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Interview mit Sarah Kim Gries alias Vanessa aus die "Wilden Kerle"

Teil 3 von 4

04.03.2006

Derzeit läuft dritte Teil der "Wilden Fußballkerle" in den Kinos. Vanessa ist darin das einzige Mädchen, das mit dem berühmten Fußballteam die "Attacke der biestiger Biester" abwehrt. Das Helle Köpfchen hat mit der 16-jährigen Vanessa-Darstellerin Sarah Kim Gries über die Dreharbeiten gesprochen - und über den Filmkuss mit Leon-Darsteller Jimi Blue Ochsenknecht, der ihr richtig viel Ärger mit weiblichen Fans eingebracht hat.

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Vanessa-Darstellerin Sarah Kim hat selber vier Jahre lang Fußball gespielt. (Quelle: Marion Koell / Agentur Schwarz)

Helles Köpfchen: Wirst du häufig auf der Straße erkannt und als "Vanessa" angesprochen?
Sarah Kim Gries: Das kommt vor, allerdings passiert es mir nur ganz selten. Natürlich wissen die Leute auf meiner Schule, dass ich in den Filmen mitspiele. Aber auf der Straße kann ich mich noch frei bewegen, ohne überall erkannt zu werden.

HK: Wirst du in der Schule anders behandelt, weil du durch die "Wilden Kerle" bekannt geworden bist?
Sarah Kim: In der Schule bin ich ein Mädchen wie alle anderen. Hier und da kommen allerdings blöde Sprüche von Jungs. Letzte Woche waren die "Wilden Kerle" wieder mal Thema im Fernsehen. Da liefen dann zwei Jungs hinter mir und meinen Freundinnen her. Sie haben versucht, mich damit aufzuziehen, dass ich ein "Wilder Kerl" sei. Da hab ich nur gekontert: "Ach wie süß, ihr habt also alle den Tigerenten Club geguckt." Da waren sie ruhig. Doch solche doofen Anmachen werden zum Glück immer weniger.

HK: In den Filmen spielst du eine ausgezeichnete Fußballerin. Bist du das auch im echten Leben?
Sarah Kim: Ich habe vier Jahre lang mit großem Spaß Fußball gespielt. Aber mittlerweile habe ich die Lust etwas verloren und auch nicht mehr genügend Zeit. Es gibt andere Dinge, die mir wichtiger sind.

Derzeit läuft der dritte Teil in den Kinos. In Österreich geht's erst am 30. März los. (Quelle: Buena Vista International)

HK: Trotzdem bist du als "Wilder Kerl" eine Fußball-Expertin. Wer wird Fußball-Weltmeister?
Sarah Kim: Deutschland natürlich.

HK: Was ist dir denn zurzeit wichtiger als Fußball?
Sarah Kim: Die Schule, ganz klar.

HK: Lassen sich Schule und die Dreharbeiten gut miteinander vereinbaren?
Sarah Kim: Den größten Teil des Films haben wir während der Sommerferien gedreht. Allerdings hat sich das Film-Team nach den Ferienterminen in Bayern gerichtet, weil dort die meisten Kinder-Schauspieler herkommen. Weil ich aus Nordrhein-Westfalen bin, habe ich für den dritten Teil der "Wilden Kerle" fast drei Monate Schule verpasst.

Im Film küssen sich Vanessa und Leon. Daraufhin bekam Schauspielerin Sarah Kim wütende E-Mails weiblicher Jimi-Blue-Fans. (Quelle: Buena Vista International)

HK: Heißt das, dass du gar nicht lernen musstest?
Sarah Kim: Natürlich nicht. Wir hatten diesmal drei Lehrer beim Dreh dabei. Die haben uns dann in Gruppen aufgeteilt und unterrichtet. Jeder hat dabei andere Aufgaben bekommen, die alle schriftlich erledigt werden mussten. Bei Problemen haben uns die Lehrer geholfen. Noten wurden aber keine gegeben.

HK: Ist diese Form des Unterrichts nicht super?
Sarah Kim: So richtig cool ist das nicht. Zum Beispiel gibt es keine mündliche Mitarbeit. Und im Anschluss daran muss ich ja wieder in meiner normalen Schule mitkommen (Sarah geht in die 10. Klasser einer Gesamtschule bei Köln, Redaktion). Das ist manchmal ganz schön schwer. Fürs Rumhängen und für Hobbys bleibt uns während der Dreharbeiten neben der Schule nur sehr wenig Zeit.

HK: Was macht dir beim Drehen am meisten Spaß?
Sarah Kim: Es ist toll, wenn ich mich in andere Rollen hinein versetzen kann. Da erlebe ich alles aus einer anderen Sicht und kann mich ganz anders verhalten als normal. Außerdem macht es Spaß, auch mal eine fiese Rolle zu spielen. Da kann man sich daneben benehmen und sogar richtig gemein sein, ohne dass man einen anderen damit verletzt.

