (23) aus

schrieb :

#1

Lange hat er sie nicht so angesehen.

So lange, dass sie diesen Ausdruck beinahe nicht versteht, garnicht erst auf die Idee kommt, dass sie ihn doch richtig gedeutet hat.

In seinen Augen steht brennender Schmerz, obwohl er leicht lächelt.

"Du kennst ihn gut." sagt er und es ist keine Frage.

In seinen Händen sieht sie die Rückseite eines Fotos, und da dämmert es ihr. "Woher hast du..."Sie will nach dem Foto greifen, doch er hält es von ihr weg und steht auf.

"Ihr seid zusammen." schon wieder keine Frage.

Sie schluckt hart und beobachtet, wie ihr bester Freund zum Fenster geht und kurz hinaus schaut.

"Warum hast du nie von ihm erzählt?" fragt er und dreht sich wieder zu ihr um.

Sie starrt ihn an und da wird sie plötzlich wütend.

"Was geht dich das überhaupt an?" fragt sie und funkelt ihn an. "WIR sind nämlich nicht zusammen, du und ich." Sie bekommt das Bild zu fassen und will es ihm entziehen, doch er hält es fest und es zerreißt.

Erschrocken sehen sie beide auf die Fetzen in ihren Händen.

"Toll!" sie lässt die Häfte des Bildes fallen und starrt ihn an.

Für eine Weile sagen sie beide kein Wort, starren sich nur an.

Er lächelt nicht mehr. Seine Augen sind geweitet und voller Schmerz, sie kann das nicht uns es ist so verdammt unfair, das es ihr weh tut, obwohl doch er derjenige ist, der IHR weh tut.

"Raus." befiehlt sie.

"Lena...." er fleht sie stumm an, hebt die Hand zu ihrem Gesicht.

"Lena, es..." "RAUS!" sie deutet zur Tür und weicht seiner Hand gleichzeitig geschickt aus. "Und zwar jetzt sofort. Nimm das Foto mit wenn es dir hilft." Und er geht.

 

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No**** (abgemeldet) - Avatar
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No**** (abgemeldet) (23)

schrieb :

#8

Hey Große, komm mal her.

Geh weg...

Es ist alles gut. Komm von der Wand weg.

Lass mich!!!
Komm. Her.

Es tut mir leid...

Hey, alles ist gut.

Es tut mir leid.

Hey Große, ruhig.

Entschuldige, ich...

Hey, beruhig dich. Alles ist gut.

Du hast das nicht verdient.

...was?

Sowas. Du solltest eine haben, die dich glücklich macht.

Mach dir nicht so viele Sorgen, Große.

Es tut mir leid...

Hey, guck mich an. Ich liebe dich, okay?

 

Be**** (abgemeldet) - Avatar
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Be**** (abgemeldet) (22)

schrieb :

#7

Oha.. Du schreibst richtig gut! Mega Schreibstil! Mach weiter so.

aus nem kleinen Örtchen im Nirgendwo

Music_Love_Lia - Avatar

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17.01.2014

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Music_Love_Lia (23) aus nem kleinen Örtchen im Nirgendwo

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schrieb :

#6

Einfach nur Wow.

Ich mag deinen Schreibstil.

Wäre super wenn du weiter schreiben würdest! :D

No**** (abgemeldet) - Avatar
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No**** (abgemeldet) (23)

schrieb :

#5

Dem Spiegelbild, das zeigt, warum ich mit ihm zusammen bin, fehlen nach wie vor alle Klarheiten. Es ist bruchstückhaft, es besteht aus Splitterfetzen und ein vollständiges Bild; die Lösung meines Verhaltens, bleibt nur fehlerhaft umrissen.

So starrt mich ein unvollständiges Spiegelbild an, wenn ich mich konzentriere. Die Splitterfetzen sagen:

"Ich glaube nicht an Liebe" "Bald bist du frei" "Das ist nichts für die Ewigkeit" "Neben einem warmen Körper aufzuwachen ist..." "Sicher"
"Geborgen" "Falsch" "Ich liebe ihn nicht." "Er ist so sanftmütig." "Leicht zu kontrollieren" "Ganz anders, als du denkst" "Jünger als ich." "Drei Jahre vor mir geboren" "Kein Mensch für dunkle Dinge" "Er wird gehen." "Bleib hier!!!" "Geh weg..."

 

"Das geht vorbei."

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No**** (abgemeldet) (23)

schrieb :

#4

Sie hat keine Ahnung, warum ausgerechnet dieses Gefühl seit Ewigkeiten schon in ihrem Bauch herumwühlt und all ihre Gedanken unaufhörlich von ihm weg lenkt.

Sie liebt ihn.

Und Nachts liegt sie wach, kann nicht schlafen und die Leuchtsterne an der Decke helfen nicht, denn da ist diese eine, riesige Angst.

Er wird weggehen.

Sie wird wieder alleine sein.

 

Und dann sieht sie sich, wie sie, irgendwann in ferner Zukunft, einen Anruf annimmt.

"Hallo, ich bin's" wird er sagen.

"Ich habe Ferien für drei Tage, kommst du her?"
Und sie würde Ja sagen, in den Zug steigen und zu ihm fahren.

Und sie sieht sich dort am Fenster des Wagons sitzen und nachdenken, während sie einem Menschen entgegen fährt, zu dem sie keine Verbindung mehr fühlt, weil er gegangen ist.

Weil sie das nicht kann.

Sie ist traurig, dabei ist er noch bei ihr.

Wenn doch ihre Freunde nicht so ein Drama draus gemacht hätten.

Wenn doch niemals sowas passieren würde.

Er könnte einfach bleiben - aber er wird nicht.

Er wird gehen, sie weiß es.

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Vo**** (abgemeldet) (22)

schrieb :

#3

Schreibst du weiter?? Es weckt meine Neugier

aus einer unbekannten fremden Welt in den Bergen

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Schweizer (23) aus einer unbekannten fremden Welt in den Bergen

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schrieb :

#2

Interessant, Interessant! 

Du schreibst mit einer sehr ausgewählten Sprache. Kann man das sagen? Naja egal du weisst was ich meine. Mir gefällt deine Wortwahl und du benutzt visualisierende Passagen, wie etwa "brennender Schmerz". Ja, ich mag deinen Schreibstyl und würde mich über einen weiteren Teil freuen. 

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