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Anna im Land der Aborigines - Teil 11

Australienreise mit Anna Knopf / Kampf gegen Fliegen

Teil 11 von 12

Am Samstag sind meine Namensvetterin Anna und ich zu einer Bustour von Adelaide nach Melbourne aufgebrochen. Wir fuhren entlang der berühmten "Great Ocean Road". Es waren dreieinhalb voll gepackte Tage, in denen wir viel gesehen haben. Trotzdem hatten wir genug Zeit, jede einzelne Sehenswürdigkeit ausgiebig zu genießen.

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Als ich die Aussicht vom Hubschrauber auf die "Zwölf Apostel" genossen habe, konnte ich sogar meine Angst vergessen. (Quelle: Anna Knopf)

Erster Stopp war in Coorong, einem wirklich hübschen Küstenabschnitt. Dort haben wir einen "Aboriginal Bush Tucker Walk" mitgemacht, was man etwas holprig mit "Busch-Essen-Wanderung der Aborigines" übersetzen kann. Auf der Tour bekamen wir Kräuter, Beeren und Blätter erklärt, die von den australischen Ureinwohnern zum Essen und als Medizin verwendet wurden. Natürlich durften wir auch probieren.

Viel Zeit haben wir an unterschiedlichen Stränden verbracht, die einfach traumhaft sind. Das liegt vor allem daran, dass man - anders als zu Hause - durch die weißen Sanddünen einfach hindurch laufen darf. Man kommt sich dann fast wie in der Sahara vor.

Bammel vor dem Hubschrauberflug

Ohne meinen Hut mit Moskito-Netz war ich den unzähligen Fliegen schutzlos ausgeliefert. (Quelle: Anna Knopf)

Absolutes Highlight waren die tollen Felsformationen, allen voran die "Zwölf Apostel". Das sind einzelne Felsblöcke, die nahe der Great Ocean Road (Große-Ozean-Straße) aus dem Meer ragen. Allerdings sind es nicht mehr zwölf. Der eine Felsen ist nämlich vor einiger Zeit zusammengekracht, was der Schönheit aber dennoch keinen Abbruch tut.

Den tollsten Blick hatten wir aus dem Hubschrauber, mit dem wir einen Rundflug über die Küste gemacht haben. Vorher hatte ich ein bisschen Bammel. Deswegen habe ich mich mit einem Mädchen aus England zusammen getan, die auch Angst hatte. Wir haben uns nebeneinander gesetzt, sodass wir im Notfall hätten Händchen halten können. War aber gar nicht nötig: bei der spektakulären Aussicht haben wir jede Angst sofort vergessen.

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Kampf gegen 1000 Fliegen

Hier posiere ich neben einem gigantischen Hummer, der neben der Great Ocean Road steht. Soll wohl Kunst sein... (Quelle: Anna Knopf)

Zum Glück waren wir mit einer sehr netten Gruppe auf der Great Ocean Road unterwegs. Trotzdem gab es unwillkommene Begleiter: mindestens tausend Fliegen, die uns hartnäckig verfolgten. Anna und ich hatten praktischerweise ein Moskito-Hutnetz dabei. Das sah zwar dämlich aus, aber wir wurden trotzdem von allen anderen Touristen mächtig beneidet. Denn die waren vollauf damit beschäftigt, die Insekten von ihren Gesichtern fernzuhalten. Besonders beliebt bei den Fliegen waren Mund, Nase und Ohren! Diese wedelnde Handbewegung ist hier so typisch, dass sie offiziell "Australian Salute" (australischer Gruß) oder "Bushman's Greeting" (Gruß des Buschmanns) genannt wird.

Für die Fotos mussten wir unsere fesche Kopfbedeckung natürlich abnehmen: wir alle starrten dann ganz verkrampft in die Kamera und mussten notgedrungen eine Wedelpause einlegen. Sobald das Foto gemacht war, haben wir alle zusammen die Fliegen von den Lippen gepustet. Nun sind wir in Melbourne angekommen, wo es mir nicht so gut gefällt. Auch die Herberge ist nicht so toll, aber für drei Tage wird es gehen!

Macht es gut und bis bald, eure Anna

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letzte Aktualisierung: 15.08.2009

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