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Barfuß-Kick mit Tüten-Fußball

Schüler arbeiten für Kinder - Teil 3

Teil 3 von 5

26.06.2005

Die meisten Jungs in Ruanda lieben Fußball. Grüner Rasen ist zwar reichlich vorhanden, aber Fußbälle gibt es fast gar keine. Zum Glück sind die Kinder in Ruanda erfinderisch und wissen sich zu helfen. Auch die Schüler in Hargesheim hatten viel Spaß mit ihren selbst gebastelten Fußbällen à la Ruanda.

Fußball macht Kindern auf der ganzen Welt Spaß - auch Nicola, barfuß mit einem Ball aus Plastiktüten. (Quelle: Kai Hirschmann (Helles Köpfchen))

Wenn Kinder in Ruanda einen Fußball haben wollen, dann nutzen sie einfach das, was sie um sich herum finden. So nehmen sie zum Beispiel getrocknete Bananenblätter, die sie ganz fest zusammendrücken und dann miteinander verknoten.

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Sandra hat so einen Ball mitgebracht. "Der ist ganz schön hart und schwer", sagte Frederik. Er befürchtet, dass man sich mit so einem Ball schnell wehtut. Das macht den Kindern in Ruanda aber nichts aus. Viel ärgerlicher ist es, wenn so ein Ball, den man mit viel Mühe gebastelt hat, sich allzu schnell wieder in seine Bestandteile auflöst.

Damit das nicht passiert, darf man mit dem Bananenblätterball nur barfuss spielen. Das ist in Ruanda allerdings eher kein Problem, da Schuhe dort ein großer Luxus sind. Wer seine Schuhe beim Fußballspielen ruiniert, der kann sich auch in Ruanda auf ein Donnerwetter der Eltern gefasst machen.

Eine zweite Chance für die Plastiktüte

Doch vor dem Spielen muss die Plastiktüte von Alexander erst mal mit einer Kordel zum Ball zusammengeschnürt werden. (Quelle: Kai Hirschmann (Helles Köpfchen))

Die Kinder in Ruanda haben aber noch eine andere Methode, um sich schnell einen wetterfesten Fußball herzustellen. Und die dürfen alle Schüler in Hargesheim auch ausprobieren.

Jeder hat eine große Plastiktüte mitgebracht. Die knüllen sie nun fest zu einem Ball zusammen und umwickeln sie dann fest mit einer Schnur. Wenn die Enden verknotet sind, ist ein kleiner Fußball entstanden. Für einen großen Ball braucht man einfach nur mehr Plastiktüten.

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Aber auch mit dem Mini-Fußball lässt sich prima auf dem Schulhof spielen. Nach kurzer Zeit sind fast alle Jungen - aber natürlich auch ein paar Mädchen - verschwunden, um zu kicken. "Die selbst gebastelten Fußbälle haben am meisten Spaß gemacht", sagt Henrik am Ende - und viele seiner Schulfreunde stimmen zu.

Spielzeug findet man auch auf der Straße

Lukas hat den Dreh schnell raus. Er fängt alle Steine mit einer Hand wieder auf. (Quelle: Kai Hirschmann (Helles Köpfchen))

Natürlich spielen die Kinder in Ruanda nicht nur Fußball. Es gibt auch viele andere Kinderspiele, von denen Sandra eines mitgebracht hat.

Für das Geschicklichkeitsspiel braucht sie nur drei kleine Steinchen. Zwei Steine legt sie dicht nebeneinander auf den Boden, den dritten nimmt sie in die Hand. Nun wirft sie dieses Steinchen hoch. Während es in der Luft ist, nimmt sie mit der gleichen Hand schnell die beiden anderen Steinchen vom Boden auf - und fängt dann auch das dritte Steinchen wieder.

Das kannst du zu Hause auch leicht ausprobieren. Du wirst sehen, dass es gar nicht so leicht ist. Auch die Kinder brauchen einige Versuche, bis sie es hinbekommen. Einige werden aber auch zu richtigen Spezialisten. So schafft es Lukas aus der ersten Klasse, die Steine über 20-mal hintereinander wieder aufzufangen. In Ruanda spielen die Kinder aber nicht nur sehr gerne in ihrer Freizeit, sondern machen auch viel Musik. Und das ist ansteckend. Mehr erfährst du im nächsten Teil.

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letzte Aktualisierung: 15.08.2009

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