Was passiert bei einer Mondfinsternis?

21.02.2008

Am 21. Februar gab es ein besonderes Naturschauspiel: Eine totale Mondfinsternis war am Himmel zu sehen. Etwa um vier Uhr am Donnerstagmorgen wurde der Mond komplett von der Erde verdeckt und erschien in einem dunklen Rot. Was genau passiert bei einer Mondfinsternis und welche Arten von Mondfinsternissen gibt es? Wie oft kommen sie vor?

Bei einer Mondfinsternis zieht der Mond in den Kernschatten, den Schatten der Erde, und verdunkelt sich allmählich.
Wikipedia

Am 21. Februar in der Frühe konnten wir am Nachthimmel ein besonderes Ereignis beobachten: eine totale Mondfinsternis. Mondfinsternisse, die auch als Eklipsen bezeichnet werden, treten nur bei Vollmond auf. Dazu kommt es, wenn die Erde genau zwischen Sonne und Mond steht, sich der Mond also im Erdschatten befindet. Während sich die Erde um die Sonne dreht, umkreist der Erdmond in etwa 384.400 Kilometern einmal im Monat die Erde.

Das Naturschauspiel einer Mondfinsternis ereignet sich nur etwa zweimal im Jahr, da die Bahnen von Erde und Mond leicht gegeneinander geneigt sind. Deshalb zieht der Mond meistens knapp am Erdschatten, dem so genannten Kernschatten, vorbei. Eine Mondfinsternis erlebt man am Nachthimmel überall gleich, egal von welchem Punkt aus man sie betrachtet - sofern der Himmel nicht bewölkt ist. Bei einer Sonnenfinsternis dagegen hängt es davon ab, an welchem Ort auf der Erde man sich befindet. Aus diesem Grund sind Mondfinsternisse viel öfter zu beobachten als Sonnenfinsternisse, obwohl letztere sogar etwas häufiger vorkommen.

Welche Arten von Mondfinsternissen gibt es?

Mondfinsternis am 3. März 2007.
Wikipedia (Thomas Knoblauch)

Es gibt verschiedene Arten von Mondfinsternissen. Bei der totalen Mondfinsternis liegt der Mond vollkommen im Kernschatten der Erde. Da dennoch ein wenig Licht in den Erdschatten dringt, erscheint der Mond in einem dunklen Rotton - daher auch der Name "Blutmond". Dieser Vorgang dauert ungefähr 115 Minuten an. Etwa 30 Prozent der Mondfinsternisse sind total. Bei der partiellen - also "teilweisen" - Mondfinsternis befindet sich nur ein Teil des Mondes im Schatten der Erde. Diese Art von Mondfinsternis ist etwas häufiger als die totale. Der Teil des Mondes, der im Kernschatten liegt, erscheint uns dann viel dunkler als der andere.

Ab zwei Uhr am Donnerstagmorgen begann der Mond, sich am Rand zu verdunkeln. Die Mondsichel wurde allmählich immer kleiner, bis der Mond vollständig im Kernschatten stand. Der Mond scheint bei einer Finsternis schließlich Dunkelrot, weil rotes Licht am langwelligsten ist und deshalb in den Kernschatten gelangt. Das weiße Sonnenlicht enthält nämlich alle verschiedenen Farbtöne, die jeweils von unterschiedlicher Wellenlänge sind. Am kurzwelligsten ist dagegen blaues Licht. Bei der Mondfinsternis am 21. Februar hatte der Mond nur eine mittlere Entfernung zur Erde und drang nicht tief in ihren Schatten vor. Wer früh aufgestanden ist, konnte das beeindruckende Phänomen am Himmel beobachten. Die nächste totale Mondfinsternis wird erst wieder am 21. Dezember 2010 zu beobachten sein. Eine partielle Mondfinsternis dagegen wird sich noch in diesem Jahr, am 16. August 2008, ereignen.

Wikipedia

letzte Aktualisierung: 24.07.2018

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