Thema: Meine Geschichte...

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aus einem Kaff im Westerwald

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Sweetheart05 (19) aus einem Kaff im Westerwald

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schrieb :

#1

Ich wurde am 4. April 2000 geboren, als erstes Kind einer Lehrein und eines Arztes, in einem Krankenhaus in Muenster. Meine Eltern wohnten damals noch in einer kleinen Wohnung am Stadtrand, aber schnell war klar, das die Wohnung mit einem Baby zu klein war, und wir zogen in eine Doppelhaus- Hälfte in einen kleinen Ort 20 Kilometer von Muenster entfernt. Ein paar Häuser entfernt wohnten gute Bekannte, es gab viele junge Familien, viel Grün, und wir fühlten uns alle Drei sehr wohl dort. Doch schnell wurde dieses Glück getrübt, denn ich erwies mich als ständig kränkelndes Kind, und finanziell war ebenfalls nicht alles rosig... Kommis, pls ;)

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Lila19 - Avatar

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Lila19 (16)

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schrieb :

#38

Schreib mal weiter. :)))

Gi**** (abgemeldet) - Avatar
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Gi**** (abgemeldet) (18)

schrieb :

#37

Sowas von toll.... Schreit weiter

aus einem Kaff im Westerwald

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Sweetheart05 (19) aus einem Kaff im Westerwald

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schrieb :

#36

Die Zeit von Januar bis Mai war grauer Alltag, ich arbeitete viel für die Schule, machte meine Hobbys, hörte ab und zu Musik und für viel mehr war auch keine Zeit mehr in meinem Leben. Meine ABF wurde 13, wir feierten eine wilde Party in ihrem Keller... Ich wurde 13 und ging mit meinen besten Freundinnen Power-Shopping machen... Eine Schulfreundin von Papa wurde 40, wir fuhren nach Dresden und ich sah Evi wieder, wir gingen shoppen zu Hollister... Alles verschwamm vor mir, und igrnedwann standen die letzten Klassenarbeiten an, es ging langsam auf die Sommerferien zu, als etwas passierte, was mein Leben für immer und ewig verändern würde..

Es geschah auf dem Weg zum Sekretäriat, es war ein Dienstag, und Alex und ich wollten noch irgendwas bei der Sekretärin abgeben. Weil dort gerade ein Gespräch stattfand und wir Diskretion halten mussten, setzten wir uns auf die schmalen Bänkle vor den Raum. Ich hatte gerade meine Augen geschlossen, als Alex mir sagte: " Du, ich wechsle auf die Relaschule." Zuerst hielt ich es für einen dummen Witz, aber Alex machte nie dumme Witze und ihr Geischtsausdruck war viel zu ernst dafür. Mir bleib die Luft weg, ich stammelte irgendwas unverständliches. Und so konnte ich, anstatt mir auf meinen Sommer zu fruene, nur tatenlos zusehen, wie ihre Eltern und die Direktoren beider Schulen Formalitäten klärten, dass Alex das 8. Schuljahr auf der Realschule verbringen würde. Ich war geschockt, ich hatte Angst, ich fühlte mich einsam. Ich dachte: " Jetzt passiert das gleiche wie vor zwei Jahren." Ich wurde härter, versteckte meine Verzweiflung hinter Sarkasmus und sah verzweifelt zu, wie die Tage bis zu den großen Ferien weniger wurden. Den letzten Schultag verbrachten wir dann so ziemlich als Klasse: Wir gingen zum Supermarkt und kauften uns flaschenweiße "Rockstar". Ich trank das Zeug mehr oder weniger auf ex, obwohl es scheußlich schmeckte. Und als ich aus dem Bus ausstieg und nach Hause lief, weinte ich.

Trotz allem wurde es ein schöner Sommer: DVD- Abende mit Eva und ihrer Schwester Caroline, schwimmen im Meer, Schatzsuchen in dem kleinen, dichten Wald unweit  unseres Wohnparks. Aber er war nicht so strahlend wie der 2012, und wir konnten auch danach nicht mehr mit Evas Familie nach Dresden fahren. Und so verbrachte ich meine letzte Ferienwoche mit Eisessen, [Filmtitel von Moderator entfernt] - Gucken mit meinem Bruder und Lernen, während ich innerlich immer mehr verzweifelte.

aus einem Kuhkaff in Deutschland

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olivchen (18) aus einem Kuhkaff in Deutschland

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schrieb :

#35

Ich find einfach toll und oft auch lustig wie du schreibst!! :)

Mach bitte weiter :))

 

gglg

aus einem Kaff im Westerwald

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Sweetheart05 (19) aus einem Kaff im Westerwald

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schrieb :

