Einstein: Der Durchbruch

Albert Einstein - Teil 2

Teil 2 von 6

von Sandra Müller und Marlen Schott

Im ersten Teil hast du erfahren, dass Albert Einstein gar kein schlechter Schüler war. Nachdem er sein Mathematik- und Physikstudium abgeschlossen hatte, bekam er keine Stelle an einer Universität. Noch wusste niemand, welches Genie in ihm schlummerte. Doch das änderte sich schon kurze Zeit später. Seine Relativitätstheorie machte ihn mit einem Schlag weltberühmt.


Albert Einstein in seinem Arbeitszimmer

Als 23-jähriger Mann heiratete Albert Einstein am 6. Januar 1903 seine langjährige Lebensgefährtin, die serbische Mathematikerin Mileva Maric. Aus dieser Ehe ging eine Tochter, Lieserl, sowie die beiden Söhne Hans und Eduard hervor.

1905 veröffentlichte Einstein seine "Spezielle Relativitätstheorie". Sie handelt von Geschwindigkeit, Raum, Zeit und Bewegung. Der Begriff "Theorie" beutet soviel wie "wissenschaftliche Betrachtungsweise" oder "Lehre". Was genau sich dahinter verbirgt, erfährst du in unserem Kapitel "die Relativitätstheorie".

Unendliche Dummheit

Albert Einstein verläßt sein Haus in Berlin

Das Leben Einsteins änderte sich von einem Tag auf den anderen. Plötzlich wurde er in der ganzen Welt als herausragender Wissenschaftler verehrt. Nach seinem Studium hatte er sich noch erfolglos um eine Assistentenstelle bemühen müssen. Nun kamen die Universitäts-Leiter auf ihn zu, ob er nicht an ihrer Hochschule unterrichten wollte. 1911 nahm er einen Lehrauftrag an der Berliner Universität an.

Als 1914 der erste Weltkrieg begann, wunderte sich Einstein über die Kriegsbegeisterung in der deutschen Bevölkerung. Selbst seine Professorenkollegen glaubten felsenfest an einen glanzvollen Sieg für "Kaiser, Gott und Vaterland". Albert Einstein konnte über so viel Dummheit nur den Kopf schütteln. Später hat er einmal gesagt: „Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."

Wissenschaftler und Pazifist

Albert Einstein mit seiner ersten Frau Mileva Maric

Zum Glück war Albert Einstein Schweizer. Wenn er seine deutsche Staatsbürgerschaft nicht viele Jahre zuvor aufgegeben hätte, wäre ihm möglicherweise der Tod an der Westfront nicht erspart geblieben. Allein in Frankreich starben damals viele Millionen Soldaten.

Doch die Schweiz verhielt sich neutral. Das bedeutet, dass sie für keine Seite Partei ergriff und auch nicht mitkämpfte. Er brauchte also nicht zu befürchten, in den Krieg ziehen zu müssen. Albert Einstein appellierte an die europäischen Wissenschaftler, den Krieg zu beenden. Als überzeugter Kriegsgegner trat er 1914 dem "Bund des neuen Vaterlandes" bei.

Hoffen auf deutsche Niederlage

Albert Einstein mit seiner zweiten Frau und Cousine Elsa

Diese Organisation hatte das Ziel, den Krieg so schnell wie möglich zu beenden. Einstein riskierte damit eine Anklage wegen Hochverrats. Zumal er formulierte: "Ich hoffe auf eine deutsche Niederlage. Das ist die einzige Hoffnung, die ich für Deutschland noch habe." Diese Hoffnung erfüllte sich am 9. November 1918. Der Krieg war vorbei und Deutschland hatte verloren.

Während seines Aufenthalts in Berlin zerbrach seine Ehe, die 1919 in beidseitigem Einvernehmen geschieden wurde. Noch im selben Jahr heiratete er seine Cousine Elsa.

Der wissenschaftliche Ritterschlag: Nobelpreis 1921

Max Planck mit Albert Einstein, wärend der verleihung des Nobelpreises im Dezember 1922 in Schweden

Albert Einstein wurde seit 1908 immer wieder für den Physik-Nobelpreis vorgeschlagen. Der Schwede Allvar Gullstrand, ein Mitglied des Nobel-Komitees und selbst Nobelpreisträger, verhinderte Einsteins Auszeichnung jedoch jahrelang, da er Zweifel an der Relativitätstheorie hatte.

Erst viele Jahre später erhielt Einstein diese höchste wissenschaftliche Auszeichnung. Er erhielt den Nobelpreis für Physik am 9. Dezember 1922, rückwirkend für das Jahr 1921. Doch es war nicht die Relativitätstheorie, für die er geehrt wurde, sondern sein Beitrag zur Quantenphysik.

Im dritten Teil erfährst du, dass Einsteins Leben in Deutschland immer stärker bedroht wurde. Grund: Adolf Hitler wurde mit seiner Partei NSDAP immer stärker und übernahm 1933 die Macht in Deutschland (auf "Weiter" klicken).

letzte Aktualisierung: 08.11.2009

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