Film: Harry Potter und der Feuerkelch

von Kai Hirschmann - 14.11.2005

Ein dunkler, spannender Fantasy-Thriller mit großartigen Darstellern erwartet dich im Kino - wenn du mindestens zwölf Jahre alt bist. Im vierten Harry-Potter-Abenteuer hält der Zauberer-Wettkampf um den Trimagischen Pokal die ganze Schule in Atem. Ohne es zu wollen muss Harry an diesem lebensgefährlichen Spektakel teilnehmen.


Harry Potter ist auf die Hilfe seines neuen Lehrers, Mad-Eye Moody, angewiesen. (Quelle: Warner Bros.)

Böse Träume verfolgen Harry Potter die ganzen Ferien über. Darin beobachtet er den finsteren Lord Voldemort und dessen fiesen Gesellen dabei, wie sie versuchen, zurück an die Macht zu kommen. Doch die letzten Ferientage halten für Harry, Hermine und die Weasley-Kinder eine spannende Ablenkung bereit: Sie dürfen zur Quidditch-Weltmeisterschaft reisen. Dort jubeln sie beim Lieblingssport aller Zauberer den weltbesten Spielern zu.

Doch plötzlich wird das fröhliche Treiben jäh beendet. Todesser, die treuen Anhängern des bösen Lords, wenden finstere Magie an und verwüsten das Festgelände. Alle Zauberer fliehen vor Schrecken. Über den verwüsteten Zelten erscheint am Himmel plötzlich das "Dunkle Mal". Der Totenkopf, aus dem sich eine Schlange windet, verkündet aller Welt, dass das Böse wieder zurückgekehrt ist und nach der Macht greift.

Auslosung für das Trimagische Turnier

Der Feuerkelch wählt die Besten einer jeden Zauberschule aus, die sich im Trimagischen Turnier messen sollen. (Quelle: Warner Bros.)

Harry Potter und seine Freunde sind heilfroh, als sie bald darauf an die sichere Zauberschule Hogwarts zurückkehren können. Doch der normale Unterricht, der darin besteht, Zaubertränke zu brauen, magische Geschöpfe zu züchten und dunkle Mächte abzuwehren, ist den Schülern schnell nicht mehr so wichtig. Ein legendärer Zauberer-Wettkampf zieht ihre gesamte Aufmerksamkeit auf sich: das Trimagische Turnier. In drei lebensgefährlichen Wettkämpfen treten die besten Zauberschüler der Welt gegeneinander an. Die Regeln schreiben vor, dass jeder Bewerber mindestens 17 Jahre alt sein muss.

Am Ende wirft der Zauberkelch in einer spannenden Zeremonie drei Kandidaten aus, die am Turnier teilnehmen dürfen: den beliebten Schülersprecher Cedric Diggory für Hogwarts, die wunderschöne Fleur Delacour für Beauxbatons und den Quidditch-Champion Viktor Krum für Durmstrang. Doch auf mysteriöse Weise spuckt der Kelch noch einen zusätzlichen Namen aus: Harry Potter - und das, obwohl dieser eigentlich noch zu jung ist.

Es gibt kein Entrinnen

Harry (Mitte) und besonders Ron (links) sind verwirrt. Schuld daran sind ihre bislang unbekannten Gefühle für Hermine (rechts). (Quelle: Warner Bros.)

In den Augen seiner Mitschüler hat Harry gemogelt, indem er den Zauberkelch überlistet hat. Dabei wollte Harry überhaupt nicht an dem gefährlichen Turnier teilnehmen und hat keine Ahnung, wie der Zettel mit seinem Namen in den Feuerkelch gekommen ist. Doch nun gibt es für ihn kein zurück mehr - darin sind sich der Zaubereiminister und der Schulleiter einig. Harry wird gegen Feuer spuckende Drachen und gefährliche Wasserwesen antreten müssen.

Erschwert wird seine Aufgabe auch noch dadurch, dass ihn seine angeblich "ermogelte" Teilnahme zum unbeliebtesten Kandidaten gemacht hat. Selbst Ron ist blind vor Eifersucht und hält nicht zu seinem Freund. Zum Glück bekommt Harry wertvolle Tipps von seinem neuen Lehrer für die "Verteidigung gegen die dunklen Künste", dem ehemaligen Auroren Mad-Eye ("Verrücktes Auge") Moody.

Doch ist er wirklich auf alle dunklen Gefahren vorbereitet, die im Laufe des Turniers auf ihn warten? Ausgerechnet in dieser schwierigen Situation sind Harry Potter und seine Freunde mit völlig neuen Gefühlen konfrontiert, die sie vorher nicht kannten: Ihr Interesse für das andere Geschlecht ist erwacht und bringt Verunsicherung, Begehren und Eifersucht mit sich.

Blick in eine ungewisse Zukunft

Im vierten Teil der Harry-Potter-Verfilmung nimmt Harry am Trimagischen Turnier teil. (Quelle: Warner Bros.)

Das 800 Seiten dicke Buch von Joanne K. Rowling musste für den Film natürlich stark gekürzt werden. Einige Handlungsstränge wurden dabei völlig gestrichen - darunter Hermines Kampf für die entrechteten Hauselfen. Auch fast alle Unterrichts-Szenen fielen weg. Der über zweieinhalbstündige Film konzentriert sich auf die drei Freunde und das Trimagische Turnier.

Von den neuen Charakteren beeindruckt vor allem Mad-Eye Moody. Der eigenwillige Kämpfer gegen das Böse ist jedem schnell sympathisch, weil er sich weder vom Zaubereiministerium noch von Professor Snape etwas vorschreiben lässt. Spätestens als er den fiesen Draco Malfoy für eine gemeine Bemerkung gegen Ron in ein Frettchen verwandelt, hat er die Lacher auf seiner Seite. Und doch bleibt der neue Lehrer eine rätselhafte Figur.

Kurz vor Ende des Films ersteht Voldemort wieder von den Toten auf - bei seinem Anblick stockt garantiert jedem Zuschauer der Atem. Dass der Film kein Happy End hat, ist allen Harry-Potter-Fans natürlich klar. Stattdessen werden die Zuschauer in eine ungewisse Zukunft entlassen. Nur Eines ist sicher: Harry und seine Freunde werden wohl kein "normales" Schuljahr in Hogwarts mehr erleben.

Die Haare stehen zu Berge

Gleich in der ersten Runde trifft Harry Potter auf den gefährlichen ungarischen Hornschwanz-Drachen. (Quelle: Warner Bros.)

Der neue Harry-Potter-Film ist viel dunkler und bedrohlicher als die ersten drei Teile. Darum ist "Harry Potter und der Feuerkelch" auf keinen Fall für Kinder unter zwölf Jahren geeignet - selbst dann nicht, wenn die Eltern mitkommen. Als die Schlange aus dem Dunklen Mal am Himmel kriecht und in der Szene, in der Harry seinem schlimmsten Albtraum hilflos Auge in Auge gegenübersteht, stehen sogar erwachsenen Kinogänger die Haare zu Berge.

Der neue Potter-Regisseur Mike Newell hat vor allem die jungen Hauptdarsteller zu Höchstleistungen angetrieben. Sie gehen voll in ihren Rollen auf und spielen ihre Figuren absolut glaubwürdig. Besonders Harry-Potter-Darsteller Daniel Radcliffe, Rupert Grint als Ron und Emma Watson als Hermine überzeugen auf der ganzen Linie.

letzte Aktualisierung: 20.02.2010

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