#34

Die Zeit bis zu den Weihnachtsferien war dann total stressig, jeder war mit sich selbst beschäftigt: Ich musste meinen Kleinkrieg mit meiner Deutschlehrerin planen,meine Schwester für ihre Balett-Weihnachtsaufführung üben, mein Vater rackerte sich in seinem Krankenhaus total ab, meine Mutter musste eine Schülerin mit Suizidgedanken betreuen und mein Bruder sich auf seiner Schule (er war im August aufs Gymnaisum gekommen) einleben. Der Stress-Höhepunkt war dann Weihnachten, wo dann 7 (wenn man die damals noch ungeborenen Babys meiner Tante mitzählt) Gäste da waren. Als dann die ganze Verwandtschaft verjagt war, war es auch schon wieder Zeit, Koffer zu packen: Am 29. Dezember fuhren wir nach Berlin, mit dem Zug. Schon das war etwas besonderes, denn prinzipiell fuhren meine Eltern ÜBERALL mit dem Auto hin. Meine Eltern hatten ein 1.-Klasse- Einzelabteil reserviert, und so konnten wir Kinder so viel Krach machen, wie wir wollten. Den Blick auf Berlin, als wir dann spätabends endlich den Hauptbahnhof erreichten, werde ich nie vergessen, er war atemberaubend. Aber viel Zeit hatten wir nicht, wir sprangen in die nächste U-Bahn und stiegen am Bahnhof Zoo aus, der WIRKLICH so aussieht, wie Christiane F. ihn in dem Buch beschrieben hat- dreckig, stinkend, übervolle Mülleimer, Graffitis an den Wänden. Überhaupt nicht dreckig und stinkend war dagegen usner Hotel: Wir ahtten je für die Kinder und die Eltern eine Suite gebucht, die riesig war, mit einem luxuriös eingerichteten Bad und einem Fernseher mit hochwertiger Anlage. Die Angestellten nannten uns "Miss" und "Sir" und brachten einem schon einmal nachts um drei eine Cola, und meistens endeten die Tage für uns damit, dass wir bis nachts um drei aufblieben, uns Unmengen von Essen vom Zimmerservice bestellten  und bei voller Lautstärke eine Doku-Soap über amerikanische Polizisten guckten, die irgendwelche psychotischen Verbrecher jagten. Die Betten waren breit und kuschlig, und wir liebten alle den SPA, wo wir morgens schwammen und Smoothies tranken. Jeden Abend gingen wir in ein anderes Restaurant, wir besuchten die bekannten und nicht so bekannten Ecken von Berlin, altehrwürdige Galerien und ein Kino
 mit Kingsize-Sitzen und der Möglichkeit, sich Snacks und Getränke an den Platz zu bestellen. Auch Silvester verbrachten wir in der Hauptstadt, allerdings nicht am Brandenburger Tor- zu voll-, sondern in der Skybar des Hotels mit einem Mitternachtsdinner. Ich hatte-außer in München, und da war ich in einer Vorortsiedlung gewesen- noch nie Silvester in einer Großstadt gefeiert und das Feuerwerk war atemberaubend, genau wie Berlin allgemein.

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*F**** (abgemeldet) (16)

schrieb :

#33

Zitat von: Sweetheart05

Mein 5. Schuljahr fing dann mit einem entsetzlich langweiligem ökumenischem Gottesdienst an. Weil am gleichen Tag meine Schwester Maria eingeschuhlt wurde, waren die meisten Verwandten und auch meine Eltern zu deren Gottesdienst gegangen. Aber das störte mich nicht, ich war viel zu aufgeregt. Nach dem Gottesdienst gingen wir klassenweise zur Schule, und ich lernte den Raum kennen, in dem ich 3 Jahre die meiste Zeit verbringen würde. Ich lernte auch meine neuen Klassenkameraden kennen, und mit Alex- wir wurden später unzertrennlich- verstand ich mich auf Anhieb. Kurz nach den Herbstferien fuhren wir dann auf " Begegnungstage" in einen kleinen Ort in Westhessen. Es war ganz nett da, wir hatten viel Spaß. Silvester 2010-2011 verbrachten wir dann bei meiner Tante in München, und während die Stadt ein einziges Lichtermeer war, hoffte ich, dass in 2011 endgültig alles gut werden würde....

Das müssen wir auch wir müssen 2 Tage nach Höxter und ich hab keine Lust

aus einem Kuhkaff in Deutschland

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olivchen (18) aus einem Kuhkaff in Deutschland

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schrieb :

#32

Du schreibst einfach supergut!!!!!!!

