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Fußball-EM: Die Halbfinale stehen an

Deutschland trifft auf die Türkei

Teil 1 von 4

25.06.2008

Nachdem in den EM-Viertelfinal-Spielen fast alle Top-Favoriten ausgeschieden sind, steigt die Spannung: Deutschland trifft heute im ersten Halbfinale auf die Türkei. Deutsche und türkische Fans fiebern für ihr Land. Was das Deutsche Team in den ersten drei Spielen nicht geschafft hat, hat es gegen Portugal wieder vergessen gemacht. Im Viertelfinale gegen Portugal zeigten die deutschen Spieler ihr bestes Spiel des gesamten Turniers. Wer wird sich heute durchsetzen und ins Finale einziehen?

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Deutschland oder Türkei - wer zieht ins EM-Finale ein?

Die Spannung steigt: Die Favoriten Portugal, Frankreich und Holland sind bereits in den Viertelfinal-Spielen ausgeschieden. Spanien konnte sich gegen Italien im Elfmeterschießen durchsetzen und ist der einzige Gruppenerste, der noch im Turnier ist. Im Halbfinale spielt Deutschland heute gegen die Türkei, Spanien trifft am Donnerstag auf Russland.

Deutschland gilt allgemein als Favorit und hat einen kleinen Trumpf in der Hand: Das deutsche Team hatte ein Tag Erholungsphase mehr als das türkische. Da die deutsche Mannschaft weitaus mehr Erfahrung bei Turnierspielen hat, ist sie auch dadurch im Vorteil. Der Kampf- und Siegeswillen der Türken ist jedoch nicht zu unterschätzen. Im Spiel gegen Kroatien zeigten sie, dass sie sehr torgefährlich sein können und auch in brenzligen Situationen die Nerven behalten.

Viele befürchten, dass es während und nach dem Spiel zu Tumulten zwischen den beiden Fan-Lagern kommen könnte. Aus diesem Grund riefen Politiker die Fans bereits zu einem friedlichen Miteinander im Sinne der deutsch-türkischen Freundschaft auf. Im optimalen Fall wird ein gemeinsames schwarz-rot-goldenes und Halbmond-rotes Fahnenmeer über Deutschland wehen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel wird zum Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Türkei nach Basel fliegen und dem deutschen Team die Daumen drücken, wie sie es schon im Spiel der Deutschen gegen Österreich getan hat. Natürlich werden auch türkische Politiker da sein, die ihr Land aus ganzer Kraft unterstützen wollen.

Türkei muss auf wichtige Spieler verzichten

Tumulte werden befürchtet und Politiker riefen die Fans zu einem friedlichen Miteinander im Sinne der deutsch-türkischen Freundschaft auf. (Quelle: Gerd Altmann / pixelio)

Bundestrainer Joachim Löw kann gegen die Türkei auf den kompletten Kader zurückgreifen. Kein Spieler ist gesperrt, alle Gelben Karten des bisherigen EM-Verlaufs wurden nach dem Viertelfinale gelöscht. Anders sieht es bei der türkischen Nationalmannschaft aus. Vier der türkischen Spieler sind gesperrt, mindestens vier weitere sind verletzt.

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Am Montagabend hat das Türkische Team Einspruch gegen die Sperre von Stammkeeper Volkan eingelegt, der jedoch von der UEFA (Union of European Football Associations) ablehnt wurde. Von Seiten der UEFA ist eine Nachnominierung einzelner Spieler nicht erlaubt, sonst hätte die Türkei auf weitere Nationalspieler zurückgreifen können. Das bedeutet, es dürfen nur Spieler antreten, die schon vor dem Turnier gemeldet waren - und jedes Land darf nur eine bestimmte Anzahl von Spielern anmelden. 1996 machte der Verband einmal eine Ausnahme und erlaubte Deutschland vor dem Finale, Jens Todt nachträglich ins Team aufzunehmen.

Strafe für Joachim Löw

Wegen einer Sperre durfte Jogi Löw das Viertelfinale gegen Portugal nur als Zuschauer verfolgen. (Quelle: DFB)

Joachim Löw, Trainer des Deutschen Teams, und Josef Hickersberger, Trainer des Österreichischen Teams, mussten während dem EM-Gruppenspiel zwischen ihren Mannschaften ab der 40. Minute von der Tribüne aus zuschauen - und wurden noch einen weiteren Spieltag gesperrt. Dies war eine umstrittene Entscheidung, die von vielen Seiten kritisiert wurde.

Da Österreich nach dem Spiel ausgeschieden war und Hickersberger als Teamchef Österreichs zurücktrat, war seine Sperre hinfällig. Jogi Löw hingegen durfte das Viertelfinale gegen Portugal nur als Zuschauer verfolgen. Laut Aussage des Schiedsrichters Manuel Mejuto Gonzalez seien beide Trainer trotz ausdrücklicher Aufforderung nicht auf ihre Plätze zurückgegangen, sondern demonstrativ stehen geblieben. Ob deshalb gleich eine Sperre verhängt werden muss, darüber kann man auch jetzt noch streiten.

Der Schweizer Schiedsrichter Massimo Busacca wird heute in Basel zusammen mit seinen Assistenten Matthias Arnet und Stéphane Cuhat das erste EM-Halbfinale Deutschland gegen die Türkei pfeifen. Für Busacca ist es der dritte Einsatz in diesem Turnier. Der 39-Jährige hatte in der Vorrunde bereits die Partien Griechenland - Schweden und Holland - Rumänien gepfiffen. Sollten die deutschen und die türkischen Spieler zu viel Temperament zeigen, könnte es auf der Tribüne eng werden. Vor allem aber ist zu hoffen, dass es unter den zahlreichen Fans friedlich bleiben wird - egal, wer am Ende als Sieger vom Platz geht und in das EM-Finale einziehen darf.

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letzte Aktualisierung: 15.08.2009

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