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Unsere Zukunft liegt in den Sternen

Weltall - Teil 6

Teil 6 von 6

Werden wir bald in Raumschiffen durchs Weltall fliegen und auf Raumstationen leben? Werden vielleicht bald Menschen den Mond oder Mars besiedeln?

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Was du aus Fernsehserien und Büchern kennst, ist nicht nur Träumerei. Wir zeigen dir, was Raumfahrtwissenschaftler alles planen.

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Ausflug ins Weltall für Jedermann

Dieses Bild zeigt den Start der Apollo-11-Mission. (Quelle: NASA)

Bisher waren nur wenige sehr reiche Menschen als Touristen im Weltall. Sie wurden von der Russischen Weltraumbehörde für sehr viel Geld mitgenommen. Russland hat damit auch die eigenen Kosmonauten mit bezahlt. Die Weltraumbehörden NASA und ESA wollen dagegen auch weiterhin keine Touristen ins All befördern. Muss das so bleiben?

Nein. Denn seit Mitte des Jahres 2004 gibt es einen neuen Konkurrenten am Himmel: Space Ship One. Ein privat finanziertes Unternehmen hat einen Flug ins Weltall geschafft. Schon stehen die ersten Reiseagenturen für Weltraumtourismus bereit. Das Weltraumabenteuer könnte bald ab 5.000 US-$ für viele Menschen bezahlbar sein. Ob ein Flug rund um die Erde oder ein Trip auf eine Raumstation in 400 Kilometern Höhe - alles scheint möglich. Diese Vision ist nicht mehr sehr weit entfernt. Schon in zehn Jahren könnte es soweit sein.

Menschen auf dem Mars

Menschen haben schon immer vom roten Planeten geträumt. Ob es dort wohl Marsmenschen gibt? Wohl kaum. Aber Weltraumteleskope und Sonden machten immer neue Bilder und regten unsere Fantasie an. Was sind das für seltsame Gesichter auf der Marsoberfläche? Gab es früher Wasser und vielleicht sogar Leben auf dem Mars? Nachdem mittlerweile kleine Sonden mit Rädern auf unserem Nachbarplaneten gelandet sind, träumen viele von einer bemannten Mars-Expedition. Noch stehen zwar hohe Kosten und die lange Reisezeit im Weg, aber eine Reise zum Mars wird kommen.

Wir verlassen unsere Galaxie

Weltraumteleskope und Sonden machten immer neue Bilder vom Mars und regten unsere Fantasie an. Ob es dort wohl Marsmenschen gibt? (Quelle: NASA)

Noch sind Raumschiffe auf riesige Raketentriebwerke angewiesen. Ein kleines Space-Shuttle, also der Bereich, in dem die Astronauten wohnen und experimentieren, ist an einer großen und schweren Trägerrakete befestigt. Jedes Kilogramm, das transportiert werden muss, kostet viel Treibstoff und Platz. Doch Wissenschaftler sind dabei Alternativen zu entwickeln. Eine gefährliche Möglichkeit wäre ein Atomantrieb. Die bessere Alternative: In Zukunft sollen große Laser das Raumschiff von der Erde aus in den Weltraum schießen. Im Weltraum werden weitere Laser stationiert, die das Raumschiff dann weiter beschleunigen. Das Space Shuttle selbst braucht daher keinen großen Antrieb für weite Strecken mehr, sondern nur noch zum navigieren und landen. Das ist auch gut für die Sicherheit der Astronauten. Denn das Reisen auf riesigen, leicht entzündbaren Treibstofftanks ist doch sehr gefährlich.
Die Raumschiffe der Zukunft sind aber nicht nur sicherer und leichter. Sie können schneller fliegen und größere Strecken zurücklegen. Solche Raumschiffe wären außerdem auch noch günstiger. Bis diese Technik ausprobiert werden kann, werden wohl noch einige Jahre vergehen. Aber ihr werdet es wohl noch erleben.

Lange Reisen im Tiefschlaf

Viele Ziele sind so weit entfernt, dass Raumfahrer jahrzehntelang unterwegs wären, um sie zu erreichen. Eine so lange Zeit auf sehr engem Raum mit anderen Menschen leben - das wäre ziemlich stressig. Denn man kann sich ja nicht aus dem Weg gehen. Außerdem würden die Astronauten auf der Reise alt und grau werden. Aber Raumfahrer müssen eigentlich richtig fit und konzentriert sein, wenn sie ihr Ziel erreichen. Für das Problem könnte es eine Lösung geben: künstlicher Kälteschlaf. Dabei würden die Astronauten nach dem Start in Kältekammern eingeschlossen und abgekühlt. Dabei wird die Zellteilung und damit auch das Altern verlangsamt. Das 'Einfrieren' von Menschen nennt man auch 'Kryonik'. Kurz vor ihrem Ziel würden sie dann langsam wieder 'aufgetaut'. An dieser Technik arbeiten Wissenschaftler heute noch, doch die Umsetzung scheint möglich. Vielleicht werdet ihr das noch erleben.

Terraforming: Wir bauen eine zweite Erde

Diese Fotomontage stellt einen terraformten Mars dar. (Quelle: NASA)

Bisher haben unsere Sonden nur unwirtliche, lebensfeindliche Planeten gefunden. Es gibt kein Wasser, keine Luft zum Atmen, keine Schwerkraft, die einen am Boden hält. Außerdem sind die Temperaturen entweder viel zu heiß oder viel zu kalt zum Überleben. Doch der Mensch ist ja erfinderisch. Wissenschaftler verfolgen zwei Ideen, um uns ein Leben auf dem Mond oder Mars zu ermöglichen:

  • Die erste Idee ist, dass Menschen in einer Raumstation unter einer Art riesiger Käseglocke leben könnten. Innerhalb dieser Glocke gibt es dann Luft zum Atmen und normale Temperaturen. Das Leben könnte wie in einer normalen Stadt ablaufen. Es gäbe Pflanzen und Tiere, Häuser und Raumflughäfen.
  • Die zweite Idee ist verrückter und nennt sich Terraforming. Es geht darum, einen unwirtlichen Planeten in eine zweite Erde umzuwandeln. Wissenschaftler haben erforscht, wie das Leben auf der Erde entstanden ist. Nun wollen sie eine ähnliche Entwicklung zum Beispiel auf dem Mars in Gang setzen. Bestimmte Gase und Bakterien sollen nach und nach eine Atmosphäre und Wasser entstehen lassen. Dabei wird eine Schutzschicht gegen kosmische Strahlen und Asteroideneinschläge um den Planeten gelegt. Dann helfen die Wissenschaftler weiter nach und bringen Algen und Pflanzen auf den Planeten. So wird die Luft mit Sauerstoff angereichert. Nun können kleine Tiere angesiedelt werden - und schließlich auch Menschen dort leben. Das ganze soll aber nicht wie auf der Erde Millionen von Jahre dauern, denn das würde ja nichts bringen. Die Theorie sieht vor, dass ein Planet in wenigen Jahrzehnten bewohnbar werden könnte. Doch die Umsetzung dieser sehr kühnen Träume ist noch sehr weit entfernt.
letzte Aktualisierung: 27.09.2011

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