Ich kanns nachvollziehen, wenn einem eben nur teurere Klamotten gefallen. Man will sich ja selbst in seiner Kleidung wohlfühlen. Aber diesen Einheitsbrei nur mitzutragen, weils die oberflächlichen Schl..... mögen oder weil die krassen Checker das auch tun ist etwas erbärmlich. Hab mal damit angefangen, meine Eltern arm zu machen wegen dem Schrott und ja, man verändert sich. Aber sicher nicht ins Positive. Man fängt an, jeden der nicht so gekleidet ist wie man selbst blöd zu finden und sich gnadenlos zu überschätzen. Man hängt zwar dann auch mit den Coolen ab, aber tut dann auch Zeug, was man niemals gemacht hätte. Ein halbes Jahr gings so, bis ich den Dreck der Gesellschaft schon solange grinsend in mich hineingeschaufelt hatte, dass ich krank wurde. Ich wusste nicht mehr wer ich eigentlich war, weil ich sicher nicht das bin, was diese Mode sagt was man sein soll: Ein egozentrischer, geldsüchtiger Normopath, der alles nachplappert was er in der Glotze hört.
Nein danke. Heute trag ich bevorzugt Kleidung im normalen Preisfeld, nur ab und zu ein Ausrutscher nach oben oder unten. Je nachdem, wie sehr es zum andern passt. Ich zieh mir auch mal das Fanshirt meiner Lieblingsrockband an oder ein altes langes Hemd, was völlig gegen den Zeitgeist verstößt. Normal zu sein ist einfacher, kein Zweifel. Aber wenn man sich nicht ein lebenlang verstellen, seine Persöhnlichkeit aufgeben und zu einen Standarttyp werden will oder kann, der solls bleiben lassen. Die größten Fehler tat ich im Gruppenzwang und die besten Entscheidungen ohne Fremdeinwirkung, einfach dem eigenen Gewissen folgend. Der Markenzwang verändert die Gesellschaft und gibt ihr schon fast faschistische Züge. Wer nicht dem Zwang folgt und Marken trägt folgt nicht dem Ideal und was nicht dem Ideal entspricht gehört gemobbt und ausgestoßen, bis der auch anfängt sich wie der geistlose Rest zu verhalten.