Eisschnellauf

Teil 10 von 16

10.02.2006

Die besten Eisschnelläufer rasen minutenlang mit über 45 Stundenkilometern über das Eis-Oval. Im Sprint beschleunigen sie dann mit ihren Schlittschuhen auf über 60 Stundenkilometer. Besonders erfolgreich sind dabei traditionell die deutschen Damen.

Nicht in den Niederlanden sondern in England fand 1763 das erste Eisschnellauf-Rennen statt. (Quelle: Olympische Winterspiele 2006 in Turin )

Die Schlittschuhe der Eisschnelläufer sind natürlich Spezialanfertigungen. Die 45 Zentimeter langen und etwa 1,3 Millimeter dicken Kuven sollen über das Eis gleiten, ohne sich allzu tief einzugraben und die Sportler dadurch abzubremsen. Auch die ganz eng anliegenden Rennanzüge sollen dem Fahrtwind keine Angriffsmöglickeit geben.

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Das 400-Meter-Oval hat zwei fünf Meter breite Bahnen. Damit niemand einen Vorteil durch die in den Kurven kürzere Innenbahn hat, müssen die Eisschnelläufer auf der Gegengeraden immer wieder die Bahnen wechseln.

Um auf dem Eis mit den Beinen beschleunigen zu können, gehen Eisschnellläufer tief in die Hocke. Damit sie dabei das Gleichgewicht halten zu können, beugen sie den Oberkörper nach vorne - und machen einen Buckel. Ideal ist es, wenn ein Eisschnelläufer seinen Oberkörper möglichst wenig hin und her bewegt und die Arme eng am Körper hält. Denn so bietet er weniger Luftwiderstand. Am Ende löst die vordere Schuhspitze die Zeitnahme aus.

Mannschaftsverfolgung ist neu

Auf spiegelglatten Eisflächen legen sich die Eisschnelläufer in die Kurven. (Quelle: La Presse)

Beim Eisschnellaufen gibt es in Turin auch eine neue Disziplin: die Mannschaftsverfolgung. Hier treten in Ausscheidungsrennen immer zwei Teams mit jeweils drei Läufern gegeneinander an. Die beiden hinteren Läufer können dabei den Windschatten des ersten Läufers nutzen und etwas Kraft sparen. Nach einigen Metern lässt sich der erste Läufer dann an die dritte Stelle zurückfallen und der nächste übernimmt die Führungsarbeit.

Wie im Einzel müssen auch in der Mannschaftsverfolgung auf der Gegengeraden die Außen- und Innenbahn gewechselt werden. Da kann es schnell mal eng werden. Auf der Ziellinie wird am Ende nur die Zeit des dritten Läufers jeder Mannschaft gestoppt.

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Wettbewerbe Männer Frauen 5.000 / 3.000 Meter Gold: Chad Hedrick (USA)
Silber: Sven Kramer (NL)
Bronze: Enrico Fabris (ITA) Gold: Ireen Wust (NL)
Silber: Renate Groenewold (NL)
Bronze: Cindy Klassen (USA) 500 Meter Gold: Joey Cheek (USA)
Silber: Kang-Seok Lee (SKO)
Bronze: Dmitry Dorofeyev (RUS) Gold: Swetlana Schurowa (RUS)
Silber: Manli Wang (CHN)
Bronze: Hui Ren (CHN) Mannschaftsverfolgung Gold: Italien
Silber: Kanada
Bronze: Niederlande Gold: Deutschland
Silber: Kanada
Bronze: Russland 1.000 Meter Gold: Shani Davis (USA)
Silber: Joey Cheek (USA)
Bronze: Erben Wennemars (NED) Gold: Marianne Timmer (NED)
Silber: Cindy Klassen (KAN)
Bronze: Anni Friesinger (DEU) 1.500 Meter Gold: Enrico Fabris (ITA)
Silber: Shani Davis (USA)
Bronze: Chad Hedrick (USA) Gold: Cindy Klassen (KAN)
Silber: Kristina Groves (KAN)
Bronze: Ireen Wüst (NED) 10.000 / 5.000 Meter


Gold: Bob De Jong (NED)
Silber: Chad Hedrick (USA)
Bronze: Carl Verheijen (NED) Gold: Clara Hughes (KAN)
Silber: Claudia Pechstein (DEU)
Bronze: Cindy Klassen (KAN)


Olympiahoffnungen

Bei den Männern kommen die Favoriten aus den Niederlanden, den USA, Norwegen und Korea. (Quelle: La Presse)

Eisschnellaufen ist seit den ersten Winterspielen 1924 olympisch. Seit 1980 gewannen die deutschen Eisschnelläuferinnen fast die Hälfte aller Olympiamedaillen (15 von 33). Auch in Turin 2006 gehören Anni Friesinger, Claudia Pechstein, Jenny Wolf und Sabine Völker wieder zu den großen Favoritinnen.

Bei den Herren hat dagegen keiner der deutschen Starter realistische Medaillenchancen. Gleiches gilt für die Eisschnelläuferinnen und Eisschnelläufer aus Österreich und der Schweiz.

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letzte Aktualisierung: 15.08.2009

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