Im Film boxt sich Vanessa durch. Im echten Leben weiß sich Sarah Kim auch zu wehren - ihre Waffen sind jedoch Worte statt Fäuste. (Quelle: Buena Vista International)

HK: Wie bekommst du eigentlich die ganzen Texte des Drehbuchs in deinen Kopf?
Sarah Kim: Wir müssen zum Glück nicht das ganze Drehbuch auswendig lernen, sondern nur den Text von ein bis drei Szenen, die wir am nächsten Tag drehen. Jeden Abend bekommen wir eine "Dispo", auf der unser Tagesablauf und der Text steht, den wir lernen sollen. Das geht dann relativ leicht - vor allem, weil wir immer zusammen lernen können.

HK: Beim dritten Teil der "Wilden Kerle" tritt dein Team gegen die "biestigen Biester" an. Wie war es für dich als bislang einziges Mädchen, dass plötzlich so viele andere Mädchen am Set waren.
Sarah Kim: Ich fand's sehr entspannend. Bei den ersten zwei Filmen wollten alle Jungs ständig mit mir rumhängen. Die sind zwar alle echt nett und wir verstehen uns auch wirklich prima. Aber mit der Zeit können so viele Jungs ganz schön anstrengend sein. Durch die anderen Mädchen beim Dreh haben sich die Jungs jetzt aufgeteilt. Und wir Mädchen haben uns auch prima verstanden.

Sie ist froh, dass sie im dritten Teil der Fußballkerle nicht mehr das einzige Mädchen war. (Quelle: Buena Vista International )

HK: Im Film haben sich Vanessa und Leon geküsst. Und alle anderen sind echt gute Freunde, die gemeinsam durch Dick und Dünn gehen. Wie verstehst du dich denn privat mit den anderen Schauspielern?
Sarah Kim: Um das von vorne herein mal klar zu stellen: Ich bin nicht verliebt in Jimi Blue, der den Leon spielt! Aber wir verstehen uns gut und schreiben auch mal 'ne SMS, chatten oder telefonieren. Beim letzten Dreh habe ich aber eine richtig gute neue Freundin gefunden: Valeria. Wir verstehen uns super und besuchen uns möglichst regelmäßig - obwohl sie in der Nähe von München wohnt und ich bei Köln.

HK: Hat sich dein Leben durch die "Wilden Kerle" verändert?
Sarah Kim: Seit den Wilden-Kerle-Filmen bin ich ein Vorbild für viele Kids. Da muss ich in der Öffentlichkeit aufpassen, dass ich mich nicht daneben benehme. Sonst machen das am nächsten Tag viele Kinder nach. Aber auf Partys mit meinen Freunden kann ich sein wie alle anderen.

HK: Möchtest du später einmal Schauspielerin werden?
Sarah Kim: Das wäre natürlich super. Aber genauso schnell wie ich drinnen war im Filmgeschäft, kann ich auch wieder draußen sein. Ich weiß, dass ich nach drei Filmen noch lange kein Star bin und muss daher ein zweites Standbein haben. Daher mache ich erstmal die Schule weiter bis zum Abitur. Da habe ich noch etwas Zeit, zu überlegen, wie meine Zukunft aussehen soll, wenn es mit der Schauspielerei nicht klappen sollte.

Im Film geht es nicht nur ums Fußballspielen, sondern auch um die Freundschaft zwischen Vanessa und Leon. (Quelle: Buena Vista International )

HK: Was wäre denn deine Traumrolle in einem Film?
Sarah Kim: Ich würde sehr gerne mal in einem richtigen Action-Film mitmachen. Aber auch ein altmodischer Kostümfilm wäre super, in dem ich tolle Kleider anziehen könnte.

HK: Und ist ein solcher Film in Sicht?
Sarah Kim: Bisher weiß ich noch von keiner neuen Rolle, die ich spielen soll. Das macht alles meine Agentur. Und von Absagen wird mir erst gar nichts erzählt. Das wäre auch zu frustrierend. Aber es kommen demnächst wieder mehr Castings auf mich zu. Da muss ich dann nach der Schule nach Köln fahren und für Rollen vorsprechen.

HK: Wir drücken dir auf jeden Fall die Daumen. Würdest du den Helles-Köpfchen-Lesern auch eine Autogrammkarte von dir schicken?
Sarah Kim: Ja klar! Dafür muss man nur einen frankierten und adressierten Rückumschlag an meine Agentur schicken (Anmerkung der Redaktion: die Adresse steht unten). Die leitet meine Fanpost dann an mich weiter. Und ich beantworte alle Briefe dann auch selbst. Versprochen!

Wenn du auf die Pfeil-Zurück-Taste klickst, kannst du die Fimkritik zu "Die Wilden Kerle und die Attacke der biestigen Biester" lesen. Für das Interview mit Jimi Blue und Wilson Gonzalez Ochsenknecht musst du auf die Pfeil-Hoch-Taste klicken.

Autogrammwünsche sendest du an:

Sarah Kim Gries

Agentur Schwarz
Bonner Straße 8
50677 Köln

letzte Aktualisierung: 28.02.2010

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