Schade dass du nicht schon 20 bist....dann würde das Ganze länger dauern :))

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Sweetheart05 (19) aus einem Kaff im Westerwald

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schrieb :

#31

Und schneller als ich dachte, lag dann auch der Sommer vor mir-wunderschön, lang und strahlend. Ich bekam ein gutes Zeugniss, und zur Feier des Tages gingen wir zum Chinesen- dem einzigsten richtig guten Restaurant in unserer Nähe. Es war ein wunderschöner Abend, und ich war glücklich. Danach war ich genau ! !/2 Tage zuhause, bis das Reitcamp anfing. Das war auch schön, obwohl mein Lieblingspferd gerade im Mutterschutz war: Endlose Ausritte und schöne Stunden mit den Pferden im Stall, grillen und dann eine DVD gucken. In meinem Zimmer waren leider nur jüngere Mädchen-9, 10 und 11 Jahre alt- aber mit den Mädchen aus dem Nachbarzimmer, die etwa in meinem Alter waren, freundete ich mich schnell an. Zusammen saßen wir die halbe Nacht auf den etwas ramponierten Hochbetten, schauten uns Filme auf unseren Handys an, hörten leise Musik oder lästerten über die Frisur einer Reitlehrerin. Ein Abend ist mir besonders in ERinnerung geblieben, der Vorletzte: Wir sind in ein ca. 5 Kilometer entferntes Dorf gelaufen, haben uns dort Eis gekauft, sind dann auf einen Aussichtspunkt gegangen und denn Sonnenuntergang beobachtet. Die Aussicht war atemberaubend! Schließlich, eine Woche nach dem Camp, kam der Jahresurlaub an der Ostsee, der mindestens genauso genial war: Eis- und-Fischessen auf der Promenade, ins Kino gehen und dabei Unmengen des heißen, fettigen Popcorns verdrücken, nächtliche Schnitzeljagden durch den kleinen Wald, schwimmen im türkisen Meer. Danach fuhr ich mit meiner Schwester noch mit der Familie von Eva und Caroline nach Dresden und verbrachten dort eine wunderschöne Woche- Wandern und Kanu-Fahren in der sächsischen Schweiz, DVD-Abende und Shoppen in der Altmarktgalerie. Aber plötzlich war da der letzte Ferientag, und wir flogen zurück. Es war mein erster Flug , ebenso für meine damals 8-jährige Schwester, wir waren sehr aufgeregt und glücklich, als alles glattging. Und einen Augenblick werde ich nie vergessen: Als das Flugzeug sich drehte, weil es zur Landung ansetzen wollte, und ich nur den strahlend blauen Himmel und die Sonne durch das kleine Fenster sah.

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olivchen (18) aus einem Kuhkaff in Deutschland

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schrieb :

#30

Hi Sweetheart05 ,

 

super!!!!!!!!!!!

Deine Geschichte ist mega interessant,voll spannend und echt toll geschrieben. Gefällt mir supergut :))

Da soll einer sagen man hätte mit 13 Jahren nocht nix zu erzählen xD !

Ich freu mich drauf wenn du weiterschreibst.

 

glg

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Sweetheart05 (19) aus einem Kaff im Westerwald

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schrieb :

#29

Der symbolische Start in "bessere Zeiten" sollte der Beusch in einem teueren Hotel an der Ostseeküste über Silvester sein. Das wurde er dann auch: Meine Mutter lachte wieder mehr und nahm etwas zu, sodass sie nicht mehr so aussah wie ein abgemagertes Skelett, sondern hübsch und jung, ich verbrachte die meiste Zeit mit meinen damals 7 und 10 Jahre alten Geschiwstern seit den Sommerferien, auf meinem Handy  sind unglaublich viele Videos aus dieser Zeit. Und auch nach den Ferien wurde es besser, ich bekam eine 1 in Latein und nach zwei 3en in Mathe-Hü`s und Schmeichel- Aktionen meiner Muter beim Mathelehrer stand im Halbjahreszeugniss hinter "Mathematik" immerhin "befriedigend." Obwohl ich irrsinnig viel Schulstoff aufholen musste und Februar/März die kälteste Zeit war, die ich je bewusst miterlebt habe, habe ich nur glückliche Erinnerungen an diese Zeit: mit Alex ins Kino gehen, die JUngs dort mit literweise Popcorn bewerfen und dann mit Alex`s kleinem Cousin einen wilden russischen Tanz hinlegen, Samstagnachmittag mit meiner Mutter kochen und uns über die "schlimme Zeit" unterhalten, mit Pap ins Möbelhaus gehen und Möbel für mein neues Zimmer einrichten- das größte Geschenk zu meinem 12. Geburtstag. Kurz: Ohne zu zögern würde ich sagen: Februar bis Mai 2012 war die beste Zeit meines Lebens.

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